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Unwiederbringlich [Sondereinband]

Theodor Fontane
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1986
Fontanes psychologisch-erotischer »Schloßroman« schildert die tödlich endende Ehetragödie zweier charakterlich unvereinbarer Menschen. Das Werk wird hier in einer reich kommentierten Ausgabe vorgelegt.

›Unwiederbringlich‹, Fontanes 1891 erschienener Roman, erzählt die Geschichte einer scheiternden Ehe. Den Stoff zu diesem Werk, das durchaus einen Platz neben ›Effi Briest‹ beansprucht, fand der Autor – wie so oft – in einem historischen Fall.

Der charmante Graf Helmuth Holk und seine Frau Christine leben mir ihren zwei Kindern in einem einsamen Schloß. Christine wird als eine fromme, grundsatzstrenge Frau geschildert, Holk dagegen als lebensfroher, in Moralfragen eher lässiger Mann. Als er an den Kopenhagener Hof der dänischen Prinzessin abkommandiert wird, kommt ihm diese Abwechslung sehr entgegen. Er lernt die Gesellschafterin der Prinzessin, Ebba von Rosenberg, kennen.

Diese flirtet heftig mit Holk, der immer deutlicher merkt, was er bei seiner Frau vermißt. Nach einem gefährlichen Schlittschuhlauf kommt es zur gemeinsamen Nacht, die indes ein dramatisches Ende findet: Im Schloß bricht ein verheerender Brand aus, doch Holk kann Ebba retten. Er beschließt, Ebba zu heiraten. Als er aber nach der Trennung von Christine nach Kopenhagen zurückkehrt, weist ihn die Geliebte ab. Einige Jahre später versöhnen sich die Eheleute. Christine jedoch kann nicht vergessen und ertränkt sich im Meer.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Sondereinband
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150093201
  • ISBN-13: 978-3150093207
  • Größe und/oder Gewicht: 15 x 9,8 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 57.332 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2003
Als "hochbeachtlichen Roman" feiert Marcel Reich-Ranicki Theodor Fontanes 1890 abgeschlosssene Geschichte einer Ehe. Den gräflichen Ehemann Holk findet er zwar langweilig. Überhaupt würden sich im Roman alle miteinander langweilen, nur eben die Leser nicht. Reich-Ranicki sieht es in diesem Buch von Lebenskritik und Lebensweisheit wimmeln, von schönen Formulierungen und Beobachtungen. Zu einem wahren Vergnügen wird die Lektüre für ihn besonders dann, wenn er diese Weisheiten von Personen des Romans zu hören bekommt, denen er sie gar nicht zugetraut hätte. Auch ist er darin einer der originellsten Figuren begegnet, die Fontanes Epik aus seiner Sicht überhaupt zu bieten hat. Jene Ebba von Rosenberg sei jüdischer Herkunft und für Reich-Ranicki ist sie deshalb so wichtig, weil Fontane sie gegen das damals herrschende literarische Klischee von schönen Jüdin gestaltet hat. Gleichzeitig präsentiert sie für ihn "den Freigeist, die Aufklärung". Keine andere Figur des Romans lasse Fontane ihre Ansichten ("zumal die Erotik betreffend") so direkt und nachdrücklich aussprechen wie dieses Hoffräulein jüdischer Herkunft, die der Rezensent als "die modernste Gestalt" des Roman empfunden hat. Das Nachwort der Herausgeberin beurteilt er als solide und ausführlich. Bescheinigt wird der Editorin wegen ihrer gelegentlich als übertrieben empfundenen Gründlichkeit jedoch auch eine Tendenz zur "Selbstparodie unserer Philologie".

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Buchrückseite

Indem Fontane den gewohnten berlinisch-märkischen Umkreis seiner Romane in Unwiederbringlich verläßt und die Handlung nach Schleswig-Holstein und Dänemark verlegt, gewinnt er zwei »Gesellschaften« und damit neue Aspekte, den Konflikt zwischen dem Überkommenen und dem Neuen, dem Anspruch des Individuums und dem der Gesellschaft zu gestalten.

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fontanes wahre Meisterschaft wird sichtbar! 4. Juli 2005
Format:Taschenbuch
In diesem Beziehungs- und Ehekrisenroman geht es um das Grafenpaar Holk und Christine. Der Roman spielt in den 1850er Jahren in Schleswig-Holstein und Dänemark. Er spielt also im Vorfeld der Schleswig-Holstein-Krise und des Deutsch-Dänischen Krieges von 1863/64.
Christine ist in herrnhutischer Tradition in einem Pensionsstift „Gnadenfrei" erzogen worden. Sie ist eine Ausgeburt an Tugendhaftigkeit und ist beständig bestrebt nach ihren Idealen zu leben und ihr Umfeld danach zu gestalten. In ihrem Haus wohnt Julie von Dobschütz, eine alte Freundin aus der Pensionszeit.
Christines überaus tugendhafte und dabei selbstgerechte Art hat Holks Liebe auf eine harte Probe gestellt.
Als er in seiner Funktion als Kammerherr der alternden dänischen Prinzessin für längere Zeit an den Hof gerufen wird, taucht er in eine gänzlich andere Welt ein. Zur Entourage um die Prinzessin gehört das junge Fräulein Ebba von Rosenberg. Sie ist Christines Gegenbild. Wie der Name bereits signalisiert (Eva) repräsentiert sie das Ur-Weibliche. Mit einer Mischung aus sinnlicher Weiblichkeit und Koketterie wird sie für Holk schnell der Punkt um den alle seine Gedanken kreisen.
Als er sich ihretwegen von seiner Frau trennt, muss er feststellen, dass Ebba, an deren Gefühlen für ihn er nach einer gemeinsam verbrachten Nacht nicht im geringsten gezweifelt hatte, ihn zurückweist.
Nach Jahren gelingt ihm die Wiederverheiratung mit Christine Doch bald wird klar, dass kein neues Glück zwischen beiden aufkommen wird. Christine bleibt selbst gegenüber der Dobschütz verschlossen und nimmt sich schließlich das Leben.
...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eheeinsichten, Affären und "Gamle Danmark" 20. Januar 2009
Von Ellerus
Format:Taschenbuch
Waren Sie schon mal in Angeln auf der Halbinsel Holnis? Fahren Sie doch mal hin und stellen sich dort ein "Schloß am Meer" vor - und dann nehmen Sie Fontanes Hommage an die Zeit in Schleswig-Holstein und Dänemark vor 1864 hervor.

