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Unter deutschen Betten: Eine polnische Putzfrau packt aus [Taschenbuch]

Justyna Polanska
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (79 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (10. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426783975
  • ISBN-13: 978-3426783979
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (79 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.403 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Justyna Polanska
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Mein Name ist Justyna. Ich komme aus Polen. Ich bin Putzfrau. Ich sehe, wie es wirklich aussieht im Leben der Leute. Und was mir da manchmal begegnet, hätte ich nicht für möglich gehalten …« Täglich macht Justyna Bekanntschaft mit den »schmutzigen Geheimnissen« ihrer Kunden. Sie weiß genau, wer ein teures Auto vor der Tür hat, aber nicht genug im Kühlschrank, um satt zu werden. Wer auf coolen Macho macht, daheim aber in Bärchenwäsche schläft. Oder wer der eigenen Frau den liebevollen Ehemann vorspielt, vor der Putzfrau aber schon mal die Hosen runterlässt. Lange hat Justyna höflich geschwiegen, doch jetzt packt sie aus …

Über den Autor

Justyna Polanska ist 32 Jahre alt und stammt aus Polen. Um Geld für eine Ausbildung zur Visagistin zu verdienen, ging sie nach Deutschland und arbeitet seitdem als Putzfrau. Möglicherweise putzt sie auch in Ihrer Wohnung.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sarahs Bücherwelt TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Kommen wir zu aller erst zu meiner Überschrift bevor ich noch als Polen-Hasser oder ähnlich abgestempelt werde. Ich selbst war drei Jahre mit einem sehr stolzen Polen zusammen, der in seiner Kindheit nach Deutschland gekommen ist, da sein Vater erkrankte und seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte. Obwohl er sich hier wohl fühlt, war er im Herzen immer stolz auf seine Herkunft. Dementsprechend hat man das Land, die Kultur, die Landsleute mit einem ehrlichen Blick kennenlernen dürfen. Schwarze Schafe gibt es überall. Klauen tun Deutsche genauso. Und bezüglich der Jobs ändert sich drüben langsam einiges, aber es gibt genügend Beispiele, die zeigen, dass es für die Jugend schwer ist. Aber mal ehrlich, die Zahl der Schulabbrecher und Arbeitslosen spricht auch hier für sich. Nichtsdestotrotz empfinde ich Polen nach wie vor als humorvolles, gastfreundliches, familiäres und offenes Volk.

Das Buch beginnt mit einem Putzjob der besonderen Art. Justyna kommt in die Wohnung eines alten Mannes, wo sie auf Grund des Gestankes das Schlimmste befürchten muss. Der Leser ist gefesselt und will mehr darüber erfahren. Genau damit trifft sie den Geschmack der Mehrheit. Skandale, schmutzige Details, traurige Schicksale - das wollen viele Leser, um von ihren eigenen Problemen abgelenkt zu werden. Vor der eigenen Tür mag doch keiner kehren. In diesem Fall wird der Leser mit den Informationen zu diesem Putzjob bis zum Schluss ans Buch gefesselt.

Der lockere Plauderton den Justyna an den Tag legt, sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Ich habe kaum gemerkt, wie die Seiten an mir vorbeiflogen. Mit ihrem eigenen Humor, den zitierten Gesprächen packt sie den Leser und entführt ihn in eine Welt voll dreckiger Wäsche. Man hat das Gefühl, als würde sie einem persönlich gegenüberstehen und bei einer Tasse Kaffee den neuesten Tratsch verbreiten. Zumindest könnte es so sein, denn der leichte, moderne, freundschaftliche, humorvolle und verschwörerische Ton sind wirklich melodisch. Man muss nicht groß nachdenken, sondern lässt sich mit dem seichten, langsamen Bächlein hinfort tragen.

