Fehler machen ist Menschlich, aber manchmal will man sich schon am liebsten ohrfeigen. So ging es mir nämlich, nachdem ich die ca. ersten 7 Seiten (!) dieses Buches gelesen habe. Was man hier aufgetischt bekommt ist schon.. hm, ja, lasst es mich so ausdrücken, dreist.
Aber von vorne! Ich unterteile meine Rezensionen mal in die Kategorien 'STORY', 'STIL', 'AUTENZITÄT (der Charaktere und der Liebesgeschichte)' und 'FAZIT'.
Eins will ich aber zu Beginn anmerken: Ich bin KEIN "verbitterter" Twilight/Bis(s) Liebhaber, der das Buch hier so zerreißt, weil er ein Fan der Reihe ist. Ich distanziere mich davon ausdrücklich, aber die Vergleiche zwischen beiden Büchern MÜSSEN einfach gezogen werden! Warum? Tja..
STORY: Kennen wir doch, oder? Sie, menschlich, verliebt sich in ihn, verdammt geil, Vampir. Und nein, diese Geschichte hebt sich NICHT von diesem Klischee ab, im Gegenteil, hier wurden einfach nur ein paar Namen geändert und schon hatte man die Story. Ganz ehrlich, ich finde das so dermaßen dreist, dass ich an einigen Stellen lachen musste, weil ich mich für die Autorin geschähmt habe. Auch wenn es lästig ist, es ist wohl jedem Autor der sich im Vampirbereich bewegt klar, dass Vergleiche zu berühmten Ableger des Bereichs gezogen werden, also.. Bis(s). ;)
Und ja, einige Elemente kamen mir SEHR bekannt vor, lest dazu aber mehr unter AUTENZITÄT. ;)
Und meint die Autorin das mit den Sachen ernst, dass der Typ was besonderes sein soll, weil er pinke Chucks trägt und einen ausgefallen Musikgeschmack hat? Wen kümmert das? Das hilft einer Geschichte auch nicht raus, wenn sie schlichtweg geklaut ist!
Zusammenfassend ist die Story flacher als ein Brett... und ziemlich unnötig.
STIL: Naja, daran habe ich jetzt nichts direktes auszusetzen. Die Autorin ist kein besonderes Talent, sie.. schreibt einfach. Ich weiß nicht so recht, wie ich es sagen soll. Man liest das Buch einfach, es fällt nichts besonders positives, aber auch nichts gravierend negatives am Schreibstil der Autorin auf. Ich kann dazu nur sagen, wenn sie das mit dem schreiben gelassen hätte, wer kein besonderes Talent verloren gegangen..
AUTENZITÄT: Zu 0% erhalten. Wie oben schon erwähnt, habe ich die ersten Seiten gelesen und alles was ich denken konnte war 'Häh?'. Lasst es mich euch erzählen: Die Hauptprotagonistin wollte mit ihrer besten, sehr nervigen Freundin in die Disco, hat den beiden aber zu lange gedauert und sie sind wieder heim, wurden aber in einer dunklen Seitengasse von irgendein paar zwielichtigen Typen verfolgt, die nichts gutes im Sinn hatten. Jaaa, da bewegt sich irgendwas im Kopf, kommt einem aus Bis(s) leicht bekannt vor, nicht? Aber wartet ihr Lieben, die Autorin legt noch einen drauf :) Die beste Freundin rennt dann also einfach weg und versteckt sich, als sie die Typen bemerkt und lässt ihre Freundin alleine mit ihnen zurück (Klaaar). Die pöbeln natürlich richtig rum, aber GENAU in dem Moment taucht natürlich im schicken Porsche der (untote) Retter auf. Boooom! Er heißt nicht Edward und will Bella retten Leute, nein, wir sind hier doch bei einem ganz anderen Buch! Eine gewisse Ähnlichkeit? (Achtung, Irooonie) Auf gaaar keinen Fall. Noch besser wird es aber dann, als er aus dem Auto steigt & die Bad Boys natürlich sofort verschwinden. Die beste Freundin kommt aus ihrem Versteck gekrochen, wirft sich sofort an ihn ran, aber die Hauptprotagonistin kann seinem Charme natürlich widerstehen. Das lustigste war dann, dass die beiden einfach bei diesem Fremden Typ ins Auto steigen, aber eben noch Todesangst hatten, weil sie zwielichtigen Typen begegnet sind. Aber ein Fremder der im Porsche in einer dunklen Nebengasse steht ist nicht komisch oder was? Zum krönenden Abschluss baggert die nervige Freundin diesen 'Megaaa hotten Typ' auch noch an und die beiden fahren mit ihm mit, trinken danach einen Kaffee mit ihm und der Rest.. Tja, zieht sich weiter so hirnlos durch.
Ich hab die Geschichte bis jetzt noch nicht verstanden. Oder besser gesagt, was mir daraus nicht bekannt vorkam. Die Familie ist ebenfalls aus Bis(s) geklaut, bzw. die Idee, dass da diese Vampir'eltern' sind, die andere verwandelt haben und jetzt eine untote Patchworkfamilie aufmachen. Echt mal, dreist geklaut. Genau so sind es auch viele weitere kleine Details, die einem bekannt vorkommen.
Die Beziehungen untereinander hab ich nur schwer verstanden, weil sie so unlogisch waren. Peter ist mega heiß und sie verliebt sich sofort, aber er ist soooo böse zu ihr, weil er sie & ihr Blut auch so anziehend findet, dass er sich wünschte, er könnte sie hassen. Ja, all diese Gefühle kommen bei der ersten Begegnung auf und man denkt praktisch einfach nur, dass es schlimmer kaum geht.
Mehr will ich gar nicht sagen, alles andere ist genau, jedes einzelne geklaute Mitglied agiert vorhersehbar, aber unverständlich in seiner Handlung.
FAZIT: Ich schäme mich für dieses Buch, mehr kann ich dazu einfach nicht sagen. Es ist vergleichsweise schlecht geschrieben, die Idee ist übernommen, nicht neu, fast nahezu geklaut.
Wenn ich könnte, würde ich dieses Buch verbieten! ;)
Alles ist in sich unlogisch und man fühlt sich fast peinlich berührt, wenn man mal wieder etwas liest, dass einem nur zu bekannt vorkommt. Angesichts der Tatsache, dass es sich hiermit um eine Reihe handelt, graust es mir nur noch mehr, weil der erste Band an sich Grauen genug ist.
Bitte, kauft dieses Buch nicht, ihr kennt die Geschichte schon! Spart euch das Geld für was besseres auf..
ANMERKUNG: Ich möchte allen, die auf der Suche nach einem guten Buch mit einer atemberaubenden Liebesgeschichte, einem wunderschönen Schreibstil, einer neuen (!) Story und viel Talent sind, [...] empfehlen. Ich habe das Buch direkt vor diesem hier gelesen und es zählt jetzt zu einem der besten Bücher, das ich je gelesen habe. Ich kann es euch nur ans Herz legen, sozusagen als eine bessere Investition, wenn ihr den schlauen Entschluss gefasst habt, die Finger von diesem Buch hier zu lassen. ;) Schaut euch Blutbraut einfach mal an, ich verspreche, dass ihr nicht enttäuscht werdet (ihr findet da auch eine Rezension zum Buch von mir ;D).
Mehr will ich einfach nicht mehr dazu sagen, es wäre verschwendete Zeit. Lasst die Finger hiervon, Leute!