Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schockieren realistisch, 25. Januar 2005
Erst einmal zu Kritikstimmen, dass Holocaust und andere Wehrmachtsverberechen nicht angesprochen werden, dagegen nur Deutsche als opfer gezeigt werden: Der Holocaust ist nicht das zentrale Thema dieses Films! Und es werden "nur" Deutsche als Opfer gezeigt, weil es sich hier um die letzten Kriegstage in und um Berlin handelt! Es wird auf alle Fälle im Abspann angesprochen, um dem Film im Nachhinein eine Erklärung zu geben und die Gesamtheit des Terrors des 2. Weltkrieges Auskunft zu geben. Ebenso werden Ausschnitte des Originalinterviews mit Traudl Junge im Abspann gezeigt, die deutlich machen, dass auch sie mit der Zeit ihre Rolle damals stark in Frage stellte, ihr Handeln! Das Thema des Filmes sind die letzten Kriegastage mit Schwerpunkt der Situation im Führerbunker und die letzten Tage von Adolf Hitler. Die Darsteller sind allesamt gut ausgewählt, mag auch Diana Köhlers Darstellung der Eva Braun ein wenig übertrieben aufgedreht wirken. Traudl Junge, Josef & Magda Goebbels, Albert Speer usw werden hier nicht nur gespielt, sondern verkörpert. Bruno Ganz gibt einen erschreckend realistischen Adolf Hitler ab, wie von Geschichtssendungen berichtet. Ob es nun eine wirkliche 100%ige Darstellung Hitlers ist, darüber kann man herovrragend streiten, meiner Meinung nach, ist sie hervorragend gelungen. Jedenfalls ist es die längste und eindringlichste Darstellung Hitlers in einem Film seit Jahren überhaupt. Corinna Harfouch als Magda Goebbels gibt eine Glanzrolle des eiskalten Engels, die nur kurz vor dem Suizid ihres "gelibeten Führers" einen Emotionsausbruch erleidet! Nachherbringt sie, ohne Anzeichen von Gefühlen ihre Kinder um! Das Sterben aller sechs Kinder in Großaufnahme zu zeigen mag man als gescmacklos empfinden, es ist vielleicht aber auch nur der einzige wirkungsvolle Weg, den pervertierten Fanatismus dieser Ideologie zu zeigen, derer sie zum Opfer fielen! Die Atmosphäre ist beklemmend, die Enge des Bunkers, das ständige Trommeln der Artillerie, welches fast nie verstummt, wird unterstrichen durch Bilder von kämpfenden Soldaten, marodierenden SS-Schergen und hilfloser Zivilbevölkerung, die z.B. an einer Wasserpumpe zu Opfern des Bombardements werden. Sie geben ein Abbild der Situation in der Stadt in den letzten Kriegstagen von 1945. Oder von notdürftigen Bein-Amputationen ( bei vollem Bewusstsein )oder von schwerstverletzten Soldaten. Mag dies auch den Eindruck der Hervorhebung deutschte Opfer erwecken: es gab nun mal auch Opfer unter den Deutschen, nichts mehr und nicht weniger wird deutlich gemacht! Lernt man viel Neues über Hitler? Deise Frage kann sicherlich mit einem klaren NEIN! beantwortet werden. Es gibt keien neue Fakten, kaum neue Hintergründe, aber auch dies war sicher nicht die Intension dieses Filmes. Vielmehr galt es sicherlich, dem Geschehen, welches in Geschichtsbüchern nur sachlich und nüchtern abgehandelt wird, Leben einzuhauchen. Hat man doch immer das Gefühl, Hitler sei ein menschenfremdes Monster, wird hier gezeigt, dass Hitler ein Mensch mit Emotionen war, dass alle schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, Genozide und Holocaust durch Menschen mit Emotionen verübt wurden, was man immer gern beiseite schiebt! Mutig, Adolf Hitler mit Tränen zu zeigen, teilweise wie gebrochen, fast mitleidserregend, wenn man nicht um die Motivation weiss. Dies ist vor allem Bruno Ganz zu verdanken, dies alles ohne übertriebenen Pathos zu verkörpern, halt menschlich, nicht karrikativ. Der Schauspielerstab besteht glücklicherweise nicht nur aus den ewig bekannten Gesichtern der deutschen Schauspielerzunft, man griff auf Personen aus Kino, aber auch TV zurück, weniger bekannt, vom Können jedoch so manches deutsches Kinogesicht auf die Plätze verweisen. Kein einfacher Film als PopCorn-Kino und sicherlich ein Film der sich dramaturgisch und spielerisch in die Reihe bekannter und erschreckender 2. Weltkriegsfilme einreihen kann
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86 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der wenigen ganz großen deutschen Filme!!!, 4. Oktober 2004
