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Untreu: Roman [Taschenbuch]

Christa von Bernuth
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1. Mai 2004 --  

Kurzbeschreibung

1. Mai 2004
Die Belolaveks schienen das personifizierte Familienidyll. Aber jetzt ist Thomas Belolavek tot, seine Frau Karin und ihre Tochter Maria spurlos verschwunden, und die Polizei beginnt in der Sache zu ermitteln. Da erfährt Kriminalhauptkommissarin Mona Seiler, dass Karin Belolavek ein Verhältnis mit einem jungen Mann gehabt haben soll, der wegen Mordes im Gefängnis saß – könnte hier der Schlüssel zu einem tödlichen Familiendrama liegen?




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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (1. Mai 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442457165
  • ISBN-13: 978-3442457168
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 781.359 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Aufregend, glaubwürdig, fesselnd erzählt! Christa von Bernuth meistert ihren Stoff um den Zerfall einer scheinbar mustergültigen Mittelstandsfamilie bravourös. Mit Untreu ist ein richtig guter deutscher Krimi dabei herausgekommen.

Die Leiche des Unternehmers Thomas Belolavek wird im Garten seines Hauses von der Polizei gefunden. Die Spuren deuten auf ein Verbrechen hin. Frau und Tochter des Ermordeten sind und bleiben spurlos verschwunden. Kommissarin Mona Seiler und ihr Team befragen Bekannte und den Geschäftspartner des Toten, fördern allerdings zunächst nur als Erkenntnis zu Tage, dass die Belolaveks eine rundum glückliche Musterfamilie gewesen sein mussten. Doch dann werden die Ermittler durch den Hinweis, Karin Belolavek habe einen wesentlich jüngeren Geliebten gehabt, auf die Spur des vorbestraften Milan Farkas gebracht. Dieser gesteht seine Liebe zu der älteren Frau unumwunden ein, streitet aber jede Schuld am Tod von Thomas Belolavek ab.

Die Polizisten müssen den Verdächtigen ziehen lassen, Seiler setzt allerdings ihren unerfahrenen Kollegen Bauer auf Farkas an. Die Ereignisse überschlagen sich, als die Kommissarin tätlich angegriffen und Bauer während der Observierung niedergestochen wird. Mona Seiler wird von Schuldgefühlen, Erfolgsdruck, ihrer eigenen unbefriedigenden familiären Situation und tiefem Verständnis für die verschwundene Karin Belolavek geplagt. Doch sie weiß, dass ihr analytischer Blick ungetrübt bleiben muss. Wenig Zeit bleibt ihr, Karin und ihre Tochter Maria zu finden.

Untreu ist eine intelligente und sehr unterhaltsame Milieustudie. Von einem überflüssigen erzählerischen Exkurs in den Satanismus und wenigen bemüht originellen Einschüben abgesehen, die der Plot nicht nötig hat, liefert von Bernuth eine überzeugende, raffiniert gestrickte Story. Geschickte Wechsel der Erzählperspektive und die Gebrochenheit der Hauptfiguren sorgen für überraschende Wendungen der Handlung, ohne dass deren Glaubwürdigkeit darunter leidet. Sehr erfreulich! --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein spannender und hochwertiger Krimi, der einen Vergleich mit Bestsellern aus der Feder einer P. D. James oder Elizabeth George durchaus standhält.« (ZDF)

»Gut gezeichnet die einzelnen Charaktere, unvergesslich die ständig an sich zweifelnde Kommissarin. Meisterhaft!« (Madame)

»Christa v. Bernuth schickt ihre Protagonisten genau dorthin: in die Niederungen der verborgenen Obsessionen und Skrupellosigkeiten. Wie ihre englischen und amerikanischen Kolleginnen lotet sie die psychologischen Tiefen aus, die einen Menschen zum Gewalttäter werden lassen.« (Die literarische Welt)

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Übertifft "Die Stimmen" 6. Juni 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Ich war schon von dem Roman "Die Stimmen" total begeistert,aber spätestens seit "Untreu" kann man wohl sagen, dass Frau von Bernuth keine Eintagsfliege ist. Finde es ganz klasse, dass wir in Deutschland eine Autorin haben, die amerikanischen bzw. englischen Kolleginnen wie Mary Higgins Clark oder Minette Walters locker den Rang abläuft. Ihre Bücher sind tatsächlich spannender, unterhaltsamer und intelligenter als die der o.g. Autorinnen.
Was mich zudem freut,ist,dass Frau von Bernuth es schafft ihre Bücher auf höherem sprachlichen Niveau zu schreiben,aber dennoch nicht zu trocken oder langatmig.
Bitter noch viel mehr davon!!!! :-)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tod durch Untreue 5. Juni 2005
Von marielan VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Die Leiche von Thomas Belolavek wird aufgefunden, seine Frau Karin und seine Tochter Maria sind verschwunden. Obwohl die drei als glückliche Familie galten, kommt schnell ans Tageslicht, dass Karin einen Geliebten hatte, einen über 10 Jahre jüngeren ehemaligen Strafgefangenen. Mona Seiler, alleinerziehende Mutter eines 13jährigen depressiven Jungen, reibt sich auf zwischen ihren Ermittlungen und ihrer Verantwortung.
Zunächst einmal hat die Autorin ihre Protagonistin ein wenig abseits des normalen Ermittler-Lebens angesiedelt, indem sie Mona mit Anton als Partner ausstattet, der sein Geld mit halb-legalen Geschäften verdient und damit auf der andern Seite des Gesetzes steht. Doch leider wird auch Mona mit einem Merkmal versehen, ohne das es anscheinend keinen Ermittler zwischen Schweden und Sizilien geben darf: Die Priorität des Berufes bis hin zum völligen Erschöpfungszustand und Abschieben der persönlichen Beziehungen in die zweite Reihe. Das schlechte Gewissen gibts gratis dazu, und auf jeder dritten Seite wird erwähnt, dass der/die FahnderIn eigentlich ins Bett gehört.
Der Kriminalfall lebt von einer raffinierten Irreführung des Lesers, die sich leider zu lapidar auflöst. Auch Marias Verstrickung in den Satanskult ist zu hoch gegriffen; zwischen ein wenig erklärbarer Magie und Satanismus klafft eine breitere Lücke.
Ein ansprechender, interessant und spannend geschriebener Roman mit einer sympathischen Protagonistin, aber kein Krimi, der mich uneingeschränkt begeistern könnte.
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der verbotene Reiz des Kriminellen 28. Februar 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Eine verheiratete, gutbürgerliche und vor allem gelangweilte Ehefrau mit exotischem Namen läßt sich von einem gutaussehenden und wesentlichen jüngeren Kriminellen verführen. Der Reiz des Verbotenen, der Reiz der anderen Welt endet für Karin Belovalek dramatisch. Ihr Mann, ein Computerexperte wird ermordet, sie verschwindet mit ihrer Tochter spurlos. Christa von Bernuth hat wirklich gründlich in einer Jugendstrafanstalt recherchiert. Zum Vorschein kommt ein flüssig geschriebener Roman, der mit der Mär der Resozialisierung von Kriminellen durch die liebende Hand einer bürgerlichen Frau Schluß macht und die Denkweise von Kriminellen in brutaler Ehrlichkeit aufzeigt. Eindringlich und warnend! Lesen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von stargirl
Format:Taschenbuch
DER INHALT