Doch die versprochenen schmutzigen Details, dunklen Geheimnisse und absoluten Unmöglichkeiten sind Mangelware, und wurden größtenteils schon mit dem Klappentext abgehakt. Wer sich nun berechtigt fragt, was Justyna dann auf den 224 Seiten preisgibt, wird nicht unbedingt erfreut sein. Lang und ausführlich lässt sie den Leser an ihrem Leben teilhaben. Angefangen mit der Anreise nach Deutschland, ihre Beziehungen, Besuche der Familie oder den ersten Flirtversuchen ihrer Schwester. Es ist nett, aber nichts besonderes. Um den Leser nicht zu langweilen gibt sie zwischendurch immer einige schmutzige Geschichten zum Besten. Zum Beispiel berichtet sie ausführlich wie ein gewisser Frank sie ständig belästigt hat und sie zum Nacktputzen überreden wollte. Nach einigen heruntergelassenen Hosen oder sexuellen Andeutungen, kommt die Frage auf, ob sie denkt 'Sex sells'. Klar ist es lustig zu sehen, was für komische Vögel sich auf eine Putzanzeige melden, aber mich hätten die Geheimnisse hinter verschlossenen Türen mehr gereizt. Sie kommen vor und werden dann ebenfalls lang und breit geschildert. Es sind Geschichten von hysterischen Frauen, Möchtegern Prominenten und einsamen Männern. Es sind Details von Scheiße am Klo oder blutigen Binden-Slips in der Ecke. Genau die Dinge, die viele abstoßen, aber im Grunde auf die sie aus sind. Hier ist das Problem eindeutig die Wiederholung. Zum Beispiel wird die Scheiße am Klo platziert, um ihre Putzqualitäten zu überprüfen. Ständig wird sie überprüft, was bei jeder Putzfrau normal wäre. Genauso beschwert sich Justyna regelmäßig, dass sie nicht immer genug geschätzt wird. Bei einigen Familien sei ein Glas Wasser sogar zu viel. Sie führt sogar eine Hitliste von abartigen Weihnachtsgeschenken, wie zum Beisiel eine Kerze und Tee. Es sind Dinge die einen nur den Kopf schütteln lassen. Ich arbeite in der Gastronomie und wie oft müssen wir, abhängig von der Lokalität oder der Kantine unsere Getränke auch selbst bezahlen oder mitbringen. Ich würde nie auf die Idee kommen, dass etwas umsonst sei. Und ich habe oft nichts zu Weihnachten bekommen. Klar ist ein Präsentkorb mit fast abgelaufenen Sachen nicht gerade doll, aber es zählt doch die Geste. Ich habe mal in einer polnischen Agentur gearbeitet und zu Weihnachten gab es dort neben Tee und belegten Brötchen nur einen warmen Händedruck und eine Stunde früher Schluss. So viel zu dem Thema. Zeitgleich beschwert sie sich ständig über die Kommentare über ihre Herkunft. Ich sage dazu nur, ich wurde selbst von meinen Schwiegereltern in spe oft als deutsche Kartoffel bezeichnet, die sich dumm für ein paar Kröten abrackert. Vorurteile gibt es auf allen Seiten. Doch hier wird regelrecht darauf herumgeritten. Nur weil sie aus Polen stamme, würde sie bei zahlreichen Putzstellen kontrolliert. Bei deutschen Putzfrauen ist dies ebenfalls der Fall. So wie in der Gastronomie zu viel Geld gezahlt wird, um die Ehrlichkeit zu kontrollieren.

Justyna lässt sich selbst sogar als völlig unglaubwürdig dar stehen. Sie kommt aus bestimmten Gründen nach Deutschland und möchte hier Karriere machen. Immer wieder wird darauf eingegangen. Auch ihre Schwester würde putzen, um sich später damit das Studium zu finanzieren. Die Jahre vergehen und auch nach 11 Jahren ist Justyna noch Putzfrau. Diese Perspektive hätte sie in Polen für das gleiche Geld gehabt, und hätte sich nicht mit so ungastlichen deutschen Haushalten herumärgern müssen. Zudem beschwert sie sich über die Vorurteile und zur gleichen Zeit zeigt sie sogar auf, dass auch sie rund 1200¤ im Monat schwarz verdient. Womit sie eins der Vorurteile doch wieder aufleben lässt. Statt ihr Geld für die Ausbildung zu sparen, gibt sie es lieber für Urlaube, Kosmetika und Co. aus. Ihr Ziel ist längst aus den Augen verloren. So was ist nicht gerade sympathisch.

