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Als Amateurschauspieler Walt entscheidet, dass er sein Glück in Hollywood versuchen will (wo er immerhin zum Serien-Ko-Star von Cher aufsteigt, die sich in dieser netten kleinen Hollywood-Satire selber spielt), hat Bob keine Wahl, als mitzukommen. Eine Trennungsoperation ist riskant, weshalb Großteile von Unzertrennlich damit beschäftigt sind, möglichst viele Witze aus der intimen Zweisamkeit der beiden Brüder zu melken, vor allem als sich Bob in seine Brieffreundin (Wen Yann Shih) verliebt, die zunächst nichts von seiner brüderlichen "Verbundenheit" weiß.
Wieder einmal punkten die Farrellys kräftig mit ihrer progressiven Akzeptanz von Unterschieden; auch hier werden mehrere kleinere Rollen von geistig oder körperlich behinderten Darstellern gespielt, und die Farrellys verdienen sich großes Lob für ihre offene Herangehensweise. Zu den anderen herausragenden Höhepunkten (auf die eine oder andere Art) gehören Eva Mendes als hohlköpfiges Möchtegern-Starlet, Seymour Cassel als Walts Agent aus der ganz alten Schule, und Meryl Streep, die in einem köstlichen Gastauftritt viel Sportsgeist beweist. Unzertrennlich ist eine entbehrliche Komödie, aber mit seiner altmodischen Bruderliebe gewinnt er die Herzen des Publikums auf jeden Fall. --Jeff Shannon
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Bild: Fabelhaftes Mastering mit besten Schärfewerten. Der Kontrast ist perfekt eingepegelt und liefert Helligkeitsabstufungen von höchster Güte (00.55.42, dunkle Anzüge). Bei minimalen Rauschwerten kommt es kaum zu Artefaktmomenten. Die Farben kraftvoll, aber nicht ügbersättigt und eine enorme Detailtiefe bei hoher Plastizität: Top-Abtastung.
Ton: Der Sound wird sehr detailiert und abgegrenzt dargestellt. Die Kullise ist immer authentisch vitalisiert (00.04.35, Hamburger-Küche) und die sogar die Stimmen sind vereinzelt ortbar (00.01.44, Frauenstimme von hinten). Dabei wurde auch die Musik sehr sorgfälltig auf die sechs Kanäle gemischt, wobei sie eine breite Dynamik entwickelt. Glasklar und in perfekter Geographie ist etwa die Beschallung in der Disco (00.49.03) angelegt. Perfekt. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Das Drehbuch von 'Unzertrennlich' haben Bobby und Peter Farrelly bereits vor zehn Jahren mit ihren 'Dumm und Dümmer'-Ko-Autoren Bennett Yellin und Charlie Wessler geschrieben, bis Fox grünes Licht für die Produktion gab. Das Team wurde aus dem üblichen Verdächtigenkreis von Farrellys' Conundrum Entertainment rekrutiert. Anstelle von Jim Carrey und Woody Allen wie ursprünglich vorgesehen, gingen die Hauptrollen jedoch überraschend an Matt Damon und Greg Kinnear. Die sind nun also, man glaubt es kaum, die an der Hüfte fest verwachsenen, liebenswerten Brüder Bob und Walt Tenor, die zusammenhalten wie Pech und Schwefel. Und das, obwohl sie grundverschieden sind: Walt der draufgängerische Frauenschwarm, Bob der Schüchterne, der seit Jahren mit der hübschen Asiatin Mae nur per Email verkehrt, während sein Bruder in der anderen Betthälfte zur Sache kommt. Es gibt natürlich - wenn auch konstruiert wirkende - Gründe dafür, warum beide sich nicht längst getrennt haben (der eine hat den größeren Teil der Leber, weshalb eine Operation für den anderen gefährlich wäre). Und ebensolche Gründe gibt es dafür, dass der von einer Karriere als Filmstar träumende Walt seinen Bruder überreden kann, nach Hollywood zu ziehen und dort als Ko-Star von Cher (mit einem schrillen Cameo-Auftritt) in deren Krimiserie tatsächlich berühmt wird. All das mit Bob am Rockzipfel, der bei den Dreharbeiten genauso mit Panikattacken zu kämpfen hat, wie bei der ersten Begegnung mit Mae (die Flamme von Walt, gespielt von Eva Mendes als naives Busenwunder, heißt übrigens April.)
Die Story verläuft im Weiteren recht vorhersehbar und erwartungsgemäß darauf hinaus, dass Walt und Bob sich für oder gegen eine operative Trennung entscheiden müssen - obwohl sie trotz ihres Handicaps eigentlich immer auf der Sonnenseite des Lebens standen: Zu Beginn werden sie in ihrer idyllischen Heimat Martha's Vineyard als erfolgreiches Betreiberduo des denkbar schnellsten Schnellimbiss-Restaurants gezeigt und als doppelt starke Asse in wirklich allen Sportarten. Das sind dann auch die Slapstick-Momente und Gags, mit denen die fabelhaften Farrelly-Brüder am leichtesten Punkte machen - während sie diesmal in der zweiten Halbzeit besonders auffällige dramaturgische Schwächen zeigen. Macht nichts, denn Kinnear und Damon machen wie ihre Alter Egos als eingespieltes Duo das Beste aus der Situation. Und auch, wenn hier keine Kuh hingerichtet, kein Schoßhund wiederbelebt und kein Sperma im Haar verteilt wird, sorgen ein Zwilling, der sich in einem übergroßem Teddy versteckt, ein im Rollstuhl Gas gebender Seymour Cassel oder Meryl Streep in der bizarren Musical-Version von 'Bonnie and Clyde' vielleicht nicht für die gewohnten Schenkelklopfer, aber allemal für durchaus amüsiertes Dauer-Kopfschütteln. cm.