10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"ein ungewöhnliches Buch", 9. August 2001
Von Ein Kunde
"Dies ist ein ungewöhnliches Buch.", so beginnt das Vorwort der deutschen Ausgabe dieses Klassiker s von Tom Copeland, Tim Koller und Jack Murrin. Und tatsächlich, für jeden, der sich mit Unternehmensbewertung auseinandersetzen will, bietet dieses Buch alles, was ein Standardwerk bieten sollte. Sowie einen Überblick über das gesamte auch als aber auch die tiefgehende Auseinandersetzung mit einzelnen Verfahren.
Meine Epfehlung für jeden, der sich mit dem Thema Unternehmenswert und Unternehmensbewertung auseinandersetzen möchte und einen schnellen Einstieg in die Thematik sucht.
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11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
McKinsey-Handbuch: Unternehmenswert linear simulieren, 28. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Unternehmenswert: Methoden und Strategien für eine wertorientierte Unternehmensführung (Gebundene Ausgabe)
Dies ist ein McKinsey-Handbuch für eine Shareholder-Value-Technik namens "Economic Profit Modell".
Eine Shareholder-Value-Technik simuliert den Unternehmenswert einer Firma pro Szenario als Barwert der mikroökonomischen Produzentenrente dieses Szenarios, die sie mit Kapitalkosten aus einem Kapitalmarktmodell diskontiert.
Shareholder-Value-techniken unterscheidet man nach 4 Kriterien
(1) nach der Art der Szenario-Simulation (linear/nicht-linear)
(2) nach der Art der Produzentenrente (komp.statisch/dyanmisch)
(3) dem Kapitalmarktmodell (CAPM / APT)
(4) dem Art des Diskontsatzes (Diskontierung mit EK-bzw GK-Kosten).
Krass vereinfacht gibt es 2 Techniken:
(A) Das Economic-Profit-Modell von McKinsey simuliert den Unternehmenswert pro Szenario LINEAR mit einem Kennzahlen-System als Barwert der komparativ-statischen Produzentenrente des Szenarios, die es mit den gewichteten Kapitaldurchschnittskosten des CAPM diskontiert.
(B) Das CFROI-Modell der Boston Consulting Group simuliert de'n Unternehmenswert pro Szenario nicht-linear mit den Differential-gleichungen eines System-Dynamics-Modelles, wobei es pro Szenario die DYNAMISCHE Produzentenrente des Szenarios mit Kapitalkosten aus einem stochastischen Mehrfaktoren-Modell diskontiert.
Das CFROI-Modell entwickelte BCG zwischen 1968 und 1976. Weil die Nicht-Lineare Simulation mit CFROI damals sehr teuer war, entstanden primitivere Techniken der linearen Simulation, wie z.B. das McKinsey-Modell. Das McKinsey-Modell reicht für Wertpapier-Analysten, und für Controller sehr kleiner Firmen,denn es ist sehr einfach. Es taugt nicht für Industrie-betriebe, und nicht für schnell wachsende Branchen. Begründung
(1) Lineare Simulation ist eine Simulation für Arme.Die Gefahr,daß man inkonsistente Szeanarien bildet, ist bei der McKinsey-Technik sehr hoch.
(2) Das Verfahren gibt der Führung einen Anreiz das Unternehmen zu Tode zu sparen, denn man kann mathematisch beweisen, daß die McKinsey-Formeln den Unternehmenswert gerade in schnell wachsenden Branchen und in Branchen mit Erfahrungskurven-Effekten zu niedrig berechnen.
(3) Das CAPM verstärkt diese Tendenz, denn es es Unterschätzt den Wert von Marktanteil und Wettbewerbsvorteilen auf Grund von kürzeren Durchlaufzeiten.
(4) Wenn das McKinsey-Modell stimmen würde, müßte Großbritannien von allen Ländern die höchste industrielle Produktivität haben, denn es waren britische Firmen, die diese Technik Mitte der 60er Jahre entwickelten, vor allem BTR (British Tyre and Rubber).
Der Erfolg: Großbritannien hat heute überhaupt keine Industrie mehr ! Die Technik gibt einen Anreiz, Unternehmen zu Tode zu sparen (siehe Punkte 2,3).
(5) Der Abschnitt über Real Options ist zwar leicht zu lesen, aber wissenschaftlich ist er wertlos, um echte Fälle zu bearbeiten. Wer in diesem Gebiet mitreden will, der muß schon Trigeorgis, Lenos "Real Options" (1996) lesen.
Zuammenfassend ist das Buch didaktisch exzellent aufbereitet - auf Kosten der wissenschaftlichen Substanz ! Das McKinsey-Modell hat wissenschaftlich dem Stand des Jahres 1960 - bevor Jay W.Forrester 1961 die nicht-lineare Szenario-Simulation erfand - und es gibt dem Analysten einen Anreiz,Unternehmen vorzeitig zu melken, auf Kosten von Wachstum und Investitionen.
Es taugt für Wertpapier-Analysten von Banken, und primitive Simulationen in Klein-Unternehmen. Es taugt nicht für die Industrie und Firmen in schnell wachsenden Märkten.
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