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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
die Eitelkeit des Schriftstellers,
Rezension bezieht sich auf: Unterwegs nach Cold Mountain. (Taschenbuch)
Nach der Lektüre dieses Buchs fiel es mir sehr schwer, mich festzulegen, ob ich es sehr gut oder sehr schlecht fand. Denn es war beides. Ich musste lange überlegen, bis ich herausfand, was mich so an diesem Buch gestört hat. Schließlich erkannte ich: Es war die Attitüde des Autors.Er kann wirklich sehr gut schreiben, und er ist sich auch dessen bewusst. So vertändelt er mehrere Seiten mit der Beschreibung eines amerikanischen Waldes. Alles sehr poetisch, sehr sinnlich und bildhaft, sehr klar beobachtet; bla bla bla, wunderschön. Aber damit setzt sich der Autor selbst in Szene, als würde er rufen: "Seht her wie talentiert ich bin! Ich bin der neue Walt Whitman! Ich singe Amerika herbei!" Zum Buch im Original ist weiterhin zu sagen, dass Frazier Satzzeichen und Groß-/ Kleinschreibung auf sehr eigenwillige, sehr irritierende Weise anwendet. Dem gegenüber steht die überaus karge Beschreibung seiner Figuren. Von Inman und Ada erfahren wir nicht, wie alt sie sind, wie dick oder dünn sie sind, welche Haarfarbe sie haben, etc (was, wie ich meine, zur Basisinformationen der Figurengestaltung gehört). Über Ruby erfahren wir nur einen einzigen Satz: "Sie war ein sehr dunkles Mädchen" - dies führt zum Missverständnis, sie sei Afroamerikanerin. Viel später stellt sich heraus, sie ist in einem Indianerdorf aufgewachsen; somit ist sie wohl keine in Freiheit aufgewachsene Sklaventochter im vorkriegsbürgerlichen Süden der USA, was historisch verwunderlich wäre. Diese Informationen bleibt der Autor aber seinen Lesern schuldig. (Dass sie später von Renee Zellweger gespielt wurde, ist höchst ironisch - wäre Frazier an der entscheidenden Stelle nur ein wenig deskriptiver gewesen!) Es hat mich sehr geärgert, dass Charles Frazier sich mehrere Seiten Zeit nimmt, um Landschaften zu beschreiben, aber beim Tod einer seiner Hauptfiguren nur wenige Sätze dazu zu sagen hat. Ich hatte das Gefühl, Frazier kann seine eigenen Figuren nicht leiden, sie sind ihm vielmehr lästige Statisten, die dazu dienen, ausschweifend beschriebene Kulissen zu durchqueren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Liegt's an der Übersetzung ins deutsche?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Unterwegs nach Cold Mountain (Taschenbuch)
Ich kann mich den vorangegangenen Rezensionen nicht anschließen, habe das Buch allerdings im Original gelesen. Vielleicht liegt es daran, daß es unserer Sprache nur unter der Feder wirklicher Genies gelingt, Komplexes und Tiefergehendes auch fließend und spannend zu erzählen, der Rest ist meist -wahrscheinlich so wie das meine Vor-RezensentInnen empfunden haben- klischeehaft, holprig und kompliziert was in der Summe Langeweile verursacht.Nicht dieses Buch jedoch, aber wahrscheinlich ist es eben schlecht übersetzt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wunderbares Buch von jemandem, der Amerika liebt.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unterwegs nach Cold Mountain (Gebundene Ausgabe)
Viele Autoren haben versucht, über die Zeiten während und nach dem amerikanischen Bürgerkrieg zu schreiben -mancher besser, manche weniger gut. Frazier beschreibt die Wanderung und die Erlebnisse seiner Hauptfigur, als ob er es selbst gewesen oder er mitgereist wäre. Selten habe ich eine solch einfühlsame und detaillierte Beschreibung über den kurzen Abschnitt aus dem Leben eines unbedeutenden Mannes und seiner Leiden gelesen. Wie unglaublich schön sind des Autors minutiösen Darstellungen der unterschiedlichen Charaktere, der Tiere und der Pflanzen und der Bergwelt im Südosten Amerikas! Wer die Muße hat, sich an dieses Buch zu wagen und es ganz lesen, wird etwas ganz Besonderes erleben.
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