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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Alles geht schief,
Von
Rezension bezieht sich auf: Unverdächtig (Gebundene Ausgabe)
Lise und Sam sind ein Liebespaar. Beide träumen vom großen Geld und schmieden einem großen Plan. Lise heiratet den reichen Henri um dann gemeinsam mit Sam ihre eigene Entführung zu inszenieren. Doch dann geht alles schief."Unverdächtig" ist ein Buch über große Träume und unüberwindbare Abgründe, über Verlässlichkeit, Hoffnung und Enttäuschung, Treue und Verrat. Tanguy Viel schreibt in einer leichten, authentischen Sprache. Leider kann der Ezählstil nicht immer mit dem Tempo der Handlung mithalten. Dadurch entstehen mitunter Längen, die diesem ansonsten schönen Buch Abstriche einbringen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Millionäre aus Pappmaché,
Von Heike Geilen (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 100 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Unverdächtig (Gebundene Ausgabe)
Geld ist der Bumerang unseres Lebens meint der französische Autor Tanguy Viel und verwebt einen Schleier aus Sätzen virtuos zu Bildern, zu Dimensionen und Farben in seinem Deutschlanddebüt "Unverdächtig". Er erzählt dem Leser das "blinde Schicksal" von vier unglücklich miteinander "verwachsenen" Personen.Züge eines Kriminalromans fließen in das erstmals auf Deutsch erschiene Buch des bemerkenswerten Franzosen ein. Tanguy Viel hat einen ganz eigenen, ungewöhnlichen, aber wunderbaren Ton: sein Stil ist ausgefeilt, alle Personen zeichnen sich durch - zum Teil charmante - Unvollkommenheit aus, seine Sprache ist äußerst assoziationsstark. Die Sätze sind verschachtelt und oft ungrammatikalisch, aber entwickeln eine ungeheure Sogwirkung, einhergehend mit Tiefe und Prägnanz. Dies ist auch der großartigen Übersetzung Hinrich Schmidt-Henkels zu verdanken, der mit "sichtlichem Vergnügen" einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Qualität dieses Werkes genommen hat. Angelegt ist die Erzählung in Form des Zwiesprache haltenden Ich-Erzählers Sam: eine Art kommentierte Inhaltsangabe vergangener Geschehnisse. Die (nur) vier Agierenden dieses Romans, in ihren Grundzügen skizziert und ohne ausschweifende Erläuterungen, werden durch ihr ausgeprägtes Verhalten vortrefflich charakterisiert. Tanguy Viel fokussiert eine Aura des Ungesagten, des Magischen, ja fast Metaphysischen, ähnlich einem Alfred-Hitchcock-Krimi. Er transformiert die Gedanken und Gefühle der vier Protagonisten linear in den Kopf des Lesers. Räumlichkeiten gewinnen - obwohl sie geradezu sparsam beschrieben werden -an Tiefe, an Plastizität, um plötzlich eine Dreidimensionalität anzunehmen. Doch trotz dieser Verknappung und VerDichtung erzeugt der Autor immer wieder Überraschungsmomente, wenn er von einer trügerischen, luftigleicht schwebenden Idylle im nächsten Moment "schreiende Leuchtfeuer, unsichtbare Sirenen" mit Worten auftauchen und diese dann wie Luft rundherum kreisen lässt. Aus einem langsamen Strudel aus beinahe ungeschickt beendeten, merkwürdig ausstaffierten Sätzen entfaltet sich ein "unendlicher Parcours aus Bildern, Gedanken und Rastlosigkeiten, die alle miteinander einen zusammenhängenden Bericht ergeben." Wohltuend und treffend auch die Covergestaltung von Julie August, die dieses trügerische Bild brillant wiederzugeben weiß. Fazit: "Unverdächtig" ist gleichzeitig Liebesroman und spannende Kriminalgeschichte mit unerwarteten Wendungen: eine zum Teil witzige, sarkastische "Quadratur des Kreises". Das Buch ist ungeheuer eindringlich - es ist schlichtweg "formidabel". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kein klassischer Kriminalroman...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Unverdächtig (Gebundene Ausgabe)
...dieses Buch von Tanguy Viel. Eine Geschichte von vier Menschen, drei Männern und einer Frau, bei der auf den ersten Seiten bereits klar ist, wie sie verlaufen wird. Also kein Buch, das deshalb spannend zu lesen ist, weil der Verlauf der Handlung noch dunkel ist. Aber gerade die Kenntnis der Handlung macht die Lektüre so spannend. Zu verfolgen, wie sich die Figuren Stück für Stück auf das unvermeidliche Ergebnis zubewegen. Knapp skizziert Viel Beschreibungen, Stimmungen, Gedanken und vertraut darauf, daß der Leser in geradezu bildungsbürgerlicher Manier aus seinem Speicher, zum Beispeil Abteilung Nouvelle Vague, die passenden Bilder abruft, die den kurzen Roman zu einem Klassiker ergänzen. Manchmal ist sich Viel allerdings seiner Sache zu sicher, weiß ein wenig zu genau, was er kann. Und deshalb muß es leider bei vier Sternen bleiben.
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