Unterseeboote und Tiefseefahrzeuge ist eine Übersetzung, das im englischen Original im Jahre 2002 unter Jeffrey Tall/Submarine & Deep-sea Vehicles erschien.
Das Buch umfaßt 255 Seiten im Din-A4 Hochglanzformat und hebt sich eindeutig durch die scharfen historischen Fotografien hervor. Überdies werden die Bilder nicht als Platzhalter genutzt. Selten sieht man in anderen Büchern wie ein Uboot (aus dem Jahre 1916) die Schornsteine umkippt kurz bevor es taucht oder eines, das in einem 48 Gradwinkel aus der Wasseroberfläche schießt.
Hieran erkennt man ebenfalls, dass das Buch die Uboot-Geschichte aus dem technischen Bereich beleuchtet. So kann man sich durch die Anzahl der Zeichnungen und Angaben zu den Fähigkeiten und Besonderheiten der einzelnen Klassen ein genaues Bild machen.
Angefangen mit der "Turtle", dem ersten kampffähigen Tauchboot von 1776, das von einer Handkurbel angetrieben wurde, über die Uboote des ersten Weltkrieges, des Typs II Uboot der deutschen Marine aus dem zweiten Weltkrieg, der Gato-klasse mit Batterie -und Dieselantrieb bis hin zur Klasse der Los Angeles und Ohio Uboote mit nuklearem Antrieb. Natürlich werden auch die japanischen, französischen und russischen Uboote vergleichend vorgestellt. Begleitend zu den Ubooterklärungen erfolgt auch eine Übersicht der Meinungen der Admiräle und Präsidenten der jeweiligen zeitlichen Epoche, in der im kleinen Rahmen die strategische Sicht erläutert wird.
Die Entwicklung der Uboote ist naturgemäß an den Fortschritt der Waffensysteme gebunden. Aus diesem Grunde ist dies eines der wichtigsten Aspekte. Der Verfasser geht chronologisch vor und beginnt mit den Ubooten, die an Spitzen der mitgeführten Speere Minen befestigten. Die Torpedos, Minen -und Raketesysteme werden in Form von Zeichnungen, Bildern und Erklärungen dem Leser nähergebracht. Erwähnung finden auch die Aufspür -und Abwehrmaßnahmen, die von den einzelnen Nationen im Rahmen der Ubootabwehr ergriffen wurden.
Da liegt es auf der Hand, das auch Uboote untergehen können und, wenn nötig, auch gerettet werden müssen. So stellt die Bergung und Rettung mit "Mini-Ubooten" ein Kapitel für sich dar. Im Bereich der zivilen Nutzung werden auch wissenschaftliche Tauchboote thematisiert.
Abgerundet wird das Buch abschließend mit dem Blick in die Zukunft. Stealth -und Afterburnertechnologie sind nur zwei Punkte dieses letzten Abschnitts.
Insgesamt erhält das Buch von mir die Note "sehr gut" .