Zwar irritiert mich der Titel der deutschen Ausgabe dieses Buches schon einbißchen,denn es erweckt den Anschein als ob es im Jerusalem mehr als einen Tempel zur gleichen Zeit gegeben hätte,aber im Laufe der Lektüre wird es schon klarer um was es geht;verschiedene Tempeln der verschiedenen Zeitepochen.Ich bin allen Verschwörungstheorien gegenüber sehr vorsichtig und skeptisch eingestellt,aber dieses Buch verschwendet keine kostbare Zeit und Energie für ominöse Verschwörungstheorien,auch wenn es anfangs diesen Anschein erwecken mag.Es vermittelt zahlreiche hochinteressante Informationen im Bezug auf dem historischen aber auch esoterisch-spirituellen Aspekt der Freimaurerei,der manchmal in einigen Logen viel zu kurz vorkommt und dann wiederum in anderen Logen manchmal zu stark betont wird.Die literarische Reise der Autoren geht bis in die Zeit der ägyptischen Könige hin und führt durch die Zeiten Salomons,der Essener,Nasoräer und somit auch durch die Zeit Jesu bis zu den Templern hin.Das Buch gipfelt in der Überzeugung der Verfasser,daß in den freimaurerischen Ritualen ein verborgener Hinweis auf den Aufenthaltsort der autentischen Überlieferungen Jesu ist.Obwohl ich mit den Autoren nicht immer konform gehe,dennoch finde ich dieses Buch als das schönste das ich bis jetzt zum Thema der freimaurerischen Geschichte und zum Thema der maurerischen Symbolik gelesen habe.Darüberhinaus finde ich die Erkenntnisse der Autoren hinsichtlich der Persönlichkeit des Großarchitekten Hiram Abif einmalig und faszinierend.Interessant finde ich das in diesem Buch sehr ausführlich erläuterte ägyptische Konzept des Ma-ats,das mit Aufrichtigkeit,Wahrhaftigkeit und Rechtschaffenheit übersetzt wird,und in der Freimaurerei enorm wichtige Rolle spielt.Ma-at war ein humanistisch-ethischer Kodex.Es war weder ein religiöses Gebot noch eine gesetzliche Notwendigkeit;es war einfach freiwillige Güte,wie es in diesem Buch heißt.Sehr treffend finde ich die Behauptung der Autoren,daß die Freimaurerei sicherlich vieles ist,aber bestimmt nicht böse,obwohl manche Leute entschloßen sind,sie mit diesem Prädikat zu versehen.