Dreckiger Street Punk, gepaart mit folkigen Melodien und Dudelsackklägen: Da fallen einem zuerst The Real McKenzies ein. Stimmt, mit denen kann man Pipes And Pints teilweise durchaus vergleichen. Wer solche Musik macht, muss doch eigentlich von der US-Ostküste stammen, oder? Weit gefehlt: Pipes And Pints kommen aus Tschechien. Aber die Leningrad Cowboys kommen ja auch nicht aus Russland. Los geht's auf "Until We Die" mit "The Gael", einem instrumentalen, verrockten Traditional. Danach wird das Gas durchgetreten und genau das geliefert, was man von dem Genre erwartet: Simpel gestrickte Songs mit Mitgrölrefrains. Ein wenig Abwechslung darf auch mal sein, in "Kensington Club" etwa gesellen sich Westernklänge zum Sound hinzu. Ansonsten kommt das Album ohne große Überraschungen aus, aber wer braucht die bei dieser Musikrichtung schon? An die anfangs erwähnten Real McKenzies oder gar die übermächtigen Dropkick Murphys kommen Pipes And Pints zwar noch nicht heran, aber das kann ja noch werden.