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Untergetaucht: Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940 - 1945 [Gebundene Ausgabe]

Marie Jalowicz Simon
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

3. März 2014
Berlin 1942: Die Verhaftung durch die Gestapo steht unmittelbar bevor. Die junge Marie Jalowicz will leben und taucht unter.

Über 50 Jahre danach erzählt Marie Jalowicz Simon erstmals ihre ganze Geschichte. 77 Tonbänder entstehen – sie sind die Grundlage dieses einzigartigen Zeitdokuments.
Offen und schonungslos schildert Marie Jalowicz, was es heißt, sich Tag für Tag im nationalsozialistischen Berlin durchzuschlagen: Sie braucht falsche Papiere, sichere Verstecke und sie braucht Menschen, die ihr helfen. Vergeblich versucht sie, durch eine Scheinheirat mit einem Chinesen zu entkommen oder über Bulgarien nach Palästina zu fliehen. Sie findet Unterschlupf im Artistenmilieu und lebt mit einem holländischen Fremdarbeiter zusammen. Immer wieder retten sie ihr ungewöhnlicher Mut und ihre Schlagfertigkeit – der authentische Bericht einer außergewöhnlichen jungen Frau, deren unbedingter Lebenswille sich durch nichts brechen ließ.

Mit einem Nachwort von Hermann Simon, Sohn von Marie Jalowicz Simon, Historiker und Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: S. FISCHER; Auflage: 2 (3. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100367219
  • ISBN-13: 978-3100367211
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.995 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»ein ungewöhnliches, spannendes, lesenswertes, kluges Buch«
Soeren Stache, dpa, 18.3.2014

Marie Jalowicz Simons atemberaubenden Bericht sollte man sich nicht entgehen lassen.«
Thomas Medicus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.3.2014

»ein sensationelles Buch«
Götz Aly, Die ZEIT - Literaturbeilage, 13.3.2014

»Auch wer im Prinzip weiß, dass es Juden gab, die […] sich jahrelang versteckten, kann staunen über die Erinnerungen von Marie Jalowicz Simon.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 14.3.2014

»ein ehrlicher, tabufreier Überlebensbericht«
Channah Trzebiner, Jüdische Allgemeine, 13.3.2014

»Der Bericht einer jungen Frau, der unter die Haut geht. […] Erst jetzt ist die Zeit reif, ihre unglaubliche Geschichte zu erzählen.«
Christhard Läpple, ZDF – heute journal, 4.3.2014

»eine Sensation«
Harald Jähner, Berliner Zeitung, 6.3.2014

»Prosa voller Witz und Trauer, kühlem Verstand und verrückter Liebe«
Pieke Biermann, Deutschlandradio Kultur - Radiofeuilleton, 6.3.2014

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marie Jalowicz, Tochter eines jüdischen Anwalts, geboren 1922 in Berlin, überlebte die Zeit des Nationalsozialismus untergetaucht mitten in Berlin. Nach der Befreiung 1945 blieb sie in Berlin und wurde Professorin für Antike Literatur- und Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität.
Ihr Sohn Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, bat sie kurz vor ihrem Tod, die Geschichte ihres Überlebens auf Band zu sprechen. Auf dieser Grundlage hat die Autorin Irene Stratenwerth zusammen mit Hermann Simon die hier veröffentlichte Fassung erstellt.
Marie Jalowicz Simon starb 1998 in Berlin

