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Unter dem Tagmond: Roman [Taschenbuch]

Keri Hulme , Joachim A. Frank
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Unter dem Tagmond
OT The Bone People OA 1984 DE 1987Form Roman Epoche Moderne
In dem 600-seitigen Roman Unter dem Tagmond gelingt es Keri Hulme, die tief greifenden gesellschaftlichen Probleme Neuseelands – nationale Identität, Wiederbelebung und Integration der Maorikultur sowie die Ausbeutung des Lands – exemplarisch darzustellen. Die im Mittelpunkt stehenden Personen sind Entwurzelte; sie stehen zwischen den Kulturen, da ihre Vorfahren sowohl Maori als auch Weiße sind.
Entstehung: Das ursprünglich als Kurzgeschichte konzipierte Werk schrieb Hulme zwischen 1966 und 1978. Zunächst fand sich kein Verleger für den Roman, bis er schließlich in einem kleinen feministischen Verlag erscheinen konnte. Erst nach dem großen Erfolg des Buchs brachten es auch namhafte Verlagshäuser in den USA und Europa heraus.
Inhalt: Nachdem sie sich mit ihrer Familie überworfen hat, lebt die reiche Künstlerin Kerewin Holmes allein in einem finsteren Turm an einem wilden, unwirtlichen Ort. Eines Tages schleicht sich Simon, Findelkind und einziger Überlebender eines Schiffsunglücks, in ihre Festung ein. Der gewalttätige Junge ist stumm, aber intelligent; niemand weiß, wer seine Eltern waren. Im Dorf ist er als Dieb bekannt; immer wieder besucht er einen als Päderasten verschrienen Alten. Simon wohnt bei Joe, der nach dem Tod seiner Frau allein ist. Mit dem renitenten Kind überfordert, versucht Joe immer wieder, Simon mit brutaler Gewalt zur Anpassung zu zwingen. Auch Kerewins Beziehung zu ihrer Umwelt ist durch Aggressivität und Feindseligkeit geprägt.
Kerewin, Simon und Joe gelingt es zunächst, einander näher zukommen. Als Kerewin sich jedoch wieder zurückzieht, kommt es zum Ausbruch mörderischer Gewalt: Im Streit um Kerewins Lieblingsmesser verletzt Joe den Jungen so schwer, dass er ins Koma fällt. Das Ende des Buchs deutet eine mögliche Lösung an: In der Rückbesinnung und Neubelebung von Maori-Weisheiten finden Kerewin und Joe einen Ausweg aus der Spirale der Gewalt. Gemeinsam mit Simon wagen sie einen neuen Versuch zusammenzuleben.
Wirkung: Erzählerische Kraft und poetische Intensität machten den Roman zum Welterfolg. 1985 wurde Unter dem Tagmond mit dem neuseeländischen Mobil-Pegasus-Preis für Maori-Literatur ausgezeichnet; im selben Jahr erhielt das Werk den britischen Booker-Preis. D. M.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Keri Hulme, die 1947 in Christchurch/ Neuseeland geboren wurde und mütterlicherseits Maori-Vorfahren hat, erwarb sich durch ihren 1985 veröffentlichten Erstlingsroman ›Unter dem Tagmond‹ (im Original ›The Bone People‹) internationales Ansehen: der Roman, der von der Mythen- und Symbolwelt der Maori beseelt ist, wurde sogleich mit dem Booker Prize, Englands renommiertestem Literaturpreis, ausgezeichnet. Keri Hulme, die außerdem Erzählungen und Gedichte geschrieben hat, lebt bei Okarito.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Porträt einer Sandale

»... wie unser Ochse, Jack. Der Kerl wird noch seine Altersrente beziehen, bevor er geschlachtet wird.« »Ja, aber sieh mal, wer einstweilen lacht.«

Gelächter schallte um die Bar herum.

Kerewin, die abseits saß, ließ eine Münze auf den Schanktisch klirren tind winkte dem Barmann.

»Dasselbe noch mal?«

»Ja, bitte.«

Dies Schiff, das, starr auf meiner Münze, eben die Segel setzt für immer, das heißt »Streben«.

Sie trinkt, um aus der Nächte Pein

die bösen 7'räume zu vertreiben.

Die Welt ist weiter nichts als Schein.

Die Sonne stirbt, und nichts wird bleiben.

Sie zuckt die Schultern.

Möchte wissen was passieren würde, wenn ich laut zu singen anfinge.

Das Bier steigt in einem Wirbel bis zum Rand des Glases: der Schlauch zieht sich zurück. »Einen schönen Abend gehabt?« fragt der Barmann höflich.

Es ist das erste, was jemand zu ihr sagt. »Ja.«

-Glück gehabt beim Fischen?«

Wie schnell hat es sich in der Stadt herumgesprochen, daß ich ein Boot gekauft habe? »Oh, es geht«, sagt sie, »es geht.« »Gut...« Er fährt mit seinem Tuch flüchtig über die Tisch.....

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