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Unwiederbringlich: Roman [Taschenbuch]

Helmuth Nürnberger , Theodor Fontane
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1. Februar 2003 --  
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Kurzbeschreibung

1. Februar 2003
Fontanes psychologisch-erotischer »Schloßroman« schildert die tödlich endende Ehetragödie zweier charakterlich unvereinbarer Menschen. Das Werk wird hier in einer reich kommentierten Ausgabe vorgelegt.

›Unwiederbringlich‹, Fontanes 1891 erschienener Roman, erzählt die Geschichte einer scheiternden Ehe. Den Stoff zu diesem Werk, das durchaus einen Platz neben ›Effi Briest‹ beansprucht, fand der Autor – wie so oft – in einem historischen Fall.

Der charmante Graf Helmuth Holk und seine Frau Christine leben mir ihren zwei Kindern in einem einsamen Schloß. Christine wird als eine fromme, grundsatzstrenge Frau geschildert, Holk dagegen als lebensfroher, in Moralfragen eher lässiger Mann. Als er an den Kopenhagener Hof der dänischen Prinzessin abkommandiert wird, kommt ihm diese Abwechslung sehr entgegen. Er lernt die Gesellschafterin der Prinzessin, Ebba von Rosenberg, kennen.

Diese flirtet heftig mit Holk, der immer deutlicher merkt, was er bei seiner Frau vermißt. Nach einem gefährlichen Schlittschuhlauf kommt es zur gemeinsamen Nacht, die indes ein dramatisches Ende findet: Im Schloß bricht ein verheerender Brand aus, doch Holk kann Ebba retten. Er beschließt, Ebba zu heiraten. Als er aber nach der Trennung von Christine nach Kopenhagen zurückkehrt, weist ihn die Geliebte ab. Einige Jahre später versöhnen sich die Eheleute. Christine jedoch kann nicht vergessen und ertränkt sich im Meer.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 2. A. (1. Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423130490
  • ISBN-13: 978-3423130493
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,1 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 632.002 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2003
Als "hochbeachtlichen Roman" feiert Marcel Reich-Ranicki Theodor Fontanes 1890 abgeschlosssene Geschichte einer Ehe. Den gräflichen Ehemann Holk findet er zwar langweilig. Überhaupt würden sich im Roman alle miteinander langweilen, nur eben die Leser nicht. Reich-Ranicki sieht es in diesem Buch von Lebenskritik und Lebensweisheit wimmeln, von schönen Formulierungen und Beobachtungen. Zu einem wahren Vergnügen wird die Lektüre für ihn besonders dann, wenn er diese Weisheiten von Personen des Romans zu hören bekommt, denen er sie gar nicht zugetraut hätte. Auch ist er darin einer der originellsten Figuren begegnet, die Fontanes Epik aus seiner Sicht überhaupt zu bieten hat. Jene Ebba von Rosenberg sei jüdischer Herkunft und für Reich-Ranicki ist sie deshalb so wichtig, weil Fontane sie gegen das damals herrschende literarische Klischee von schönen Jüdin gestaltet hat. Gleichzeitig präsentiert sie für ihn "den Freigeist, die Aufklärung". Keine andere Figur des Romans lasse Fontane ihre Ansichten ("zumal die Erotik betreffend") so direkt und nachdrücklich aussprechen wie dieses Hoffräulein jüdischer Herkunft, die der Rezensent als "die modernste Gestalt" des Roman empfunden hat. Das Nachwort der Herausgeberin beurteilt er als solide und ausführlich. Bescheinigt wird der Editorin wegen ihrer gelegentlich als übertrieben empfundenen Gründlichkeit jedoch auch eine Tendenz zur "Selbstparodie unserer Philologie".

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Buchrückseite

Indem Fontane den gewohnten berlinisch-märkischen Umkreis seiner Romane in Unwiederbringlich verläßt und die Handlung nach Schleswig-Holstein und Dänemark verlegt, gewinnt er zwei »Gesellschaften« und damit neue Aspekte, den Konflikt zwischen dem Überkommenen und dem Neuen, dem Anspruch des Individuums und dem der Gesellschaft zu gestalten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

