Eines vorab: für meinen Geschmack war diese Debüt-CD der in England bereits seit Juni abgefeierten Razorlight beim ersten Hördurchlauf schon ziemlich poppig, dennoch gab es keinen einzigen Ausfall. Die zweite Komplettrotation: im Auto ist der Sound um längen besser, die CD hat es nicht schwer nachzulegen. Die bei guter Musik so elementaren "magischen Momente", hört man plötzlich im Überfluss - schnelle Breaks hier, super Riffs dort. Die Vergleiche mit den Strokes, den Libertines und sogar At The Drive-In erweisen sich als zu plump, ein auf Glanz und große Emotionen gerichtetes Album lässt sich nicht mit den Vertretern des meist coolen Retro-Garage-Rock'n'Roll in Verbindung setzen. Der Gesang ist ausgedehnter, melodischer, weniger ruppig, dafür umso Facettenreicher. Fazit: wer sich traut, dem Pop mal wieder die Tür aufzuhalten, wird sich reichlich Freude ins Haus holen.