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Unterwegs im Namen des Herrn
 
 
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Unterwegs im Namen des Herrn [Gebundene Ausgabe]

Thomas Glavinic
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 3 (29. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446237399
  • ISBN-13: 978-3446237391
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.515 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine aberwitzige und bitterböse Reportage einer Pilgerfahrt ins bosnische Medjugorje. ... Glavinic, in großartiger 'Das bin doch ich'-Bestform schafft es, nicht etwa die Gläubigen, sondern vor allem sich selbst ad absurdum zu führen." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.11 "Literarisch verarbeitete Selbstversuche sind vor allem dann unterhaltsam, wenn sie über das Selbst hinausblicken, wenn der Autor die Umgebung auf sich wirken lässt. Thomas Glavinic hat eine feine Antenne und strickt aus seinen Beobachtungen feine Pointen." Rudolf Neumaier, Süddeutsche Zeitung, 27.08.11 "Dieses vom Regen-in-die-Traufe-Geraten, vom Debakel ins Desaster, von den Rohen zu den Verrohten, das ist eine ziemlich spektakuläre Geschichte." Rudolf Neumaier, Süddeutsche Zeitung, 27.08.11 "Eine teuflisch komische Pilgerfahrt zum eigenen Ich...Voller Witz und Wahnsinn." Martin Oehlen, Kölner Stadt-Anzeiger, 27.09.11 "Wenn man je auf Pilgerreise gehen sollte, dann nur mit diesem Glavinic. Diesem Teufelskerl." Tobais Becker, Spiegel online, 12.09.11

Kurzbeschreibung

Die Pilgerfahrt auf den Balkan soll eigentlich zur Erleuchtung führen. Doch die bleibt aus. Thomas Glavinic und der Fotograf Ingo stehen kurz vor dem Nervenzusammenbruch: Die vierzehnstündige Busfahrt nach Bosnien mit den kauzigen Mitreisenden war schlimm genug. Im Pilgerort Medjugorje landen die beiden in einer perfekten Abfertigungsmaschinerie für gläubige Touristen. Zermürbt von den endlosen Gebeten der Religionsanhänger, versuchen sie zu fliehen, doch schon bald wünschen sie sich, sie wären bei den Predigern geblieben. Mit seinem neuen, brillanten Buch beweist Glavinic: Er ist böse - vor allem sich selbst gegenüber.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Atalante
Format:Gebundene Ausgabe
'Wer nach Medjugorje fährt und auf keinen der Berge geht, der STOLPERT IM LEBEN- UND FALLT.' (S. 77)

Begeistert von der sarkastischen Selbstanalyse in seinem 2007 erschienenen Roman 'Das bin doch ich', griff ich zu Glavinics neuem Buch. Schon der Titel 'Unterwegs im Namen des Herrn' verspricht eine ähnlich amüsante Annäherung ans Pilgermilieu.
Glavinic findet Lourdes zu teuer, weshalb er sich begleitet von Freund und Fotograf Ingo nach Medjugorje aufmacht. Die Beiden pilgern nicht per pedes, sondern werden in einer frommen Busladung nach Bosnien-Herzegowina verfrachtet. Ein Bus voller Pilger, die sich die vierzehnstündige Fahrt mit Beten und Fasten, mit Heiligenlegenden und Erweckungsgeschichten zu verkürzen suchen, kann zur Tortur werden.
Beim ungläubigen Thomas und dem nicht minder unfrommen Ingo löst sie eine unstillbare Sehnsucht nach Schlaf, nach Aufputsch- und Betäubungsmitteln aus. Spätestens nach der Ankunft in Medjugorje wird klar, daß es nicht nur darum gehen wird, die Absurditäten eines Pilgerparadieses aufzudecken. Glavinic, der aufgeklärte Atheist, scheitert an den Verteufelungen der Annalinda Antilopa, Nonne. Er reagiert mit Abscheu und Angina, unterliegt fast einer Annalinda Hypochondrica. Oder war es gar ein Fluch? Uns Leser bringt er so um weitere Einblicke in örtliche Kulte und Rituale. Dennoch schildert der Geplagte flott und unterhaltsam seine Erfahrungen. Glavinic gibt Tipps wie man in Pilgerherbergen gegen die nächtliche Ausgangssperre revoltiert und glänzt mit einer gehörigen Portion Apothekerwissen. Etliche Xanor und andere Pillen weiter, die mit Niedrig- und Hochprozentigem runtergespült werden, ist es dann mit der halbherzigeren Pilgerei endgültig vorbei.
Schriftsteller und Fotograf verlassen den Ort des gläubigen Irrsinns, um sich vom leicht verrückten Vater zum nächsten Flug bringen zu lassen. Nur ein Nachtquartier fehlt und dieses finden sie schließlich bei einem Mann, dessen Art und Anwesen nach dubiosen Geschäften riecht. Es folgt eine durchgeknallte Nacht, anstrengend für den kranken Autor wie für die Leserin, aberwitzigen Trost spenden einzig die Zettelbotschaften aus Medjugorje. Sind Krankheit und Chaos gar ein Fluch der Gospa, den der Kapuzenmann den ungläubigen Pilgern prophezeite?
Schließlich bringt ein turbulenter Rückflug die beiden Blues Brothers zum Ausgangspunkt ihrer Mission und an das Ende eines ebenso turbulenten Buchs. Die Gospasegen sind aufgebraucht und einer Sache können wir ganz sicher sein. Bei Glavinic klingelt kein Glöckchen, nirgends.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von RockBrasiliano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses schöne Büchlein vom österreichischen Autor Thomas Glavinic habe ich fast in einem Ratsch runtergelesen.

