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Unterm Rad. SZ-Bibliothek Band 46 Gebundene Ausgabe – 29. Januar 2005


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Gebundene Ausgabe, 29. Januar 2005
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 165 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (29. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793178
  • ISBN-13: 978-3937793177
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 443.073 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT am 7. Juni 2005
"Warum hatte er in den empfindlichsten und gefährlichsten Knabenjahren täglich bis in die Nacht hinein arbeiten müssen? Warum hatte man ihm seine Kaninchen weggenommen, ihn den Kameraden in der Lateinschule mit Absicht entfremdet, ihm Angeln und Bummelm verboten und ihm das hohle, gemeine Ideal eines schäbigen, aufreizenden Ehrgeizes eingeimpft? Warum hatte man ihm selbest nach dem Examen die wohlverdienten Ferien nicht gegönnt? Nun lag das überhetzte Rößlein am Weg und war nicht mehr zu brauchen" (Kapitel 5).
Hesses autobiographische Erzählung "Unterm Rad" beschreibt die tragische Geschichte des hochbegabten Jugendlichen Hans Giebenrath, der vom Ehrgeiz seines Vaters und des ganzen Dorfes auf einen Lebensweg gedrängt wird, den er nie gewollte hat und an dem er zerbricht.
Thema der 1903 erschienen Erzählung ist nicht in erster Linie eine Kritik am wilheminischen Schulsystem als vielmehr, wie schon in "Der Steppenwolf" und "Narziß und Goldmund", die Suche eines Menschen nach seinem persönlichen Lebesweg und den dabei auftretenden Schwierigkeiten. Im Gegensatz zu Harry Haller und Goldmund hatte Hans eigentlich nie eine Chance seinen persönlichen Weg zu gehen. Seine Begabung hatte diesen, nach Meinung seines Vaters, der Lehrer und des Pfarrers, von vornherein vorgegeben. So war in den Ferien statt Angeln und mit anderen Jungs in der Gegend herumziehen Hebräisch und Griechisch angesagt, damit aus dem Jungen mal was "Großes" werde. Als junger Mensch hat man keine Chance, sich gegen den Druck einer ganzen Gemeinde seine eigenen Wünsche entgegenzuhalten.
Fazit: Eindringliches Plädoyer für die individuelle Entscheidungsfreiheit eines jeden Menschen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von HeikeG HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 24. März 2007
Das autobiografische Werk "Unterm Rad" ist der bedeutendste und meistgelesene deutsche Schulroman. 1906 erschienen, stellte er sich in den folgenden Jahren - mit einer Unterbrechung während des Dritten Reiches - als das provozierendste und folgenreichste Buch Hesses heraus.

Die Erzählung greift auf Hesses eigene Erlebnisse zwischen 1875 und 1897 zurück. Er erschuf für seine Geschichte zwei Figuren: die zentrale Gestalt des Hans Giebenrath (welcher Züge von Hesses Bruder Hans trägt, der sich Jahrzehnte nach der Veröffentlichung das Leben nahm) und die des genialischen, aufmüpfigen Freundes Hermann Heilner. Heilner bricht, wie Hesse selbst, aus dem streng gehaltenen Seminarverband aus und provoziert das Erziehungssystem, das er damit in Frage stellt.

Hermann Hesse klagt in seinem Roman das Schulsystem und die Erziehung von Kindern an, indem er seinen Protagonisten Hans Giebenrath am Druck, der durch sein Umfeld auf ihn ausgeübt wird, zugrunde gehen lässt. Und er wirft eine ganze Menge Fragen auf:

Welchen Stellenwert erhält das Nachdenken über sich selbst, das Eingeständnis eigener Schwächen? Wie stark sind die Zwänge der Gesellschaft im Menschen implantiert? Wo befindet sich im Schein das wahre Individuum, was entspringt dem innersten Selbst und ist nicht doch Frucht äußerer Erwartungen?

Das Buch macht uns heutige Deutsche mit einem bewegenden Schicksal bekannt, einem Schicksal, das sich durchaus wiederholen könnte: Steht nicht jede Mutter vor der Wahl, in welche Schule sie ihr Kind schickt? Staatliche oder Privatschule? Gesamt- oder Waldorfschule? Unterstützung von Autorität oder Förderung der Kreativität des "Zöglings"?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Kundenrezensionen TOP 500 REZENSENT am 2. Dezember 2005
100 Jahre wurde Hesses Roman 2005 - und er wirkt noch immer erstaunlich frisch.
Er ist die (vielen als Schullektüre bekannte) Geschichte von Hans Giebenrath, der zum Stolz des gesamten süddeutschen Städtleins das "Landexamen" (=Aufnahmsprüfung in die Klosterschule Maulbronn) besteht. Und hier beginnt der Abstieg - bis zum bitteren Ende....
Hesses flammender Appell für Kreativität und Widerborstigkeit (gezeigt an der Figur von Hermann Heilner) und gegen (geistiges) Philistertum und trockene Buchgelehrsamkeit, wobei letztere von diversen Lehrern und Pfarrern in Form der Schule vertreten werden, hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren.
Alle wollen nur "sein Bestes", wenn sie Hans Giebenrath von all seinen Hobbys wegbringen (und damit von der Natur); eingetauscht werden dafür tote Sprachen und ein Internatsbetrieb. Dass das eine empfindsame Seele, die noch dazu keine Mutter (als Regulativ?) mehr hat und auch gesundheitlich angeschlagen ist, nicht aushält, verwundert nicht weiter.
Hesse hat in diesem kleinen Roman ganz wesentlich eigene biogafische Elemente einge- und verarbeitet. Ein "Werk der Befreiung" also, wenn man so will, geschrieben wenige Jahre nach den Leiden, die Hesse selbst zu ertragen hatte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Franz Waditzer am 26. September 2005
Diese Erzählung zeigt das Schicksal eines begabten Buben, dem der Ehrgeiz seines Vaters und der Lokalpatriotismus seiner Heimatstadt eine Rolle aufnötigen, die ihm nicht entspricht, die ihn "unters Rad" drängt.
Manchmal meint man, das Buch lebt: man riecht das Laub, man fühlt das kühle Wasser des Dorfbaches in der Sommerhitze an der Stirn, man leidet mit Hans mit, man denkt an die eigene Mittelschulzeit.
Der Roman enthält ungefähr eine Anleitung für Eltern und Lehrer, wie man einen begabten jungen Menschen am zweckmäßigsten zugrunde richtet.
"Unterm Rad" ist neben "Die Verwirrung des Zöglings Törless" von Robert Musil, die nachhaltigste Anklage gegen das Erziehungsritual jener Jahre (um 1900). Auch das Buch "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg behandelt fulminant die selbe Thematik.
Das Buch wurde 1903 geschrieben und ist absolut aktuell.
"Ein paar Wochen ist es her, da entdeckte ich in einem Abteil der Berliner S-Bahn zwei junge Leute. Ihre Gesichter waren über dasselbe Buch gehängt, das einer der beiden in Händen hielt. Sie lasen, sie waren verzaubert, von ihrer Haltung ging eine fast greifbare Aura der Verwandlung aus, sie blickten nicht auf, sie waren vollkommen unempfindlich für die Umwelt.
Ich habe weder vorher noch danach wieder Menschen so lesen sehen. Sie lasen Hermann Hesses "Unterm Rad". Nur die Wirklichkeit hat recht.", meinte Rolf Schneider einst.
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