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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
4.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Kindle Edition|Verifizierter Kauf
Dies ist der packende Bericht einer Berliner Jüdin, die in letzter Minute der Deportation durch die Nazis entging und bis zum Kriegsende in der Hoffnung auf Befreiung in der Illegalität verbrachte, meist unter unwürdigsten Bedingungen, in Hunger und Erniedrigung. Die Hilfsbereitschaft vieler, meist sehr einfacher Menschen, die ihr kärgliches Dasein mit ihr teilten, erlaubten ihr das Überleben. Wir als Leser lernten dabei wieder einmal, wie sehr unsere damaligen Landsleute sich dem Nationalsozialismus verbunden fühlten und mit deren Tun - sprich Verachten, Berauben, Quälen und Morden - ohne jedes Schuldgefühl einverstanden waren. Diese Schilderung des Überlebens als Verfolgter in Nazi-Deutschland ist die unsentimentale Darstellung der furchtbaren Lebensumstände der untergetauchten Frau, die in jeder Minute der Bedrohung ausgesetzt war, erkannt, verraten und ausgeliefert zu werden, gnadenlos. Ein wichtiges Buch!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jouvancourt HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
*
Die Deutsch-Jüdin Marie Jalowitz ist beim Tode ihres Vaters 1941 gerade 19 Jahre alt geworden, lebt in der Reichshauptstadt und lehnt es nach reiflicher Überlegung ab, den Judenstern zu tragen und irgendwann in ein Lager abtransportiert zu werden. Die selbstbewusste, hübsche Frau beschließt in den Untergrund zu gehen, entzieht sich der Zwangsarbeit bei Siemens in Spandau und kommt bei den seltsamsten Menschen in Berlin unter. Sie wird an einen alten Macho verkauft, der unter Syphilis leidet, aber zu keiner Beziehung mehr fähig war, was sie sehr begrüßt hatte. Dann wollte sie unbedingt einen Chinesen heiraten oder gar über Bulgarien nach Palästina fliehen. Immer wieder überlebte sie durch die Hilfe von Künstlern oder lebte auch mit einem holländischen Fremdarbeiter zusammen. Vier furchtbare Jahre voller Angst überlebte sie versteckt im Machtzentrum des politischen Apparates und nur ihr außergewöhnlicher Mut und ihre Schlagfertigkeit retten ihr das Leben. Freunde und Feinde, Vertraute und Verräter gab es um sie herum und nur ihr feines psychologisches Gespür halfen ihr, diese Menschen um sie herum zu unterscheiden und mit dem Leben davon zu kommen.

Marie wuchs in einer jüdischen Familie in Berlin auf, ihr Vater war Anwalt. Nach der Befreiung 1945 blieb sie in Berlin und wurde Professorin für Antike Literaturgeschichte an der Humboldt-Universität. Sie starb 1998 in Berlin. Vor ihrem Tode besprach sie für ihren Sohn, der heutige Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, 77 Tonbänder mit ihrer Lebensgeschichte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert 10. April 2014
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Schon immer hat mich die Frage bewegt, wie Menschen den Nationalsozialismus konkret erlebt haben. Die geschichtlichen Eckdaten kennen wir alle, aber wie gestaltete sich das Leben unserer Großeltern im Detail?

Dieses Buch schildert in beeindruckender Weise wie sich eine junge Frau, Jüdin noch dazu, im nationalsozialistischen Berlin behauptet und überlebt. Neben der Bewunderung für ihren Lebenswillen und die Kraft, die sie immer wieder aufgebracht hat, hat mich eins besonders gefesselt: die bizarre Mischung, einen wehrlosen untergetauchten Menschen auszubeuten, während man ihn zugleich unter Gefahr für das eigene Leben vor der Gestapo versteckt und versorgt. Zugleich überzeugter Nazi und Unterschlupfgeber für eine "illegale" Jüdin zu sein, das muss man erstmal unter einen Hut kriegen... Und die Protagonistin kämpft somit nicht nur gegen das politische System, das sie und ihresgleichen vernichtet, sondern auch mit den Marotten und Unverständlichkeiten des persönlichen Umfelds.