Die Geschichte ist recht locker dahergeschrieben und führt den Leser in das Innere eines tief gebeutelten Menschen, der sich, aus welchen Gründen auch immer, auf Pilgertour in das bosnische Medjugorje, einer Art Lourdes des Balkans, begibt. Natürlich muss er sich einer organisierten Busreise anschließen, die ihn in die Nähe skurriler Glaubensvorstellungen seiner Mitpilger bringt.

Nun, unser Held weiß sich doch ziemlich gut demgegenüber abzuschirmen, dank Bier, zunehmend größeren Mengen an Psychopharmaka und seinem Handy mit dem er ständig SMS verschickt. Entsprechend wird an den ganzen Angeboten, die Unterwegs und in Medjugorje auf ihn warten könnten auch meistens gar nicht teilgenommen, da ihn des öfteren ein mulmiges Gefühl beschleicht, das dringend mit Alkohol und Erstmal-Ausruhen bekämpft werden muss. Später driftet die ganze Geschichte noch total ab, als Thomas und sein ebenfalls recht neurotischer Mitreisender zu einem Bekannten seines Vaters eingeladen werden und die Party im totalen Exzess endet.

Viel Spaß scheint er nicht gehabt zu haben- war es letztlich eine Art Büßertour, die sich der Autor da angetan hat? Inwieweit das tatsächlich alles selbst erlebt ist, kann man vielleicht mal in Zweifel ziehen. Das misanthropische Gefühl und die verschiedenen Ängste, die dieses Buch vermittelt kommen aber zumindest "echt" rüber. Jedenfalls muss man sich diesen Trip nicht unbedingt als Kerkelingschen Jakobsweg vorstellen, wer hier soetwas erwartet, kann sich auf eine Enttäuschung gefasst machen. Das Buch wurde in verschiedenen anderen Rezensionen als oberflächlich bezeichnet. Dem kann ich mich eigentlich nicht anschließen, da der Autor selbst hier möglicherweise sehr viel von seinem Inneren preisgibt. Im Buch wird man tatsächlich (fast) nur eine Beschäftigung mit sich selbst vorfinden, wer eventuell religiöse Anklänge, philosophische Betrachtungen, oder spannende Sachinformationen im witzigen Gewand erwartet, wird mit dem Buch wahrscheinlich nicht viel anfangen können. Für mich war es einfach gute Unterhaltung, ein bisschen Horrortrip auf nachvollziehbarem Niveau und ein schönes Beispiel aktuell verbreiteter Befindlichkeit.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Oberflächlich und belanglos 11. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Aus diesem Thema hätte man viel mehr machen können. Eine noch viel genauere Beschreibung der Umstände, der Pilger und was sich sonst noch alles um Medjugorje abspielt. Stattdessen wird darin viel mehr ausgewalzt welche Tabletten bzw. wieviel Bier man zu sich nahm und was einem sonst noch so weh tat. Der Kern der Sache, die Pilgerschaft und ihre Auswüchse, werden nur am Rande gestreift. Als kleine, witzige Kurzgeschichte über 15-20 Seiten wär dies auch noch ganz nett gewesen ...aber so. Wenn man schon ironisch an ein Thema herangehen will, dann schon richtig - vor allem gelingt dies nur, wenn man ein guter Menschenkenner und Beobachter ist und dies dann auch literarisch umsetzen kann. Ich würde sagen, viel Wind um wenig - aber über dieses Buch muss sich wirklich kein aufrechter Katholik empören - es ist einfach zu belanglos.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Die etwas andere Pilgerreise
Das Buch "Unterwegs im Namen des Herrn" ist sehr lustig geschrieben, ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Sonja veröffentlicht
Thema verfehlt
Mein erstes Glavinic-Buch und gleich ein kräftiger Griff in die K***e. Der Autor interresiert sich gar nicht für die Motive der Wallfahrer, sondern ergötzt sich an... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Roman Bialkovsky veröffentlicht
Öd und seicht
Sofern man das Buch überhaupt zur Hand nehmen will, genügt durchaus die Lektüre des Klappentextes und ein paar Seiten sozusagen diagonal gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Wolfgang Pfarl veröffentlicht
Eine Pilgerreise mal ganz anders
Ich habe "Unterwegs im Namen des Herrn" in einem Schwung durchgelesen.
Es ist einfach amüsant zu lesen, was der Autor auf dieser Reise so alles erlebt hat. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von DorisD veröffentlicht
oberflächlich
Das Buch ist eine Entäuschung. Man hat das Gefühl ein 14-jähriger wurde gezwungen mit der Oma eine Wallfahrt zu machen und dementsprechend führt er sich auf. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Gabi Lindner veröffentlicht
Enttäuschend
Ich habe alle Bücher von Thomas Glavinic gelesen ..... großartig! Bis auf "Lisa" und "Unterwegs im Namen des Herren". Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Jutta Ortlepp veröffentlicht
Alkoholgeschichte
Das Thema Wallfahrt nach Medjugorje als Milieu für einen Roman finde ich eine spannende und interessante Idee. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von yukonpit veröffentlicht
Langweilig & oberflächlich
Das Buch "Unterwegs im Namen des Herrn" von Thomas Glavinic ist meines Erachtens sein Geld nicht wert. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von quintus veröffentlicht
Ein 200-seitiges Balkan-Roadmovie
Thomas Glavinic und sein Freund, der Fotograf Ingo, machen sich auf den Weg zur Gospa, der Heiligen Muttergottes von Medjugorje. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Biene Maya 2013 veröffentlicht
Nicht berauschend
Die Geschichte fliesst vor sich hin, es werden viele Alltäglichkeiten erzählt, nicht ohne Witz, aber meist ohne Tiefgang. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von thezapp veröffentlicht
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