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Unter dem Vulkan
 
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Unter dem Vulkan [Taschenbuch]

Malcolm Lowry , Susanna (Durchgesehen von Karin Graf) Rademacher
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 12 (1. Februar 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499135108
  • ISBN-13: 978-3499135101
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 134.170 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Malcolm Lowry
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Yvonne, Frau von Geoffrey Firmin, britischer Ex-Konsul in einer mexikanischen Kleinstadt am Fuße des Popocatepetl, hat sich von ihrem Mann getrennt, außerstande, dessen Selbstvernichtung durch Trunksucht mitanzusehen oder gar zu verhindern. Schließlich kehrt sie zurück und setzt noch einmal alles daran, den Mann zu retten, den sie nach wie vor liebt. Gemeinsam mit Hugh, Geoffreys unstetem, ziellosem Halbbruder, kämpft sie um sein Leben und wird unaufhaltsam in den Strudel einer verlöschenden Trinkerexistenz hineingezogen. Der Roman wurde von John Houston mit Albert Finney in der Hauptrolle verfilmt.

Über den Autor

wurde 1909 in Merseyde/England geboren und studierte seit 1929 in Cambridge Philosophie. 1940 zog er nach British Columbia, wo er sein bekanntestes Werk "Unter dem Vulkan" (1947) verfasste. 1954 kehrte er, vom Alkohol zerrüttet, nach England zurück, wo er am 29. Juni 1957 starb.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
In Betrachtungen zu Malcolm Lowry's Werk Unter dem Vulkan wird intuitiv der Tatsache, daß es sich um die Geschichte der Agonie eines Trinkers handelt, eine Art Schlüssel-Rolle zugesprochen. Das liegt auf der Hand. Lowry, selbst schwer alkoholkrank, hat nicht ohne Grund seinen Helden Geoffrey Firmin als Alkoholiker dargestellt.
Was wir während des Lesens des Bucher aber erleben, ist, daß die Trunksucht des ehemaligen Konsuls Firmin lediglich Symptom der selbstzerstörerischen Luzidität eines Menschen ist, der mit aller furchtbaren Kraft und Schönheit der Poesie den flüchtigen Zauber des Lebens und der Tragödie der Liebe zu erfassen vermag, ohne daß er selbst den Mut hätte, die Liebe, also das Leben zu leben, was seine Rettung bedeuten würde.
Sein Alkoholismus ist Suizid, er stirbt daran schon zu Lebzeiten. Sein physischer Tod ist eine eher zufällige Ermordung durch Faschisten, so entwürdigend und sinnlos wie die letzten Monate seines Lebens.
An jenem Tag, als wir den ehemaligen Konsul kennenlernen, ist sein Alkoholismus tatsächlich so weit fortgeschritten, daß dessen schlichte Diktion die Unfähigkeit Firmins begründet, das ihm widerfahrene unglaubliche Glück der so sehr herbeigesehnten Rückkehr seiner geliebten, geschiedenen Frau überhaupt noch wahrnehmen, ja erleben zu können.
Jetzt ist es der Alkohol, der vordergründig alles zerstört, das erschütterndste an dem Buch aber ist es, zu erkennen, daß die Ursachen des Scheiterns der Liebe so allgemeingültig sinnfrei und banal sind wie eben ein Trinkerdelirium selbst, ähnlich des flammenden Bekenntnisses zur Liebe selbst, das immer zu wissen vorgibt, warum.
Es ist eine Geschichte vom Scheitern der Liebe. Wo die Liebe scheitert, nisten sich die dunklen Mächte ein. Mag es der Stupor des Alkoholismus sein.
Lowry selbst schrieb in einem Vorwort, daß er endlich mal eine authentische Trinkergeschichte schreiben wollte. Die Trunkenheit des Konsuls solle die allumfassende Trunkenheit der Welt symbolisieren.
Trunkenheit als Phänomen, als möglichen Zustand auch der scheinbaren Nüchternheit des Menschen zu verstehen, eröffnet dem Leser erst die Tür zu einem poetischen Meisterwerk, dessen Tiefe schwindeln macht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Hölle 1. Oktober 2008
Von Polar
Format:Taschenbuch