Es ist ein ganz wertvolles Buch mit interessanten Erkenntnissen, die ich so anderswo noch nie gefunden haben. Ich konnte nicht auf hören zu lesen und kann das Buch nur wärmstens empfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das darf nie wieder geschehen! 15. Mai 2014
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Die Zeitzeugen aus dem abgründigsten, schlimmsten, katastrophalsten und abscheulichsten Abschnitt deutscher Geschichte sterben aus. Schon bald wird niemand mehr aus eigenem Erleben von dieser Katastrophe berichten können. Weder Opfer noch Täter. Dieses Buch wird einen wichtigen Beitrag leisten diese Schrecken nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Heute vergeht kaum ein Jahr ohne Wahlen.
2014 wird es vor allem die Europawahl sein, die uns beschäftigt und uns leider auch Wahlplakate mit üblen, primitiven
Nazi-Parolen beschert.
Wer auch nur eine Millisekunde Freude, Sympathie oder gar Zustimmung beim lesen derartiger Parolen empfindet, sollte schnellstens dieses Buch zur Hand nehmen und sich in seinen Gedanken und Gefühlen gemeinsam mit Marie Jalowicz auf den Überlebenskampf durch die Jahre der Nazi-Dikatur begeben.
Es ist erschütternd zu lesen, wie viele Leben am seinen Faden hingen, wie die absolute Mehrheit der Deutschen bereitwillig dem Krieg und der Massenvernichtung Folge leisteten, bereitwillig und ohne jeglichen Gewissens dienten. Umso wertvoller erscheint der Lichtblick, dass es wenige Menschen gab, die trotz aller Gefahren für die eigene Familie und das eigene Leben den Mut aufbrachten Menschen wir Marie Jalowicz zu helfen.
Ich bin mir sicher, das wird helfen niemals, niemals, niemals in die Falle dieser braunen Rattenfängern zu tappen.
Diese Buch ist sehr empfehlenswert!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen sehr gut geschrieben und bewegend
ein tolles Buch, sehr lesenswert.
Toll wie offen und detailliert das Buch geschrieben wurde.
Schön und sehr besonders fand ich auch, wie auch andere Lebensläufe... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von IndiaSierraKilo veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Absolut zu empfehlen!
Ich bin durch Zufall auf das Buch gestossen und habe nachdem ich die Inhaltsangabe mir durchgelesen habe mich entschieden es zu kaufen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von RaGi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eindrückliches Zeitdokument
Marie Jalowicz Simon (1922-1998) wurde als Tochter eines jüdischen Anwalts in Berlin geboren. Auf der Flucht vor der Gestapo war sie gezwungen, unterzutauchen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Vampyress "Coffee and Books" veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Faszinierend
Ein unter die Haut gehendes Stück Zeitgeschichte, faszinierend, authentisch, nachdenklich machend, und trotz des "harten Tobaks" kurzweilig und so sehr bereichernd!
Vor 3 Monaten von Heike Peters veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen buchbewertung
ein sehr interessantes buch über das überleben eines jungen mädchens bis kriesende. realistisch geschrieben aus der sicht einer jugendlichen, die durch... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Jürgen veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein Buch ueber das Ueberleben
Ich habe dieses Buch in wenigen Tagen gelesen und war fasziniert von dem Lebenskampf dieser damals sehr jungen Frau. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Finn veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Hochmut kommt vor dem Fall
Unglaublich, dass man in so einer Situation noch so eingebildet bleiben kann und auf seine hochbürgerliche Herkunft baut. Aber das liegt wohl an der Berlinerin…
Vor 4 Monaten von MariaLeonore veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Atemraubendes, unwiederbringliches Zeitdenkmal
Mir hat die aufwühlende Schilderung des Überlebens zusammen mit einer Vielzahl von Portraits aus dem Milieu, in der Marie Jalowicz untergetaucht war, die ich nie erfahren... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von K. Fuchs veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Jüdisches Überleben unter der Schreckensherrschaft der Nazis
Selten hat eine Biographie durch solche schonungslose Offenheit überzeugt, wie die hier dargelegte Erfahrung einer jungen Jüdin, die im Jahre 1942 unmittelbar vor ihrer... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Peter J. König veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sittenbild vom Vorkriegsberlin aus der Sicht eines jüdischen...
Ich bin "Fachfrau"in Sachen Jüdische Geschichte.Ich griff daher sehr skeptisch zu diesem Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Dorothea Matejka veröffentlicht
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