Man hat durchweg das Gefühl, dass Justyna durch ihre langgezogene Geschichte auf Seiten zu kommen, da ihr Alltag nicht genug Stoff bietet. Spätere nur am Rande erwähnte Beispiele, hätten deutlich mehr Interesse geweckt. Doch dafür sei kein Platz mehr gewesen. In meinen Augen wurde hier definitiv versucht Geld zu machen. Wenig Aufdeckung dafür mehr langweiliger Hintergrund, der selbst mit der typisch humorvollen Art der Polen nicht wirklich überzeugen kann. Zu viel Gejammer, zu viele Wiederholungen und zu viel Drumherum. Das was die Leser wirklich wollen, kommt definitiv zu kurz.

Das einzig Brauchbare in dem Buch sind wirklich die Putztipps. Wobei ich sicherlich nichts gegen die dunklen Geheimnisse sagen will, denn auch diese sind definitiv interessant. Doch ich habe mir einfach mehr erhofft, denn letzteres ist einfach zu wenig vertreten. Der Titel verspricht definitiv mehr, als die Umsetzung halten kann. Das Gesamtpaket war eine locker, leichte Enttäuschung, die man schnell wieder vergisst. 'Putzfrauen-Tratsch' bietet da schon deutlich mehr Details, auch wenn dies kürzer ist und nicht in einem renommierten Verlag erschienen ist. In diesem Fall zum Fenster herausgeworfenes Geld, das nur einen Schwarzarbeiter unterstützt..
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53 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich habe mehr erwartet ... 23. Januar 2011
Von Nicki VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Mich hat die Kurzbeschreibung des Buches total neugierig gemacht und ich habe mich auf reichlich Einblicke unter deutsche Betten gefreut. Jedoch weit gefehlt.

Das Buch startet damit, wie Justyna nach Deutschland kommt und ihren ersten Anfänge als Au-pair-Mädchen. Den Absprung aus dieser Horror-Villa schafft sie irgendwann dann doch und rutscht danach unmittelbar ins Putzgeschäft.

Richtig 'spannend' wurde es allerdings erst, als Justyna kleine Anekdoten aus ihrem Kundenkreis erzählt. Manche fand ich wirklich ganz spannend, doch meine Erwartungshaltung, die ich im Vorfeld von diesem Buch hatte, wurde auch nach 224 Seiten nicht erfüllt.

Für meinen Geschmack wurden in diesem Buch zu sehr die Vorurteile beleuchtet und versucht aus dem Weg zu räumen, die man gegenüber 'Putzfrauen' hat. Diese Tatsache will ich an dieser Stelle überhaupt nicht anzweifeln oder gar schön reden, jedoch passte es für mich nicht in dieses Buch, jedenfalls nicht in diesem Umfang.

Und auch der Schreibstil war für mich eher etwas zu gewöhnlich. Natürlich habe ich an dieser Stelle keine hochtrabende, tiefschürfende Literatur erwartet, sondern eher etwas 'leichtes für zwischendurch'. Aber viele Seiten waren für mich schon zu leicht, dass ich sie schier überlesen habe. Was sollten beispielsweise seitenweise Putztipps? Wenn ich nicht weiß, wie ich meine Edelstahlspüle am besten reinige, dann google ich das und möchte nicht während einer entspannten Leserunde darüber aufgeklärt werden.