Der Roman beginnt mit einem Leichenfund, der Unternehmer Thomas Belolavek wird im Garten seines Hauses von der Polizei gefunden. Die Spuren deuten auf ein Verbrechen hin. Sowohl die Ehefrau, als auch die fünfzehnjährige Tochter des Ermordeten sind und bleiben spurlos verschwunden, niemand weiß, ob beide untergetaucht, entführt oder gar getötet worden sind.

Kommissarin Mona Seiler und ihr Team befragen Bekannte und den Geschäftspartner des Toten, alle schildern die Familie als rundum glückliche Musterfamilie, die Geschehnisse werden als unerklärlich beschrieben. Doch dann werden die Ermittler durch den Hinweis, Karin Belolavek habe einen jungen Geliebten gehabt, auf die Spur des vorbestraften Milan Farkas gebracht. Dieser gesteht seine Liebe zu der älteren Frau unumwunden ein, streitet aber jede Schuld am Tod des Ehemannes ab. Obwohl es unklar ist, ob er der Mörder ist und seine Geliebte mögliche Komplizin, muss die Polizei ihn aus Mangel an Beweisen aus der Untersuchungshaft entlassen. Kommissarin Seiler beauftragt ihren jungen Kollegen Bauer, den Verdächtigen zu beschatten. Als dieser daraufhin während der Observation niedergestochen wird, überschlagen sich die Ereignisse. Auch Seiler wird überfallen, als sie die Wohnung des Verdächtigen Farkas noch einmal überprüfen will.

Die Kommissarin hat Schuldgefühle wegen Bauer und fühlt sich zunehmend unter Druck, den Fall endlich zu lösen. Als auch noch der Hauptverdächtige Farkas ermordet wird, gibt Seiler ihren minderjährigen Sohn, der offensichtlich unter Depressionen leidet und bereits einen Selbstmordversuch hinter sich hat, in die Obhut des leiblichen Vaters Anton.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bessessenheit in mehrfacher Hinsicht 28. Januar 2008
Von Regenfisch TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Untreu" von Christa von Bernuth ist ein äußerst spannender Thriller, der mit den guten nordischen Thrillern durchaus mithalten kann-eine echte Entdeckung!
Thomas Belolavek wird tot in seinem eigenen Gartenhaus gefunden. Ermordet. Seine Frau und seine Tochter scheinen wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Völlig rätselhaft bleiben die Geschehnisse rund um die "Bilderbuchfamilie"- kein Nachbar, kein Bekannter kann etwas Negatives berichten.
Die Ermittlerin Mona Seiler weiß sich keinen Rat mehr. Nicht nur der Fall gibt ihr einige Rätsel auf- auch ihr Privatleben scheint aus den Fugen zu geraten. Die Mordermittlung kostet ihre gesamte Zeit und so überlässt sie ihren selbstmordgefährdeten Sohn dem zwielichtigem Lebensgefährten.
Doch plötzlich kommt Bewegung in die Sache: Eine Freundin der Vermissten Karin meldet sich bei der Polizei und macht eine entscheidende Aussage: Die "saubere" Hausfrau hatte einen 16 Jahre jüngeren Geliebten. Doch von ihr und ihrer Tochter Maria bleiben weiterhin spurlos verschwunden.
Christa von Bernuth gelingt es, einen sehr spannenden Thriller mit mehreren Handlungssträngen zu gestalten. Mit dem Stilmitttel des Perspektivenwechsels gelingt es ihr, die Sichtweise mehrerer Personen zu beleuchten. Der Leser tappt lange im Dunkeln. In kursiver Schrift sind in einem Brief die Gedankengänge der Täterin eingeschoben, die man aber auch erst nach und nach zuordnen kann.
Den satanischen Exkurs finde ich nicht überflüssig, denn somit kommen sowohl Kai als auch Maria ebenfalls als Täter in Frage.
Bernut hat einen sehr flüssigen und sprachlich schönen Schreibstil. Somit ist der Thriller in jeder Hinsicht ein Hochgenuss.
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