Phil Moore und Beth Tacular haben die selbstgebaute Blockhütte am Stadtrand von Raleigh/North Carolina verlassen. Nach dem Erfolg seines Debüts "Hymns for a dark Horse" war das Hippiepärchen fast ununterbrochen auf Tour. Die Einzigartigkeit ihres Indiefolks ist dabei leider auf der Strecke geblieben: Waren die wundersam spinnerten Songs vom Debüt noch zu einem Kokon verwoben, sind sie auf "Upper Air" eher Einzelstücke. Doch das hat auch Vorteile: Statt weiter ausschließlich in Esoquatsch und Naturmystik zu machen, können sie in den Texten jetzt auch auf ganz konkrete Erfahrungen zurückgreifen. Songs wie "House of Diamonds" und "Northern Lights" benötigen zudem weitaus weniger Durchläufe, bis sich ihre Melodien in den Ohren festsetzen. Angepasster bedeutet bei den Bowerbirds eben immer noch, dass sie gemeinsam mit Bon Iver die obere Qualitätsgrenze der jungen Folkszene definieren. (cs)