Alles in allem war es ein netter, kuzweiler Lesespaß.
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168 von 200 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eher schlecht als recht... 19. Januar 2011
Von L. Walotek-Scheidegger TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Alles, was auf dem Umschlag oder im "Trailer" steht, dürfte auch anders herum erzählt werden. Warum schläft einer in Bärchenwäsche? Weil er womöglich ein schwer krankes Kind in der Familie habe, das ihm eben diese Wäsche schenkte? Das "warum" muss nicht unbedingt einer Putzfrau erklärt werden, schließlich - was Justyna selbst bestätigt - werde von ihr anderes verlangt.
Ein toter Hamster als Mt.Everest in dieser 10-jährigen Karriere ist auch nur halb so wild. Familien mit eingebauten Wandschränken und Kindern, die nach Hamstern rufen, können viele solcher "verschollenen Geschichten" erzählen. Und weil der Hamster in einer trockenen Umgebung eher austrocknet - sich selbst quasi mumifiziert - als dass er verfault, stinke es nicht mal (ließ ich mir sagen). Eine Frau, die vulgär und in sexistischer Weise angemacht werde und dabei nicht zum Hörer greift, um entsprechende Nummer auszuwählen... ich weiß es nicht, ob das wirklich stimmt. Und falls, ist man irgendwie selber schuld, lässt man so etwas ungeschehen zu.
Einerseits werde behauptet, es sollte ein Nebenjob beim Finanzieren des Studiums sein, dann aber dauert dieser Werdegang 11 Jahre. Dann heißt es, in Polen gäbe es diese Verdienstmöglichkeit nicht. Nun, ich lebe seit 5 Jahren in Warschau, vor vier Jahren kostete eine Putzfrau 5,- Euro die Stunde. Es gab grundsätzlich Ukrainerinnen, die den Job machen wollten. Polinnen nahmen schon damals 8,- Euro und mehr pro Stunde. Sicherlich sieht es in manch einer Ecke Polens anders aus als in der Hauptstadt. Doch jemand, der den Stand der Dinge dieser Profession schon damals so gut kannte, scheint nicht unbedingt nach etwas anderem gesucht zu haben.
Dann gibt es Sprüche, die eher beleidigend wirken, und zwar für die Polen selbst, denn bei uns sind Polen-Witze auch bei Harald Schmidt salonfähig geworden. Dass der Stundenlohn von Stadt zur Stadt in Deutschland variiert, ist klar, dass er aber "von der Polinnen-Zahl in dieser Stadt abhängt", ist eine Zumutung.
Können Polinnen nichts anderes tun als nur putzen und am Sonntag in die Kirche laufen?
In Deutschland leben offiziell ca. 380.000 Polen, die nach Polens Beitritt hierher zogen; dann gibt es 1.4 Millionen Spätaussiedler, die auch aus Polen umgezogen sind. Es gibt wahrscheinlich keine einzige Stadt in Deutschland, in der es keine Polen gibt. Putzen sie alle?
Dieses Buch unterstreicht die schon extrem verwurzelten Klischees eines Polen, der schwarz arbeite, somit den deutschen Staat beklaue und natürlich alles besser wisse. Denn so hört sich das an: 1500-2000 Euro im Monat, größtenteils schwarz. Toll.
Dieses Buch untermauert den Status Quo in beiden Ländern: den beide wissen kaum etwas über das jeweils andere.
Ich kenne viele Polen, die hervorragende Karrieren - in Deutschland - machen, die Arbeitsplätze erschaffen oder einfach mit Kopf und Herz ihrem Job nachgehen. Abgesehen davon lebe ich mit einer polnischen Journalistin zusammen (auch gemeinsame Kinder haben wir). Ich kenne auch Deutsche, die in Polen für polnische Unternehmen tätig sind. In einer ganz anderen Größenordnung als bei uns (die fünf größten TV-Stationen unseres Landes sind gerade mal so groß, wie die größte in Polen. In Warschau gibt es gerade mal 4,5% Arbeitslosigkeit, wie steht es damit in Berlin?
Unter all diesen Menschen wird das Buch keine große Freude auslösen.
Last but not least: dieses Buch wurde - nicht vielleicht sondern mit hundertprozentiger Sicherheit - von einem Ghostwriter geschrieben. Es stellt sich damit die gerechte Frage, in wie weit er die jeweiligen Stories hoch schraubte, um sie attraktiver erscheinen zu lassen. Man müsste noch dazu sagen, dass es möglicherweise in Großbritannien und Polen verlegt werde. In beiden Ländern finden sich einige, die uns gerne als primitiv und weiterhin "überdeutsch" bezeichnen. Keine Heldentat, bedenkt man, dass Justyna in Wirklichkeit Justyna, jedoch nicht Polanska heißt. Sie gibt sogar offen zu, dass sie diesen "Namen" Roman Polanskis wegen wähle, weil der halt mit Polen assoziiert werde...
Dieses Buch könnte sich genau so gut unter japanischen, spanischen oder kanadischen Betten abspielen.
Schmutz mitsamt ekligen Fundstücken ist überall auf der Welt zu finden. Zumindest dort, wo es uns - Menschen - gibt. Unabhängig der Nationalität.
Fazit: ein Buch, das die Welt nicht braucht.

Leo Walotek-Scheidegger / 4mare.com
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Das war nichts
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Sind Deutsche dreckiger als ihr Ruf? 2 16.01.2011
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