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4.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fontanes wahre Meisterschaft wird sichtbar! 4. Juli 2005
Format:Taschenbuch
In diesem Beziehungs- und Ehekrisenroman geht es um das Grafenpaar Holk und Christine. Der Roman spielt in den 1850er Jahren in Schleswig-Holstein und Dänemark. Er spielt also im Vorfeld der Schleswig-Holstein-Krise und des Deutsch-Dänischen Krieges von 1863/64.
Christine ist in herrnhutischer Tradition in einem Pensionsstift „Gnadenfrei" erzogen worden. Sie ist eine Ausgeburt an Tugendhaftigkeit und ist beständig bestrebt nach ihren Idealen zu leben und ihr Umfeld danach zu gestalten. In ihrem Haus wohnt Julie von Dobschütz, eine alte Freundin aus der Pensionszeit.
Christines überaus tugendhafte und dabei selbstgerechte Art hat Holks Liebe auf eine harte Probe gestellt.
Als er in seiner Funktion als Kammerherr der alternden dänischen Prinzessin für längere Zeit an den Hof gerufen wird, taucht er in eine gänzlich andere Welt ein. Zur Entourage um die Prinzessin gehört das junge Fräulein Ebba von Rosenberg. Sie ist Christines Gegenbild. Wie der Name bereits signalisiert (Eva) repräsentiert sie das Ur-Weibliche. Mit einer Mischung aus sinnlicher Weiblichkeit und Koketterie wird sie für Holk schnell der Punkt um den alle seine Gedanken kreisen.
Als er sich ihretwegen von seiner Frau trennt, muss er feststellen, dass Ebba, an deren Gefühlen für ihn er nach einer gemeinsam verbrachten Nacht nicht im geringsten gezweifelt hatte, ihn zurückweist.
Nach Jahren gelingt ihm die Wiederverheiratung mit Christine Doch bald wird klar, dass kein neues Glück zwischen beiden aufkommen wird. Christine bleibt selbst gegenüber der Dobschütz verschlossen und nimmt sich schließlich das Leben.

Fontane schildert die Charaktere und die Beziehungen, die zwischen ihnen entstehen mit meisterhafter Ironie Sein sensibles Einfühlungsvermögen in die Charaktere lässt sie mit ihren Freuden, Ängsten und vergeblichen Träumen lebendig werden.
Er schildert sie sorgfältig in ihrer Ernsthaftigkeit und dennoch wird diese Ernsthaftigkeit beständig durch eine leise aber unerbittliche Ironie konterkariert.
Alle emphatischen wünsche und alle Tragik erhalten so einen leichten Beigeschmack.
Der Leser kann sich zurücklehnen und mit einem leisen Lächeln das Scheitern der Figuren betrachten.
Genau dieser Ton ist die Meisterschaft Fontanes, wie sie auch in diesem Roman ihren Ausdruck findet.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eheeinsichten, Affären und "Gamle Danmark" 20. Januar 2009
Von Ellerus
Format:Taschenbuch
Waren Sie schon mal in Angeln auf der Halbinsel Holnis? Fahren Sie doch mal hin und stellen sich dort ein "Schloß am Meer" vor - und dann nehmen Sie Fontanes Hommage an die Zeit in Schleswig-Holstein und Dänemark vor 1864 hervor.

Wieder ist ein bunter Reigen von großartig beschriebenen Personen präsent und viel Zeitgeschehen der Zeit vor dem deutsch-dänischen Krieg und dazu passiert sehr, sehr viel (was man nicht von allen Fontane Romanen in dieser Ausprägung sagen kann).
Viel Freud, viel Leid - viel "Irrungen, Wirrungen" also: ein brennendes Schloß und ein Hauptdarsteller, der sich in seiner Ignoranz selbst verliert und . . . ebenso sein ganzes Glück und was er dafür hielt.
Es ist eine spannende Geschichte vom wundervollen Fontaneschen Esprit durchwoben und am Ende weiß man warum Gräfin Christine so klar erkennt, daß nur ein Ehepaar selbst weiß, wie es um eine Ehe steht und manchmal wissen noch nicht einmal diese beiden es wirklich.
Lesen Sie es und machen sich Ihre eigenen Gedanken um das Treiben im alten Dänemark - "GAMLE DANMARK"
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grandios 29. Juni 2001
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Fontane erzaehlt mit feinem psychologischem Gespuer die Geschichte einer Entfremdung, die nicht durch den Ehebruch, sondern durch die Verschiedenheit der Charaktere in einer Tragoedie endet. - Soweit der Klappentext.. Mir bleibt nur hinzuzufuegen, dieser Roman ist ein herausragendes Werk Fontanes, das Liebhaber seiner Kunst des Schreiben nicht missen duerfen. Gewohnt faszinierender Sprachstil verbunden mit sanfter Melancholie - ein "echter" Fontane eben.
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