Was für ein Roman. Was für eine Kraft. Was für eine Tragödie. Selbst Jahre, nachdem man ihn gelesen hat, ergreifen einen seine Bilder immer noch. In Unter dem Vulkan treffen Mythos und Wirklichkeit zusammen. Ein Schriftsteller und sein Werk spiegeln den aussichtslosen Kampf gegen den Alkohol wieder. Seien die Gründe auch noch so verschieden, immer zur Flasche greifen zu müssen, sich selbst dafür zu hassen, Familie, Arbeit, alle Kraft zu verlieren, Malcolm Lowry ist ein faszinierend ehrlicher, sprachlich meisterhafter Roman gelungen, der sich auf der Schattenseite umsieht, nachdem man sich aufgegeben hat. Lowry selbst spricht von dem unbekannten Land, in das man vordringt und aus dem man nicht zurückkehren kann. Seine Geschichte spielt in Mexiko, dreht sich um einen Ex-Konsul, seine von ihm getrennt lebende Frau und eine Liebe, die scheinbar verloren, wie wahnsinnig nach ihr schreit. Das Leben ist für den Konsul nur noch im Rausch zu ertragen. Freundschaften, Verpflichtungen, Nähe sind darin untergegangen. Wir stehen am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, der alles mit sich in den Abgrund reißen wird. Warum dann sich nicht selbst zerstören? Nur kann eine solche Reise im Alkohol lange dauern und Dämonen tauchen auf, die immer wieder dieselbe Sehnsucht, Fragen, blassen Antworten aufwerfen. Den Konsul beim Trinken zuzusehen, seine Hilflosigkeit, die verloren geglaubte Frau zurückzugewinnen, ist erschreckend zu lesen, und verleiht einem ein Gefühl dafür, wie abgrundtief die Schwäche in einem wüten muss, um die Welt gegen sich selbst richten zu können. Lowrys Roman ist keine Anklage, er ist aus der Mitte der Hölle geschrieben. Sein Autor hat all seine Kraft darauf verwandt, ihn zu Ende zu schreiben. Und so bleibt der nie abgeschickte Brief an die Frau des Konsuls der letzte Aufschrei aus dem Nichts, bevor das Leben darin versinkt. Die Leser jedoch bekommen ein Geschenk gemacht, indem sie in sich die Nähe zum eigenen Untergang begeben, während dieser eine Allerseelentag in Quauhnahuac für den Konsul die Erlösung bringt.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein düsterer Klassiker 15. März 2001
Format:Taschenbuch
UNTER DEM VULKAN zählt zu den Klassikern der angelsächsischen Literatur. Es beschreibt den letzten Tag im Leben des Geoffrey Firmin. Firmin ist englischer Konsul in einem mexikanischen Kuhdorf und ein schwerer Trinker. Der Alkohol hat seine berufliche Karriere und sein Privatleben zerstört. Zu Beginn des Romans kehrt seine Frau, die ihn vor einiger Zeit verlassen hat, in der Hoffnung auf einen Neuanfang zurück. Aber obwohl auch Firmin sie noch immer liebt, treibt er seine Selbstzerstörung bis zu ihrem unausweichlichen Ende weiter. UNTER DEM VULKAN ist ein düsteres Buch. Lowry, selbst Alkoholiker, beschreibt minutiös Firmins Untergang. Zuweilen hätten seine trunkenen Visionen etwas kürzer sein können (daher nur 4 Sterne), aber insgesamt ist es eine zugleich faszinierende und verstörende Lektüre. Kein Junk Food für Zwischendurch, eher für die stillen Stunden.
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Größenwahn und Erbärmlichkeit
Malcolm Lowry wusste, wovon er schrieb. Weil auch er es nicht schaffte, die Liebe zu leben. Weil auch er es nicht schaffte, die Finger von der Flasche zu lassen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von grondster veröffentlicht
Klassiker aber schwer lesbar
Sollte man besser in englisch lesen. In der Übersetzung erschliesst sich der Inhalt auch nicht schneller.
Veröffentlicht am 13. Januar 2010 von L. Ferner-Mayer
Steht für sich in der Literaturlandschaft
"Unter dem Vulkan" gehört zu den besten Büchern, die ich kenne.
Schwerverdaulich, aber das ist die Wahrheit oft.
Veröffentlicht am 18. Dezember 2009 von Birger Rath
Depressiv
Tut mir leid, aber ich habe es dann doch nach den ersten 50 Seiten aus der Hand gelegt,
depremiert mich einfach zu sehr - so gut der Scheibstil auch sein mag.
Veröffentlicht am 20. Juli 2009 von Wolf-peter Reinhold
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