Selbst eingefleischte Byrds Fans mögen mitunter Schwierigkeiten gehabt haben, bei den gravierenden stilistischen Wechsel dieser Band 'mitzugehen'. Das unterscheidet sie schon mal von den meisten anderen Bands, selbst aus dieser wechselhaften Epoche der Musikgeschichte. Immerhin, sie waren die wohl besten Dylan Coverer und dessen Zuneigung zu den Byrds ist verbürgt. Hier prä-covern sie zwei Lowell George Titel, Willin (erst auf CD veröffentlicht) und Truck Stop Girl, nämlich ein Jahr bevor Little Feat sie selbst heraus brachten und Skip Battin als neuer Bassist fügte sich kreativ in ein Ensemble ein, das viele bereits im Sinkflug wähnten, die jetzt doch noch eine Scheibe raus taten, eine gedoppelte sogar, mit zwei Live Seiten (oft genug der sichere Hinweis eines Auflösungsprozesses, bei dem noch mal die Kasse zum Klingeln gebracht werden soll), doch wenn es überhaupt eine Schwäche an diesem Album gibt, dann den Rückgriff auf den Titel, mit dem die Byrds durchgestartet waren, denn mit dem Mr. Tambourine Man Jingel Jangel hat diese Musik nur noch ihre Geschichte gemein und McGuinn, der das Vorgängeralbum quasi solo gesungen hatte, teilte hier das Mikro mit allen Bandmitgliedern, wie auf den Beatles Alben, was dem Gesamteindruck nur gut getan hat. Eine Klasse Scheibe, aus der ein Eight Miles High Jam heraus ragt und die mit Clarence White einen der besten Understatement Gitarre Spieler seiner Zeit in ihren Reihen hatte. Ich bin glücklich, dass ich den anderen Rezensenten vertraut habe. Danke!