Wieder ist ein bunter Reigen von großartig beschriebenen Personen präsent und viel Zeitgeschehen der Zeit vor dem deutsch-dänischen Krieg und dazu passiert sehr, sehr viel (was man nicht von allen Fontane Romanen in dieser Ausprägung sagen kann).
Viel Freud, viel Leid - viel "Irrungen, Wirrungen" also: ein brennendes Schloß und ein Hauptdarsteller, der sich in seiner Ignoranz selbst verliert und . . . ebenso sein ganzes Glück und was er dafür hielt.
Es ist eine spannende Geschichte vom wundervollen Fontaneschen Esprit durchwoben und am Ende weiß man warum Gräfin Christine so klar erkennt, daß nur ein Ehepaar selbst weiß, wie es um eine Ehe steht und manchmal wissen noch nicht einmal diese beiden es wirklich.
Lesen Sie es und machen sich Ihre eigenen Gedanken um das Treiben im alten Dänemark - "GAMLE DANMARK"
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grandios 29. Juni 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Fontane erzaehlt mit feinem psychologischem Gespuer die Geschichte einer Entfremdung, die nicht durch den Ehebruch, sondern durch die Verschiedenheit der Charaktere in einer Tragoedie endet. - Soweit der Klappentext.. Mir bleibt nur hinzuzufuegen, dieser Roman ist ein herausragendes Werk Fontanes, das Liebhaber seiner Kunst des Schreiben nicht missen duerfen. Gewohnt faszinierender Sprachstil verbunden mit sanfter Melancholie - ein "echter" Fontane eben.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fontane wie er sein soll 3. September 2008
Format:Taschenbuch
Ein Buch genauso wie ein Fontane-Buch sein soll.
Die Geschichte von Graf Holk und seiner Frau versetzt mich in eine längst vergangene Zeit. Fontanes Art und Weise Charaktere zu zeichnen und Landschaften darzustellen, trägt viel dazu bei, dass man schnell in die Geschichte hineinkommt. Es ist als wenn man selbst auf der Veranda des Schloßes steht und auf den Fähranleger schaut.
Mit dem Wechsel das Schauplatzes an den königlichen Hof von Kopenhagen treibt Fontane die Geschichte voran. Auch hier versteht es Fontane hervorragend, dei Geschichte zum Höhepunkt zu treiben.
Auch inhaltlich beeindruckt der Roman. Der offene Umgang mit dem Thema Ehebruch und bis hin zum tragischen Selbstmord war in der damaligen Zeit sicher nicht einfach.
Ein wirklich gutes Buch von Fontane, so wie ich es mag.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super 10. März 2013
Von Kati
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe mir dieses Buch als Ebook gekauft. Schön das es, dies Kostenlos gab. Ich bin super zufrieden.
Kaufen, herunterladen und schon kann das Lesen losgehen.
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7 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Bereits die einleitenden Sätze ziehen den Leser auf eine rätselhafte Weise hinein, dass nämlich „eine Meile südlich von Glücksburg, auf einer dicht an die See herantretenden Düne" das von der gräflich Holkschen Familie bewohnte Schloss Holkenkäs lag, und dass dies eine Sehenswürdigkeit gewesen sei „für die vereinzelten Fremden, die von Zeit zu Zeit in diese wenigstens damals noch vom Weltverkehr abgelegene Gegend kamen".
Wie ganz von selbst stellt man sich vor, dass das Schloss weiß ist. Man sieht die Stegbrücke vor sich, die auch als Anlegestelle für die zwischen Glücksburg und Kopenhagen fahrenden Dampfer dienen sollte, und hinter dem Wasser sieht man das weiße Schloss, blendend.
Bald hat man sich fiebrig gelesen.
Dabei dreht es sich um Banalitäten.
Dabei hatte man erst den Titel für kitschig befunden. So pathetisch! So platt und direkt!
Trotzdem liest man es ohne Unterbrechung zu Ende. Freilich kann man am Schluss der Lektüre kaum angeben, was denn eigentlich passiert ist, außer dass der Graf mit dem Dampfschiff nach Kopenhagen gefahren war an den Hof und dann wieder zurückkehrte. Und in der Tat passiert auf den meisten Seiten nichts, das meiste ist nur Gerede, familiäre Dinge ohne Belang auf Schloss Handkäs, Konversation oder Stadt- und Hofklatsch bei Hofe.
Die Gegend, wo alles spielt, kann einem dadurch, dass man sich etwa in Kiel aufhält, naturgemäß sehr viel näher rücken, als wenn man den Roman beispielsweise in Zürich liest. Das spielt sicher auch eine Rolle. Denn Glücksburg liegt von Kiel nicht weit entfernt. Aber fremd bleibt einem die Fontanesche Welt zur Genüge.
... Lesen Sie weiter... ›
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