Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...sehr kurzweilig - günter grass langweilt uns NICHT ....!, 16. Februar 2009
Günter Grass` Tagebuch 1990 - man muß es fast ein Reisetagebuch nennen - langweilt nicht. Das ist das Wichtigste - alles weitere ist sekundär! Grass war 1990 ständig unterwegs, von einem Wohnsitz zum anderen, unterwegs zu vielen Lesereisen in den Osten Deutschlands, unterwegs mit dem Bundespräsidenten (nach Polen), unterwegs zu Familientreffen etc. etc .... Er trifft im Tagebuch den Tonfall des "Unterwegs-sein" äußerst gut, das stete "sitzen auf gepackten Koffern", das ständige aus- und wieder einpacken.
Dass Günter Grass mit seiner negativen Sicht auf die damals statt findende (sogenannte) deutsche Wiedervereinigung recht hatte, wissen wir schon lange. Ein paar Feuilletons haben sich darüber lustig gemacht. Na,und !
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Immer noch auf dem Weg, 16. Februar 2009
Es ist schon erstaunlich, aber es ist ja wirklich so, Günter Grass, unser alter Erzähler, er berichtet Bekanntes und Unbekanntes, Erstaunliches, Fremdes, noch nicht Gehörtes und immer wieder schon Gehörtes.Und er berichtet Familiäres.
Da denkt man bisweilen, also hier könnte er etwas weniger... und dann kommt, so ab Mitte des Buches bisweilen Ruhe auf, endlich.
Und trotzdem geht es wieder weiter, immer dem Erzählstrang entlang,dem Tagebuch 1990, getrieben, geplagt, erfreut und in Erinnerungen sich findend, suchend, Deutschland ist sein Fall und die Beziehung zu Polen.
Ab und an dann Hiebe gegen dies und das, diesen und jenen, seitlich geführt und dezent, wie mit dem Degen, nicht mit dem polnischen Säbel.
Nein, Spaß beiseite, es macht, wenn man sich die Zeit nimmt, wirklich Spaß, wenn man einfach weiterliest und dann kommt wieder das auf, was man an ihm liebt, das wirklich gut Gemachte am Erzählen, wenn er weich zeichnet, zart wird, kaschubisch, pommrig gar, heimelig, wenn er kocht oder leicht angedeutet Speisen entwirft, hinwirft auf den Tisch (der oft gedeckt ist).
Das alles hat Stil und trotzdem, aufpassen Leute, es kann anfänglich langweilen! Zuviel Zusammengepresstes auf einmal, das man entschlüsseln muß.
Politisch wird er immer wieder, wie denn auch nicht!
Und wen er alles kennt!
Ja, die Zeit der großen Wende in der "Gechichte" Deutschland und Europas und überhaupt, das Jahr 1990 und seine Bedeutung für uns, für Polen und Europa insbesondere.
Und die Lust am Schreiben, die hier wieder einmal bemüht wird bis hin einer womöglichen deutsch/polnischen Friedhofsgesellschaft(!). Aber das darf er, er unser Meister im Erzählen und Schwadronieren.
Ja, ich nehme dieses Buch an,5 Sternchen, basta!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Enttäuschende Reise, 2. Oktober 2009
Ein schöner Titel ist es, "Unterwegs von Deutschland nach Deutschland", da erwartet man einen beeindruckenden Bericht von Land und Leute, von der großen Freude über die Wiedervereinigung unseres Landes und darüber, dass eine kluge Politik die Gunst der Stunde nutzte und das elendige DDR- Regime einschließlich der russischen Besatzungsmacht beendete.
Statt dessen Genossen- und Parteienstreit. Beschwörungen, dass der politische Einigungsprozess scheitern und Westdeutschland die DDR unter Bevormundung der Menschen dort, auffressen wird. Dann eine Reise nach Portugal, wo die Landschaft auch nicht mehr das ist, was sie einmal war. Ein Buch voller Pessimismus mit überzogenem "Linksdrall", von einem Mann geschrieben, der mit seiner Vergangenheit hadert, die Gegenwart nicht versteht und von der Zukunft keine Vorstellung hat. Mit alten Parteiprogrammen links ausgerichteter Gruppen wäre man da besser bedient gewesen.
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