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Unterm Rad

4 von 5 Sternen 109 Kundenrezensionen

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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Hallo! Ich musste diese Buch gezwungener Maßen im Deutschunterricht lesen. Als ich mir den Klappentext durch gelesen hab, hätte ich das buch am liebst wieder zurück geschickt. Nach dem ersten Lesen war ich immer noch nicht sehr beeindruckt, weil das alles sehr kompliziert geschrieben ist und eine Weile braucht bis sich das alles "gesetzt" hat.
Aber jetzt, wo ich mich mit dem Inhalt auseinander gesetzt hab, Sachen interpretiert habe und mich über den Autor besser informiert habe, scheint es mir, als wäre es einfach eine Pflicht für jeden, dieses Buch zu lesen. Es ist nicht nur ein Junge, der mit den Erwartungen nicht zurecht kommt, ich finde da steckt mehr dahinter, denn es ist so etwas wie eine kleine Autobiografie von Hermann Hesse mit allen Einzelheiten aus seiner Zeit, als er zur Schule ging.
Es ist auf alle Fälle wert dieses Buch zu lesen.
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Format: Taschenbuch
Diese Erzählung zeigt das Schicksal eines begabten Buben, dem der Ehrgeiz seines Vaters und der Lokalpatriotismus seiner Heimatstadt eine Rolle aufnötigen, die ihm nicht entspricht, die ihn "unters Rad" drängt.
Manchmal meint man, das Buch lebt: man riecht das Laub, man fühlt das kühle Wasser des Dorfbaches in der Sommerhitze an der Stirn, man leidet mit Hans mit, man denkt an die eigene Mittelschulzeit.
Der Roman enthält ungefähr eine Anleitung für Eltern und Lehrer, wie man einen begabten jungen Menschen am zweckmäßigsten zugrunde richtet.
"Unterm Rad" ist neben "Die Verwirrung des Zöglings Törless" von Robert Musil, die nachhaltigste Anklage gegen das Erziehungsritual jener Jahre (um 1900). Auch das Buch "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg behandelt fulminant die selbe Thematik.
Das Buch wurde 1903 geschrieben und ist absolut aktuell.
"Ein paar Wochen ist es her, da entdeckte ich in einem Abteil der Berliner S-Bahn zwei junge Leute. Ihre Gesichter waren über dasselbe Buch gehängt, das einer der beiden in Händen hielt. Sie lasen, sie waren verzaubert, von ihrer Haltung ging eine fast greifbare Aura der Verwandlung aus, sie blickten nicht auf, sie waren vollkommen unempfindlich für die Umwelt.
Ich habe weder vorher noch danach wieder Menschen so lesen sehen. Sie lasen Hermann Hesses "Unterm Rad". Nur die Wirklichkeit hat recht.", meinte Rolf Schneider einst.
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Format: Taschenbuch
Bei dem 1906 erschienen zweiten Roman «Unterm Rad» von Hermann Hesse drängt sich der Vergleich mit ähnlichen Werken aus meiner jüngeren Lesezeit von Musil und Joyce geradezu auf. So unterschiedlich sie literarisch auch sind, eint sie inhaltlich doch die vernichtende Kritik an der Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts praktizierten Pädagogik, für damalige Schüler, Zöglinge und Seminaristen ein aus heutiger Sicht didaktischer Albtraum. Während Joyce sich glücklich befreien kann aus seiner traumatischen Schulzeit und Musils Törless verwirrt die Ausbildung abbricht, nimmt Hesses Protagonist ein schlimmes Ende. Und da ich gerade am Vergleichen bin, sei hier vorweggeschickt, dass Hesse in diesem frühen Roman noch einem betulich neoromantischen Duktus folgt, während viele der etwa zeitgleich schreibenden Kollegen sich bereits der klassischen Moderne zugewandt hatten.

Die unduldsamsten Hesse-Kritiker sprachen nach der Nobelpreisverleihung von 1946 dann sogar von literarischem Kitsch, was ich in Hinblick auf die von mir gelesenen wichtigen Romane des Autors so nicht bestätigen kann, und das gilt auch für den vorliegenden Roman. Denn nicht nur die begeisterte Rezeption von Hesse in den USA, die sich bekanntlich am «Steppenwolf» entzündet hatte, auch die Übersetzungen in viele Sprachen der Welt zeugen von einem literarischen Status, der durch interessante Thematiken seiner Werke erklärbar ist und eben nicht durch modernistische Erzählstile. Es geht ihm um Inhalt und Botschaft, nicht um Form.

In einer unschwer als Calw, dem Geburtsort Hesses, erkennbaren Kleinstadt im Schwarzwald fällt Hans Griebenrath in der Schule als Primus auf.
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Format: Taschenbuch
Ich musste dieses Buch für die Schule lesen und ich komme zu dem Entschluss, dass es sehr lesenswert ist. Normlerweise lese ich eher Bücher in anderen Bereichen als der Belletristik, aber Unterm Rad ist eine nette Abwechslung. Der Inhalt ist trotz der mehr als 100-jährigen Lektüre immer noch höchst aktuell, obwohl ein paar Begriffe eher veraltet sind und das Lesen ein wenig verkomplizieren. Das Buch vermittelt dennoch auf knapp 170 Seiten wichtige Inhalte, die mit ein bisschen Hintergrundarbeit, wie zum Beispiel das Recherchieren der Biographie von Hermann Hesse, sogar noch interessanter sind. Die Überlastung und der Druck, welchen Hans erfährt aufgrund der Gesellschaft und deren Ideale, ist faszinierend zu lesen. Ich habe das Lesen nicht bereut und empfehle das grandiose Werk auf jeden Fall weiter.
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Von MyandMar HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 12. Februar 2007
Format: Taschenbuch
Das autobiografische Werk "Unterm Rad" ist der bedeutendste und meistgelesene deutsche Schulroman. 1906 erschienen, stellte er sich in den folgenden Jahren - mit einer Unterbrechung während des Dritten Reiches - als das provozierendste und folgenreichste Buch Hesses heraus.

Die Erzählung greift auf Hesses eigene Erlebnisse zwischen 1875 und 1897 zurück. Er erschuf für seine Geschichte zwei Figuren: die zentrale Gestalt des Hans Giebenrath (welcher Züge von Hesses Bruder Hans trägt, der sich Jahrzehnte nach der Veröffentlichung das Leben nahm) und die des genialischen, aufmüpfigen Freundes Hermann Heilner. Heilner bricht, wie Hesse selbst, aus dem streng gehaltenen Seminarverband aus und provoziert das Erziehungssystem, das er damit in Frage stellt.

Hermann Hesse klagt in seinem Roman das Schulsystem und die Erziehung von Kindern an, indem er seinen Protagonisten Hans Giebenrath am Druck, der durch sein Umfeld auf ihn ausgeübt wird, zugrunde gehen lässt. Und er wirft eine ganze Menge Fragen auf:

Welchen Stellenwert erhält das Nachdenken über sich selbst, das Eingeständnis eigener Schwächen? Wie stark sind die Zwänge der Gesellschaft im Menschen implantiert? Wo befindet sich im Schein das wahre Individuum, was entspringt dem innersten Selbst und ist nicht doch Frucht äußerer Erwartungen?

Das Buch macht uns heutige Deutsche mit einem bewegenden Schicksal bekannt, einem Schicksal, das sich durchaus wiederholen könnte: Steht nicht jede Mutter vor der Wahl, in welche Schule sie ihr Kind schickt? Staatliche oder Privatschule? Gesamt- oder Waldorfschule? Unterstützung von Autorität oder Förderung der Kreativität des "Zöglings"?
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