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Unter Null
 
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Unter Null [Taschenbuch]

Bret Easton Ellis , Bret Easton Ellis
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 8,95  
Taschenbuch, Oktober 1999 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (Oktober 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462028588
  • ISBN-13: 978-3462028584
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (47 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 59.491 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bret Easton Ellis
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Autorenporträt

Bret Easton Ellis, geboren 1964 in Los Angeles, lebt in New York.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeit der Dekadenz 6. November 2001
Von J. Mantl
Format:Taschenbuch
In "Unter Null" nach einer "Handlung" im klassischen Sinn zu suchen, ist meines Erachtens nach müßig.
Die Aneinanderreihung von Partybeschreibungen, Familientragödien, Exzessen und Reminiszenen (zusammengefaßt im Rahmen heißer Winterferien in L.A.) hat nur eine Aufgabe: die Beschreibung der totalen Einsamkeit Clays unter vielen, gelebt in aktiver Passivität, in selbstverständlicher Dekadenz und unbegrenztem Konsumhedonisums. Die Entfremdung des Protagonisten vom Freundeskreis, von der Familie, ja von sich selbst ist Begleiterscheinung dieses abgehobenen Lebensstils. Was Clay aber von den anderen Mitcharakteren unterscheidet, ist das Wissen um das Unglück, das zu einem nicht unbeträchtlichen Teil seiner Passivität und Oberflächlichkeit zuzuschreiben ist. Und genau dieses Wissen verbunden mit der Ohnmacht, kein Mittel gegen die Depression zu haben, macht ihn noch verstörter.
Was das Buch meiner Meinung nach so gut macht, ist die Nachvollziehbarkeit der emotionalen Strukturen und Verhaltensmuster, die Clay prägen. Diese lassen sich ohne weiteres auch auf andere Gruppen in anderen sozialen Schichten umlegen. Unverständnis in der Familie und im Freundeskreis, Shoppingwut, Drogenkonsum, Selbstzweifel etc. beschränken sich nicht nur auf die High society, die in diesem Buch als abstrahiertes Abziehbild der Gesellschaft gesehen werden kann.
"Unter Null" ist die Momentaufnahme eines Winters, das Photoshooting lost boys and girls, das keine "Handlung" benötigt, um die Verlorenheit des Einzelnen in der Gruppe, die Oberflächlichkeiten einer Gesellschaft zu zeigen. Die hemmungslos übertriebene, fast surreale Dekadenz dieser Luxusgesellschaft kann uns das nur noch besser vor Augen führen.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Less than zero 24. Juni 2004
Format:Taschenbuch
Noch nie habe ich ein Buch gelesen, das die vollkommene, grenzenlose (innere) Leere einer degenerierten, emotionslosen Gesellschaft so treffend und so brillant beschreibt wie Bret Easton Ellis' viel beachteter Debütroman "Unter Null".

Der Buchtitel "Unter Null" oder, im amerikanischen Original, "Less than zero", ist programmatisch für diesen Roman.
Protagonist des Buches ist Clay, ein reicher Upperclass-Junge. Clay, soeben vom Elite-College in Neuengland zurückgekehrt ins sonnige L.A., steht stellvertretend für diese Gesellschaft, quasi als ihr Abziehbild. Unfähig, Freude oder nur irgendein Gefühl zu empfinden, verbringt er die Weihnachtstage zusammen mit Freunden, die nicht weniger verstört und oberflächlich sind als er. Als Kinder reicher Eltern und frei von jeglichen sozialen oder beruflichen Verpflichtungen sind die Tage dieser Kids ausgefüllt mit Partys, Abhängen in den Villen der Freunde, Sex mit wahllos gewählten Partnern, Drogen- und Alkoholexzessen und ziellosen Autofahrten mit dem neuen Mercedes-Cabriolet über die Boulevards von L.A. - immer auf der Suche nach dem, was einen kurzen Endorphinkitzel verspricht, um der Langeweile und der Leere wenigstens für eine Weile zu entfliehen. Clay, selbst ein Teil dieses Kreislaufs, entfremdet sich im Laufe des Buches immer mehr von seinen Freunden, ist aber dennoch nicht in der Lage, dieser sich stetig nach unten windenden Spirale zu entkommen. Erinnerungen an Dinge aus der Vergangenheit kommen gegen Ende des Buches immer wieder hoch, wie z. B. der Krebstod der Großmutter oder die erste Zeit seines Zusammenseins mit seiner Ex-Freundin Blair - doch verflüchtigen sich diese nur noch in der fernen Andeutung eines Gefühls, wirklich berührt wird Clay von ihnen nicht. Sprachlos und gefangen in einem Zustand absoluter Passivität und dem Mangel an wirklichem, ehrlichem Mitgefühl bleiben viele Dinge ungeklärt und unausgesprochen oder werden einfach negiert. Er lässt "es" mit sich geschehen. Clay weiß um das seelische Elend, in dem er sich befindet, doch scheint er nicht verzweifelt genug, es zu durchbrechen und zu überwinden. Er bleibt, ebenso wie seine Bekannten und selbst seine Eltern und seine beiden Schwestern, äußerlich perfekt, innerlich jedoch hohl und im Grunde vollkommen isoliert und einsam.
Dieses düstere Panorama, festgehalten in unterschiedlichen Momentaufnahmen Clays und seiner Freunde, wird durch die Schilderung der beinahe schon übertrieben luxuriösen Umgebung in den Hügeln von L.A. und dem traumhaft sommerlichen Wetter auf's Äußerste verstärkt, dienen diese Dinge doch als krasser Kontrast zu dem Innenleben des/der Protagonisten.

