Pressestimmen
»Michael Krüger lässt nicht die Natur dichten. Es gelingt ihm aber immer wieder scheinbar mühelos, die Worte anzuheuern, welche Natur, Welt und ihn und uns selber zur Sprache bringen. Das ist stärkend, denn ›was nicht zur Sprache kam, / verwelkt lange im Schatten‹. Theoretisch und poetisch zugleich versucht er, zu sagen, was Gedichte auch heute noch können: › ... zu sich selber sprechen / in einer Sprache, die ihnen nicht gehört, / in der wir uns selbst nicht vergessen.‹«
(Hans-Herbert Räkel
Süddeutsche Zeitung )
»Ob es, in den meditativen Naturgedichten, um die Enten, Molche und Kirschen geht; oder im anschließenden »Gespräch mit den Freunden« um die Dichterkollegen; in den autobiographischen Gedichten um den Großvater, die Schule und das Dorfkino; oder schließlich in den »Reden« um das Orakel von Delphi und um andere letzte Dinge - stets gibt Krüger zu denken und befördert die Nachdenklichkeit seiner Leser. Er ist, mit Verlaub, ein Gedankenlyriker, freilich ein solcher modernen Zuschnitts. Seine Kunst besteht darin, über das, was wir zu verstehen glauben und doch zuletzt nicht verstehen können, in verständlicher Sprache zu reden.«
(Wulf Segebrecht
Frankfurter Allgemeine Zeitung )
Kurzbeschreibung
Die Verse in Krügers neuem Gedichtband begeben sich ins Offene genauso wie unter die Menschen; auf Reisen, in Gesprächen scheint die Essenz des Erfahrenen auf, und den heiteren Szenen, schlaflosen Momenten, ruhigen Beobachtungen, melancholischen Einsichten, die die Gedichte spiegeln, fehlt eines nie: die Weltzugewandtheit. Krügers Lyrik läßt die Dinge sprechen, ohne dem Leser Einsichten aufzudrängen.