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Der Untertan [VHS]
 
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Der Untertan [VHS]

Werner Peters , Renate Fischer , Wolfgang Staudte    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Werner Peters, Renate Fischer, Sabine Thalbach
  • Regisseur(e): Wolfgang Staudte
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Icestorm Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 26. November 1998
  • Spieldauer: 104 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004RWLQ
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.543 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bis heute ist die Geschichte des Emporkömmlings Diederich Heßling das wohl erfolgreichste Buch Heinrich Manns. Die ungeheure Popularität der Satire wurde durch die Verfilmung von Wolfgang Staudte mit Werner Peters in der Hauptrolle noch befördert, wie zuvor schon der Professor Unrat durch die Sternberg-Verfilmung Der blaue Engel. Heinrich Mann hat im Untertan pointiert und bissig seiner Abneigung gegen die deutsche Kaiserzeit Ausdruck verliehen und damit seinen Ruf als gesellschaftskritischer Schriftsteller begründet.

Der Untertan in Film und Buch ist der Prototyp des deutschen Bürgers um die Jahrhundertwende. Heinrich Mann beschreibt ihn als "Chauvinisten ohne Mitverantwortung", "Machtanbeter" und "Autoritätsgläubigen wider besseres Wissen". Nach oben buckeln und nach unten treten, lautet die Maxime des Kriechers Heßling -- Opportunismus als Erfolgsprinzip. Auf Reisen in Italien, sieht der Geschäftsmann endlich die Chance gekommen, seinem Herrn und Gebieter Wilhelm II. einen Dienst zu erweisen. Er soll eine Festrede halten; bei einem Gewitter jedoch löst sich alle Ordnung auf -- eine satirische Apokalypse nimmt die Selbstzerstörung des selbstherrlichen Wilhelminismus voraus.

Regisseur Wolfgang Staudte demonstrierte mit seiner Verfilmung die innere Bereitschaft "gewisser Deutscher" um 1900, die über zwei Weltkriege hinweg 1945 zum Zusammenbruch des Landes führte. Für ihn ist Heßling ein Sinnbild des nationalsozialistischen Untertan. Im großen Kehraus der Schlussszene gibt er ihn der Lächerlichkeit preis. Auch formal machte sich Staudte dem geforderten "sozialistischen Realismus" der DEFA-Filme nicht untertan: Statt sich der Einheits-Optik der 1951 stramm propagandistisch arbeitenden Filmfirma zu fügen, setzte er auf Expressivität und experimentelle Montage. Noch heute ein Erlebnis! --Carola Feddersen

Video Jakob Kurzinhalt

s/w Diederich Heßling ist ein verweichlichtes, autoritätshöriges Kind, das sich vor allem fürchtet. Doch bald schon erkennt er, daß man der Macht dienen muß, wenn man selbst Macht ausüben will. Nach oben buckeln und nach unten treten, wird von nun an seine Lebensmaxime. So macht er seinen Weg als Student in Berlin und später als Geschäftsmann in seiner Papierfabrik in Netzig. Dem Regierungspräsidenten von Wulkow untertänig, weiß er sich dessen Beistand sicher. So denunziert er seinen Konkurrenten und schmiedet ein betrügerisches Komplott mit den korrupierten Sozialdemokraten im Stadtrat. Auf seiner Hochzeitsreise mit der reichen Guste nach Italien bekommt er endlich Gelegenheit, seinem Kaiser einen Dienst zu erweisen. Und schließlich geht sein größter Wunsch in Erfüllung: die Einweihung eines Kaiserdenkmals, bei der er die Festansprache hält - ordengeschmückt. Bis ein Gewitter hereinbricht. Als die Wolken verzogen sind, räumen Trümmerfrauen den Schutt beiseite.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Erfolg zu haben und immer das Richtige zu tun..., 25. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Untertan [VHS] (Videokassette)
...sind zwei völlig verschiedene Dinge,die einander nicht bedingen-

Das jedenfalls scheint mir die Hauptaussage in Staudtes Literaturverfilmung zu sein,die vom gesellschaftlichen Auf- und dem damit einhergehenden charakterlichen Abstieg des Diederich Hessling und einer bis ins perverse reichenden Unterwerfung unter gesellschaftliche und wirtschaftliche Normen der Kaiserzeit handelt.

Der Film zeigt eindrucksvoll, wie der Charakterzwerg Hessling es trotz ( oder gerade wegen) seiner ausgeprägten opportunistischen Feigheit zum Fabrikanten und schließlich zu einigem Ansehen bringt; ebenso werden Obrigkeitstreue und sein unreflektierter Militarismus bis an die Grenze der Karikatur nachgezeichnet, bis der Film in einer großen Rede des Protagonisten endet, die in leicht hämischer, aber eindrucksvoller Weise mit dem gewaltsamen Ende des Kaiserreichs Verbindung gebracht wird.

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5.0 von 5 Sternen "In der Darstellung hervorragende Verfilmung!!!", 2. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Untertan [VHS] (Videokassette)
"Die faszinierende Charakterstudie eines karrieresüchtigen Opportunisten & Reaktionärs: Der streng erzogene Sohn eines Fabrikanten in einer Kleinstadt macht schon früh die Erfahrung, dass es besser ist, sich jeder Form von Macht zu beugen & ihr zu dienen. Als Korpsstudent wird er zum kaisertreuen Patrioten, der ein Leben in Anpassung & Doppelmoral wählt.
Die in der Darstellung hervorragende Verfilmung von Heinrich Manns gleichnamigem Roman ist ein scharfer politischer Angriff auf den alten Preußengeist, die unter dem Deckmantel des historischen Rückblicks jede Art staatlicher Totalität anprangert."
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Einmalig, 12. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Untertan [VHS] (Videokassette)
Der Film ist eine einmalige satirische Darstellung der deutschen Gesellschaft im Kaiserreich. Dazu trägt auch bei, dass der Film in der DDR gedreht wurde. Allerdings sollte man das Buch gelesen haben.
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