Nach dem nunmehr dritten Kinobesuch möchte ich auch gerne einige Eindrücke zum Besten geben und diesen Film rezensieren: "Der Untergang", dessen Regisseur Oliver Hirschbiegel im wahrsten Sinne des Wortes untergegangen ist - alles redet nur über Eichinger und Bruno Ganz, - ist ein in höchstem Maße beeindruckender Film. Er enthält Szenen, die - völlig ohne Worte - unglaublich dicht dargestellt und sehr bewegend sind. Die gewaltige Bunkeranlage mit ihrem Tunnelsystem bietet viel Atmosphäre, während in den Außenszenen der Häuserkampf von Berlin tobt. Doch Kampfszenen sind auf ein Minimum zurückgefahren, wichtigster Bestandteil des Films sind die unglaublichen schauspielerischen Leistungen; zwar wird Bruno Ganz es womöglich mit einer Oscarnominierung schwer haben, aber verdient hätte es diese Leistung auf jeden Fall!! Er zeigt Hitler als Menschen, ja, aber dieser Mensch bleibt einem unentwegt fremd: Das dramatische Verlusterlebnis, das es immer beim Tod von Hauptfiguren gibt, setzt in seinem Fall nicht ein! Und dennoch spielt Ganz sich in Hitlers cholerischen Wutausbrüchen wortwörtlich die Seele aus dem Leib. Daneben spielt die 25-jährige Alexandra Maria Lara einen entscheidenden Part, nämlich Traudl Hums (die spätere Traudl Junge), Hitlers Sekretärin: Durch ihre Augen nehmen wir ihre Sorgen, die Wirren, die letzte Hoffnung, die Faszination Hitlers, aber auch ihren Überlebenswillen wahr. Corinna Harfouch in der Rolle der Magda Goebbels spielt sensationell; sie redet nur wenige Worte, vermittelt aber eine eisige erhabene Kälte, eine ganz beeindruckende Präsenz vor der Kamera. Es ist allerdings fast schon unfair, nur diese Rollen hervorzuheben - alle, wirklich alle spielen ausgesprochen gut und eindringlich; ein in jeder Hinsicht erstklassiges Ensemble!!!! Der Film selbst basiert auf Joachim Fests Buch "der Untergang", das die letzten Tage des Regimes beschriebt, sowie Traudl Junges Lebensbericht "Bis zur letzten Stunde". Allerdings hat Bernd Eichinger ein fantastisches Drehbuch daraus gemacht und mit Hirschbiegel einen Regisseur verpflichtet, der ein gutes Gefühl für dunkele "Kelleratmosphäre" hat, was er in "das Experiment" bewiesen hatte. Die in einigen Fällen nicht allzu positive Kritik an diesem Film erscheint völlig unverständlich, man fragt sich, ob diese Stimmen den Film tatsächlich in voller Länge gesehen hatten, ich möchte es bezweifeln. Der grausame Nihilismus der feigen Naziführung ist allerbestens dargestellt. Die Schauspieler füllen die Rollen mit Leben, sie werden dennoch nicht greifbar und bleiben einem in ihrer Grausamkeit (Hitler), in ihrer Kälte (Magda Goebbels), in ihrem Wahn (Joseph Goebbels) und in ihrer Verblendung (Eva Braun) doch sehr fremd. Trotz aller unermesslicher Schandtaten waren dies Menschen und man darf der Geschichtsaufarbeitung Eichingers dankbar sein, dass ihm ein Maß an Psychologie gelungen ist und der Film in kein Schwarzweißgemälde verfällt. Endlich mal wieder ein wirklich hervorragender DEUTSCHER Film, endlich ein Beitrag aus diesem Land zu seiner eigenen Geschichte, der in guten Einblick in die Führungsriege erlaubt. Es ist schön zu wissen, dass auch in Deutschland noch große Filme gemacht werden können.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Guter Film - Schlechte DVD, 18. Dezember 2005
Über den Film braucht man keine Worte zu verlieren, eine ganz ausgezeichnete, historisch korrekte Darstellung der letzten zehn Tage im Führerbunker mit einem in einem brillianten Ensemble über sich hinauswachsenden Bruno Ganz. Dem Film gelingt es in beeindruckender Weise, die apokalyptische Atmosphäre dieser "letzten Tage" authentisch wiederzugeben. Pauschallob dafür an Regie, Kamera, Musik und Produktionsdesign. Jetzt zur Downside, und das ist die Bild- und Tonqualität dieser Extended Edition DVD, die weit unter der der DVD mit der Originalkinofassung liegt. Die Extended Version DVD entspricht nicht annähernd dem Qualitätsniveau, das von DVD Veröffentlichungen neuer Filme erwartet werden kann. Das Bild ist durchgehend verrauscht, was vor allem bei dunklen Szenen ausgesprochen störend wirkt. Man hat hier offensichtlich die ARD Abtastung fürs Fernsehen 1:1 übernommen anstatt die neueingefügten Szenen auf ähnlich hohem Niveau zu mastern, wie die ursprüngliche Kinofassung. Der Ton ist ebenfalls auf Fernsehniveau im schlechtesten Sinn. Das liegt nicht nur am Format (Dolby Digital 2.0 anstatt DD 5.1. bzw dts 5.1). Man kann auch mit Stereosurround einen sehr guten Ton machen, da gibt es viele Beispiele dafür. Hier ist der Ton wie tot, das liegt in erster Linie an der Abmischung und nicht am Format. Ich habe beide Versionen auf DVD und es tut mir auch nicht leid, dass ich zusätzlich zur Originalfassung auch noch die Langfassung gekauft habe. Allerdings sei Leuten, die das Geld nur einmal ausgeben wollen und die auf Bild-und Tonqualität wert legen, die DVD mit der Kinofassung ans Herz gelegt, zumal die zusätzlichen Szenen den Film nicht wirklich aufwerten, teilweise stören sie sogar das Pacing des Films, etwa die Szene mit den Rotarmistinnen. Die DVD mit der Originalfassung bietet exzellente Bild- und Tonqualität und auch bei den Extras braucht die 2-Disk Ausgabe den Vergleich mit der 3-Disk Extended Version nicht zu scheuen. Fazit: Dem Käufer sei die Kinofassung empfohlen
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