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Unvollständige Erinnerungen
 
 

Unvollständige Erinnerungen [Kindle Edition]

Inge Jens
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Inge Jens ist die Herausgeberin der Tagebücher Thomas Manns, Autorin erfolgreicher Biographien und Ehefrau von Walter Jens. Ihre Rückschau auf ein fleissiges, hauptsächlich in Tübingen verbrachtes Leben ist eine durchweg angenehme und anregende, am Ende auch anrührende Lektüre, die höchstens wie Tübingen selbst ein wenig darunter leidet, daß sie auf die großen Zumutungen des Lebens, seien es der Tod, die 68er oder die Eitelkeit Hans Mayers, mit zu großer Freundlichkeit reagiert.
(Denis Scheck in der ARD-Sendung "Druckfrisch " vom 6.9.09)

Kurzbeschreibung

Sie erntete Ruhm als Editorin von Tage­büchern und Briefwechseln und wurde mit ihren Biographien über Katia Mann und Hedwig Pringsheim zur Bestsellerautorin. Von ihrem eigenen Leben hat Inge Jens bislang wenig Aufhebens gemacht. Jetzt erzählt sie zum ersten Mal ausführlich darüber: von Kindheit und Jugend in Hamburg; von Studium und Familiengründung in Tübingen; dem Leben an der Seite eines berühmten, vielgefragten Mannes; dem schwierigen Spagat zwischen ihrer Rolle als Mutter und den eigenen beruflichen Ambitionen. Sie berichtet über Begegnungen mit Zeitgenossen wie Hans Mayer, Karola und Ernst Bloch, Golo Mann, Richard von Weizsäcker, Loriot und Carola Stern. Sie schildert ihre Erlebnisse bei den Blockaden gegen die Raketenstationierung in Mutlangen und beim Verstecken amerikanischer Deser­teure während des zweiten Golfkriegs. Und sie schreibt mit großer Offenheit über die Demenzerkrankung ihres Mannes: « Ich sehe seinem Entschwinden zu. » Ein mutiges Buch – und eine große Frauenautobiographie.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Inge Jens ist als Literaturwissenschaftlerin und ausgewiesene Kennerin der Werke und der Familie Thomas Manns hervorgetreten. Sie hat alleine und zusammen mit ihrem Mann Walter Jens über die Familie Thomas Manns geforscht, zahlreiche Werke geschrieben und die Tagebücher Th. Manns ediert.

1927 geboren hat sie die Nazizeit und den Krieg noch in voller Härte erlebt. Als Älteste einer größeren Geschwisterschar war sie gewohnt, mit anzupacken und Tatkraft in jeder Lebenslage zu zeigen. Mit ihrer burschikosen Mentalität geht sie ihr Leben an, studiert in Tübingen und lernt Walter Jens kennen. Das angepeilte Medizinstudium bleibt ein ferner Traum, denn durch ihren Mann werden die Weichen schon bald in die Richtung der Literatur gelenkt. Aufgeschlossen und interessiert lernt sie durch Walter Jens, der bereits als Dozent der Klassischen Philologie in Tübingen erfolgreich ist, den Verleger Ernst Rowohlt kennen, mit dem sie eine enge Freundschaft verbindet.
Sie schreibt, forscht, promoviert und bleibt eine lebendige und umtriebige Person, die durch ihren Mann in die einschlägigen Literaturgremien und Zirkel Zugang findet.
Neben ihrem Mann gilt es für sie, ihre Selbständigkeit zu bewahren, was ihr erfolgreich gelingt.

Inge Jens schreibt unmittelbar und spontan und ohne Gelehrsamkeitsattitüde. Sie ist wendig und emanzipiert, so dass Haus, Mann und Familie nicht zu kurz kommen. Patent und lebensfroh, selbstsicher und erfolgreich meistert sie ein Leben, das zwar unter einem glücklichen Stern stand jedoch mit zahlreichen Herausforderungen fertig werden musste. Dazu gehört nicht zuletzt die Aufgabe, ihren zuletzt dementen Mann zu begleiten. Sie erscheint in ihren Erinnerungen als sympathische und kraftvolle Persönlichkeit. Ihr Leben im Kreise illustrer Größen des Literaturbetriebs, wozu u.a. Hans Mayer und das Ehepaar Bloch gehörten, ihre Aktivitäten in der Friedensbewegung gegen Atomkraftwerke und viele andere Tätigkeiten werfen ein Licht auf das letzte halbe Jahrhundert mit ihrer Literaturszene und den politischen Höhepunkten.

Anrührend, ehrlich und aufrichtig ist das letzte Kaptitel, in dem sie über die Demenz ihres Mannes und ihre Bemühungen, Verzagtheiten und Bedenken berichtet, mit dieser Lage fertig zu werden. Auch diese Herausforderung wird gemeistert!
Das Leben im Kreis intellektueller Freunde ist eine Quelle steter Freude und Lebenserfüllung für die Autorin.
Nüchtern und pragmatisch erscheint ihr Bericht als ein Zeitzeugnis, das wichtige Persönlichkeiten aus der Welt der Literatur und ihrer öffentliche Diskurse in den Fokus rückt.
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Man mag nach der Lektüre dieses außergwöhnlichen Buches gar nicht viele Worte machen. Zu sehr hat dieses Buch berührt. Eine 82-jährige Frau hat eine "unvollständige" Bilanz Ihres Lebens gezogen und festgestellt: "Ja, es war wunderbar!".

