Als Fan marinehistorischer Romane, insbesondere von Alexander Kent, C. S. Forester, Patrick O'Brian, Dudley Pope, Jan Needle, Frank Adam, Dan Parkinson, Richard Woodman, Julian Stockwin, Dewey Lambdin etc., die ich fast alle gelesen habe, bin ich von dem Erstlingswerk "Unter feindlicher Flagge" von Sean Thomas Russel und seinem neuen Seehelden Charles Hayden sehr angetan. Russel stellt sich hier durchaus in eine Reihe mit den zuvor genannten Autoren, und versteht es ausgezeichnet, dem Leser Spannung pur über Stunden bei der Lektüre zu vermitteln.
Das Buch ist flüssig und leicht verständlich im modernen Schreibstil geschrieben, sodass hier keine Langeweile aufkommt.
Leutnant Charles Hayden, pikanterweise ist seine Mutter Französin, während sein Vater ebenfalls englischer Seeoffizier war, übernimmt 1793 mehr oder weniger freiwillig den Posten des ersten Leutnants auf der Fregatte Themis mit 32 Kanonen unter dem tyrannischen Kommandanten Josiah Hart. Die Themis soll im Ärmelkanal französische Kriegsschiffe aufbringen, was aber angesichts der Tatsache, dass Hart ein Feigling ist, und Gefechten grundsätzlich ausweicht, ein schwieriges Unterfangen ist. Hier muss Leutnant Charles Hayden nun seine Feuerprobe bestehen, und seine Qualitäten unter Beweis stellen, was ihm auch hervorragend gelingt.
Mein kurzes Fazit: Für alle Liebhaber von marinehistorischer Literatur ist dieser erste Roman um Leutnant Charles Hayden von Sean Thomas Russel ein unbedingtes Muss, und daher sehr empfehlenswert.