Spielt ein berühmter Darsteller in einem kleinen Film wird, wird dieser gerne neu aufgelegt, wenn der Schauspieler wie in unserem Falle Rupert Grint mit der "Harry Potter" Reihe, wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Man hat den 2008er Streifen "Driving Lessons" mit neuem Cover und neuen Bemerkungen wie Der Regisseur von... und die Macher von... sowie neuen Titel "Unterwegs mit Evie" versehen und erneut ins Rennen um die Zuschauergunst geschickt. Das macht den tollen Film nicht schlechter, Fans des Helden müssen aber auf der Hut sein bevor sie den Film doppelt kaufen. Von uns gibt es deshalb die selbe wohlwollende Rezension:
Als Teenager hat man ja schon Probleme genug, aber Ben hat es noch eine Ecke schwerer. Der ruhige und zurückhaltende Junge wächst nämlich in einer christlichen Familie auf. Das ist eigentlich nicht ungewöhnlich und auch die Tatsache, dass der Herr Papa Pfarrer ist geht soweit in Ordnung. Bens dominante Mutter jedoch, hat sich die Nächstenliebe in besonders großen Buchstaben auf die Fahne geschrieben und somit erzieht sie ihren Sprössling sehr eigenwillig. Erst als Ben auf der Suche nach einem Job, den Verdienst muss er auf Anweisung seiner Mutter den Armen spenden, die alte Dame Evie kennen lernt, nimmt sein Leben einen anderen Lauf, denn Lady Evie hat es faustdick hinter den Ohren."Unterwegs mit Evie" ist eine gelungene Komödie, die gänzlich auf platte Gags verzichtet und durch hintergründigen britischen Humor glänzt. Rupert Grint, spielt diese Figur des Ben sehr authentisch und überzeugt auf ganzer Linie. Man nimmt ihm den schüchternen, tollpatschigen Teenager voll ab. Julie Walters (auch bei "Harry Potter") verkörpert eine clevere, schlitzohrige und dennoch bemitleidenswerte Evie Wilson.
Regisseur Jeremy Brock, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist, hat einen gelungenen Film geschaffen, der Komödie, Drama und Romantik zu einem sehenswerten Einblick in zwischenmenschliche Beziehungen verbindet. Somit ist der Film sehr nahe an Klassikern wie "Harold & Maude".