Bret Easton Ellis hat mit "Unter Null" ein selten gutes, wirklich verstörendes und intensives Buch geschrieben, das bei dem einen oder anderen Leser einen schalen Nachgeschmack zurücklassen wird. Für mich persönlich sein Meisterwerk.

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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Nachdem Clay vier Monate in seiner Universität an der Ostküste verbracht hat, kehrt er in seine Heimat in Kalifornien zurück. Dort versucht er, sein bisheriges Leben wieder aufzunehmen. Äußerlich fällt ihm das leicht, er nimmt an dem endlosen Reigen der Parties, der unbeachtlichen Gespräche und beliebigen sozialen Kontakte teil, hat Beziehungen und macht Liebe, ohne wirklich berührt zu sein. Wichtig ist Mercedesfahren, wichtig ist auch die richtige Kleidung, der richtige Klub und das richtige Aussehen, und wenn man auf die Frage "Was machst Du eigentlich in Deinem Leben" keine Antwort hat, ist das auch nicht wirklich schlimm.

Im Laufe des Buches muss Clay aber auch lernen, dass sich seine "Freunde" langsam von Kindern zu frustrierten Erwachsenen entwicklen, dass sie sich in Opfer und Täter verwandeln, die aus dieser Welt schrittweise in ein Schlachthaus machen. Langsam distanziert er sich von diesem Leben, und beginnt Erinnerungen an seine Kindheit dem aktuellen Geschehen gegenüberzustellen. Aber auch von seiner Famillie ist nicht genug übrig, um ihm in Kalifornien eine Heimat zu geben.

Für ein Erstlingswerk eines 20jährigen Autors ungewöhnlich hellsichtig. Die Kritik an dem Leben der jugendlichen Töchter und Söhne reicher Eltern ist in kurze, zündende Dialoge gepackt, ein Wortwechel sagt oft mehr als 20 Seiten Prosa bei anderen Autoren. Die Gewalt, die wie in anderen Büchern von Ellis hier am Ende steht, ist aus dem Leben und den Einstellungen der Handelnden leider nur zu gut erklärbart und damit auch weniger unvermittelt und überraschend als in Ellis späteren Romanen. Dafür vielleicht aber noch etwas schockierender, weil realer.

Nicht nur für Fans geeignet.

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gelungenes Erstlingswerk
Ellis´ Erstlingswerk von 1984 handelt wie seine späteren Bücher von privilegierten dekadenten Jugendlichen, die ihren Alltag mit Drogen und Sex verbringen und dabei... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Ivonne Wiese veröffentlicht
nichts zu verlieren
Der Alltag des 18jährigen Clay und seiner in die High Society Kaliforniens hineingeborenen Bekannten dreht sich tagein, tagaus um die gleichen Belanglosigkeiten. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von tabula_rasa2605 veröffentlicht
Auch Null ist relativ
Ellis' Werk ist gut und einfach zu lesen, in simpler Sprache ohne große Ausdrucksmittel gehalten, was die kalte, indifferente Grundstimmung unterstützen mag. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Barbara S. veröffentlicht
Los Angeles-Oberschicht
Sie sind jung, reich, nehmen Drogen, haben Sex und sprechen in banalen Dialogen. Lakonisch ist noch übertrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von agardenchair veröffentlicht
der zugang zu Bret Easton Ellis
habe mir das Buch aufgrund einer Rezession zum zweiten Teil Imperial Bedrooms: Roman gekauft, um die Geschichte von Anfang an zu kennen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von hoeschy veröffentlicht
Gesellschaftskritik
Wer schön brav in die Fußstapfen seiner Eltern tritt und daran weder etwas ändern noch darüber nachdenken möchte, sollte dieses Buch lieber nicht lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Schreibfee veröffentlicht
Absolut faszinierend.
Selten habe ich etwas gelesen, das mich von seiner Ausweglosig- und Einsamkeit noch so lange nach dem Auslesen des Buches beschäftigt hat. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von miss_golightly veröffentlicht
Stellenweise brillant, aber anstrengend
In seinem gefeierten Erstlingswerk pflegt der damals 20jährige Bret Easton Ellis einen sehr eigenen Stil, der sich auch durch fast alle seine späteren Werke zieht und... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Marc veröffentlicht
Naja.........
Wenn man anfängt dieses Buch zu lesen, so ist es zunächst erfrischend anders und macht auch Spaß. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von BÖCHERWURRRM veröffentlicht
Nicht lesbar
Nach wenigen Seiten vergeht die Lust am Lesen sehr schnell, da (zumindest in der Übersetzung), gefühlt jedes 4. Wort "und" ist. Ich bin sehr enttäuscht.
Veröffentlicht am 26. Mai 2010 von S. Zeberg
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