"Angesichts sich abzeichnender Umwelt- und Finanzkatastrophen kann es im Blick auf unsere Zukunft nicht mehr um Teillösungen gehen", schreibt Prof. Dr. Maximilian Gege in seinem neuen Buch. Die globale Finanzmarktkrise dieser Tage bestätigt seine Vorschläge schneller als sicher vermutet. Gege ist Mitgründer und Vorsitzender des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e.V.), Europas größter Umweltinitiative der Wirtschaft und ist seit rund 30 Jahren im Themenbereich Umweltmanagement und nachhaltige Entwicklung aktiv.
Er stellt in seinem Buch "Unterwegs zu einem ökologischen Wirtschaftswunder" ein umfassendes Zukunftsprogramm vor, welches zielgerichtet praktische Lösungen anbietet, die sowohl Arbeit und Einkommen schaffen, als auch verbesserte finanzielle Spielräume für dringend notwendige Zukunftsinvestitionen. Es ist ein in sich vernetztes und umfassendes Zukunftsprogramm als Start für ein ökologisches Wirtschaftswunder. Sein Vorschlag: ein ganzheitlicher Ansatz, der die prognostizierten negativen Folgen des Klimawandels nicht nur mildern, sondern nachhaltig zum Positiven wenden soll.
Anhand von konkreten Beispielen stellt Gege dar, wie man enorme Kosten beispielsweise bei der Energiegewinnung oder Abwasseraufbereitung einsparen könnte und diese eingesparten Gelder in die Zukunft investieren könnte. Dabei listet er nicht nur eine Vielzahl von Möglichkeiten auf, sondern nennt auch die Probleme, die eine Umstellung auf umweltschonende Alternativen verhindern. So rüttelt er auch an dem grundsätzlichen Missverständnis, dass umweltschonende Technologien nur eine Belastung für das eigene Unternehmen darstellen. Laut Gege hat die Menschheit heutzutage mehr denn je das Wissen, das Kapital und die technischen Möglichkeiten, eine nachhaltige Welt zu errichten. Die neuen Technologien, von denen er spricht fördern nicht nur eine saubere Umwelt, sondern bergen auch großes wirtschaftliches Potential.
Die Initialzündung zur Umsetzung seiner Vorschläge wäre ein Zukunftsfonds, durch den Unternehmen und Haushalte die Möglichkeit hätten, auf nachhaltige Methoden umzustellen. Kapital dafür wäre durchaus vorhanden. Nur fünf Prozent des deutschen Geldvermögens und Erbschaftsvolumens würden über einen 10-jahres Plan Finanzmittel von circa 1650 Milliarden Euro freisetzen. Die Folgen davon wären nicht nur Steuersenkungen, höheres Einkommen, neue Arbeitsplätze und größere Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch eine geringere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Öl.
Dieser und auch die vielen anderen Möglichkeiten, die Gege aufzeigt, machen sein Modell für den Weg zu einem ökologischen Wirtschaftswunder so interessant und das Buch lesenswert. Anstatt die düstere Lage des weltweiten Klimas und die katastrophalen Folgen aufzuzeigen und lediglich Handlungsbedarf zu konstatieren, liefert er ein komplettes Programm mit konkreten Lösungen. Dabei geht er nicht mit einer rein ökologischen Perspektive an das Thema heran, sondern bezieht auch die wirtschaftliche Dimension mit ein. Die Vorschläge sind es wert ein breites Echo und einen Platz in Diskussionen zu Zukunftsfragen unserer Gesellschaft zu finden
Dabei greift er ein breites Spektrum ab und spricht damit nicht nur einzelne Personengruppen an. Er liefert ein gesamtgesellschaftliches Konzept, an dem sich nicht nur Unternehmen aller Größen, sondern auch Haushalte und Politik orientieren können.
Unterwegs zu einem ökologischen Wirtschaftswunder: So retten wir das Klima