Literaturwissenschaftlerin, Autorin vieler Bücher, zum Beispiel über Katia Mann, Herausgeberin der Tagebücher von Thomas Mann, Mutter zweier Söhne und nicht zuletzt und im folgenden im besonderen Ehefrau von Walter Jens - sie blickt auf ein äußerst ereignisreiches Leben zurück. Wir dürfen sie begleiten zu ihren Begegnungen mit den Katia Mann und Golo Mann, mit Ernst und Karola Bloch, mit Hans Mayer und Carola Stern - und vielen, vielen anderen. Der Leser darf dabei sein, wenn sie für ihre Bücher recherchiert, wenn sie in Mutlangen demonstriert und einen amerikanische Deserteur versteckt. Der Leser ist dabei, wenn es um den Mauerfall geht und um die so wichtigen Entscheidungen um die Akademie der Künste, der Walter Jens über mehrere Jahre vorsitzt.

Dies alles und mehr beschreibt Inge Jens intelligent, ambitioniert, sehr persönlich und in jeder Zeile bedeutungsvoll.

Eine außergewöhnliche Frau, die während ihrer Arbeit an den Thomas Mann-Tagebüchern "zum ersten Mal bemerkte..., was es bedeutete, als eigenständige Persönlichkeit und nicht länger nur als Frau eines interessanten und zunehmend berühmten Manes zu gelten". Sie war es und sollte es bleiben und "zunehmend berühmt" werden.

Inge Jens hat mit ihren - jetzt darf man sagen: leider - "unvollständigen Erinnerungen" auch eine tour de force durch die deutsche Geistesgeschichte unternommen. Die geistigen Entwicklungen, die politischen Geschehnisse, verbunden mit den persönlichen Erlebnissen und Wertungen werden von ihr in höchst authentischer Weise aufgezeichnet.

Am Ende steht dann wohl das eindrucksvollste und bewegendste Ereignis ihres Lebens: die "Reise in die Nacht" ihres demenzkranken Mannes Walter Jens. Sie schildert den Alltag mit ihrem Mann, das Fortschreiten der Erkrankung, das sie bis an den Rand der psychischen und physischen Belastung bringt. "In guten wie in schlechten Tage" - Inge Jnes, die starke, couragierte Frau resümiert am Ende: "Warum ist es gerade mir - uns - so lange so ungeheuer gut ergangen? Warum war es gerade uns vergönnt, ein so interessantes, erfülltes und - trotz mancher Schwierigkeiten - glückliches Leben zu führen?" Vieleicht steckt ein Stück Antwort in diesem Buch.
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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Neuschäfer TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Anders als das Buch des Sohnes, geht hier die Frau von Walter Jens sensibel und sorgfältig mit dem Leben und dem Menschsein um. Sie zeigt von der ersten bis zur letzten Seite, wo ihr Herz schlägt, was ihr Herz berührt (hat) und was ihr auf dem Herzen liegt. Das alles ist fern von falscher Sentimentalität oder fataler Verklärung. Stattdessen kommen die Fragmente des Lebens so zur Geltung, wo und wie sie hingehören: als Normalität und teils auch nur am Rande!
Ein besonderes Bonbon des Buches sind die zahlreichen Bilder bzw. Abbildungen und Photographien.
Hier wird keine Walter-Jens-Krankheitsgeschichte geschrieben, sondern ein eigenes Leben einer brillanten Frau, die phantastisch schreiben und formulieren kann. So gelingt es ihr, eine brillante Balance hinzubekommen: sie kommt ohne Indiskretion aus und genauso auch ohne Larifari!
Inge Jens blickt ohne Eifer oder Leiden, und doch mit Leidenschaft und eifrig auf ihr Leben zurück und kommuniziert so auf eine besondere Weise, die nicht jeder oder jedem gegönnt ist. Natürlich muss man nicht mit allem einverstanden sein. Doch geht es auch Inge Jens nicht zuerst um Zustimmung, sondern um Mitteilung!

Ein besonderes, empfehlenswertes Buch von der letzten bis zur ersten Seite!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Ohne große Emotionen !
Leider hatte ich mir mehr von Frau Dr. Inge Jens versprochen, ein ausgesprochen langatmiges Buch,
nur das letzte kurze Kapitel zeigte, wenn auch nur sehr wenig,... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von S. Hannover veröffentlicht
Ich hab das Buch weggelegt
Trockener gehts kaum. Ich habe noch nie so eine langweilige Autobiografie gelesen, völlig emotionslos. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Kim veröffentlicht
Eine bemerkenswerte Frau
Die öffentlichen Auftritte des Ehepaar Jens haben mich immer wieder beeindruckt. So war ich sehr neugierig auf das Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von gabyagosta veröffentlicht
Was zeichnet eine gelungene Partnerschaft aus?,
Inge und Walter Jens haben ihr Leben eher bescheiden, ohne große Reichtümer oder Allüren in der Tübinger Sonnenstraße gelebt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2009 von Helga König
verkauft nur der Name das Buch?
Inge Jens, bekannt als Mitverfasserin des Buches "Frau Thomas Mann", Herausgeberin der Tagebücher Thomas Manns, erzählt aus ihrem Leben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. November 2009 von malt-liest-und hört gerne Opern
Interessante Memoiren
Inge Jens schreibt plastisch und packend; ihr Buch bringt dem Leser Jahrzehnte deutscher Geschichte nahe. Es ist ehrlich, kämpferisch und engagiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. September 2009 von Dr. Herbert Wilmsen
Memoiren einer Tochter aus gutem Hause
Wenn ich als Überschrift für diese Rezension einen Titel Simone de Beauvoirs verwende, so mit Bedacht: Immer wieder hat mich dieses Buch über die fast 60 Jahre... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. September 2009 von Karl-Heinz Heidtmann
Langweiliger Schulaufsatz einer alten Dame
Ein wirklich brillantes Buch hat der Sohn Tilmann geschrieben, eine offene, ehrliche Auseinandersetzung mit Krankheit, Leid und Abschied und die Darstellung der persönlichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. August 2009 von leseweise
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