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Unter Menschenfressern
 
 
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Unter Menschenfressern [Gebundene Ausgabe]

Philip Caputo
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: National Geographic (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934385702
  • ISBN-13: 978-3934385702
  • Größe und/oder Gewicht: 23,3 x 15,4 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 721.652 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wenig bekannt ist, dass noch in den 30er und 40er Jahren viele Menschen L”wen zum Opfer fielen: zum Beispiel in Tansania rund 1500.
Menschenfressende L”wen geh”ren zu den schaurigsten und faszinierendsten Kapiteln der Naturgeschichte Afrikas. Im Jahr 1898 t”teten zwei riesige L”wen, "Ghost" und "Darkness" genannt, rund 135 Eisenbahn-Arbeiter am Tsavo-Fluss in Kenia. Seither werden die L”wen von Tsavo als geheimnisvolle Bestien gefrchtet; nicht nur dass einige von ihnen auáergew”hnlich groá sind, ihnen fehlt auch die majest„tische M„hne. Da das Gebiet einen der gr”áten und am wenigsten besuchten Nationalparks Afrikas beherbergt, sind die Tsavo-L”wen nach wie vor von Legenden umgeben. Philip Caputo, von der Geschichte der L”wen fasziniert, begibt sich selbst auf Expedition und begleitet Wissenschaftler, die das R„tsel um die Menschenfresser zu l”sen versuchen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Philip Caputo, geboren 1941 in Chicago, war sechs Jahre lang als Auslandskorrespondent für die "Chicago Tribune" unterwegs, wobei er in Beirut in Gefangenschaft geriet. 1973 bekam er den Pulitzerpreis. Einige Jahre später verließ er die "Chicago Tribune" und ist seither als Schriftsteller tätig. Philip Caputo lebt mit seiner Frau in Norwalk, Connecticut.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Kurzweilig und informativ, 18. Mai 2005
Von 
„Nicht einen Löwen, sondern zwei. Mit einem Messer. Wenn Elui das konnte, kann ich es auch, wenn es sein muss. Ich werde Leslie bis zum letzten Atemzug verteidigen. Ich umfasse den geriffelten Griff des Messers, das in seiner Lederscheide auf dem Nachttisch neben meinem Feldbett liegt. Aber dann denke ich mir, das Beste, was ich im Falle eines Angriffs tun kann, wäre, mich in ein Mordinstrument zu stürzen und so dem Löwen die Mühe zu ersparen."

Das Mysterium um die Herkunft und die Existenz von Ghost und Darkeness, jener menschenfressenden Löwen die im 19. Jahrhundert den Brückenbau über den Tsavo in Ostafrika zur Katastrophe werden ließen und heute in der Stanley Field Hall in Chicago ausgestellt sind, ließen den Pulitzerpreisträger Philip Caputo zweimal den Tsavo National Park in Kenia aufsuchen. Gemeinsam mit einer kuriosen Gruppe an Biologen spürt Caputo den Löwen nach, fühlt sich ihnen ausgeliefert und versucht Licht in das Dunkel um die mähnenlosen Könige der ostafrikanischen Steppe zu bringen.

Caputo ist zweifelsohne ein exzellenter Journalist. Er versteht sich hervorragend darin, Belanglosigkeiten auf eine spannungsgeladene Ebene zu heben, die den Leser über kurze Zeit an seine Schilderung fesseln. In diesem Potpourri aus Abenteuererzählung, biologischer Abhandlung und Biographie jedoch fehlt eindeutig ein roter Faden, der den Leser zwischen den verschiedensten Sprüngen in Zeit und Raum eine Orientierungshilfe gibt. Auch wenn sich die Geschichte zu allererst als Abenteuer verstanden wissen will, glückt der Versuch der Reduktion schwieriger zoologischer Problematiken auf ein dem Laien verständliches Niveau nur ansatzweise. Der menschenfressende Löwe wird zum Wahnobjekt, zum letzten Weltengeheimnis, zur letzten Bastion offensichtlichen tierischen Widerstands gegen die Omnipotenz des Homo sapiens mythologisiert. Und alles nur weil die armen Viecher eben hungrig sind ...

Caputo bemüht sich um Objektivität hinsichtlich der verschiedenen Forschungsmeinungen der Herkunft der Löwen von Tsavo, fällt jedoch ständig (wohl unbewusst) parteiische, von Emotionen überlagerte, Urteile. Er bemüht sich erst gar nicht um eine Distanzierung von offener Selbstherrlichkeit und Sensationsgier. Doch wohl auch genau aus diesem Grund wirkt der Autor, der hier in vollem Bewusstsein von seinem letzten großen Abenteuer berichtet, sehr greifbar und menschlich verständlich. Ein ideales Buch für regnerische Nachmittage.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Spannende Reise in die Abgründe Afrikas, 26. Juli 2005
Von 
Thomas Kerstens - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Unter Menschenfressern (Gebundene Ausgabe)
Die legendäre Geschichte der Menschenfressenden Löwen von Tsavo kennt in Afrika jedes Kind. Und spätestens seit der mehr oder weniger gelungenen Umsetzung als Hollywood Abenteuerfilm mit dem Titel "Der Geist und die Dunkelheit" ist die auf Fakten basierende und dennoch fast unglaubliche Story auch einem größeren Personenkreis zugänglich gemacht worden. Phil Caputo begibt sich in diesem Buch auf die spannende Spurensuche, begleitet von namhaften Löwenforschern Unterschiedliche Aspekte werden dabei beleuchtet: Was ist Fiktion, was Realität ? Was hat die Löwen damals zu Menschenfressern gemacht ? Gibt es eine genetische Veranlagung für die Vorliebe zu Menschenfleisch ? Viele andere Themen werden in diesem Zusammenhang angeschnitten, einige dabei ausführlicher als andere. Und es gibt auch Erklärungsversuche, die durchaus plausibel klingen. Viele davon werden in den Ohren empfindlicher Leser grausam klingen, aber nichtsdestotrotz logisch, auf eine animalisch bestialische Art. Tsavo, immer wieder Zielort von zahlreichen Expeditionen, die in diesem Dokuroman geschildert werden, bedeutet in der Sprache der Einheimischen übrigens "Ort des Blutbads". Wie es zu diesem Namen kam, mag Teil einer Erklärung sein - unfaßbar ist sie allemal.
Immer wieder lockert Caputo den Stoff mit kleinen Abschweifungen und Anekdoten auf. Ich persönlich fand das nicht störend; es mag jedoch Leser geben, denen das zu unseriös erscheint. Schließlich aber will Caputo primär unterhalten, und mit diesem Mix aus Wissenschaft, Reisebericht und einem Schuß Abenteuerroman ist ihm das vorzüglich gelungen, wie ich meine.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Löwen von Tsavo - Mythos oder Realität?, 25. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Unter Menschenfressern (Gebundene Ausgabe)
Bei meiner letzten Keniareise hörte ich natürlich auch die Geschichte über die menschenfressenden Löwen von Tsavo beim Bau der Ugandabahn 1898. Dieses Thema zog mich genauso in den Bann, wie viele vor mir auch, die diese Geschichte das erste Mal hörten. Als ich dann noch den Hollywoodstreifen "Der Geist und die Dunkelheit", der auf der authentischen Romanvorlage von Bruce D. Patterson "The Man- Eaters of Tsavo" basiert, anschaute, war ich so fasziniert, daß ich unbedingt mehr über diese Löwen wissen wollte.
Philip Caputo ist es gelungen, in seinem Buch "Unter Menschenfressern - Auf den Spuren der mystischen Löwen von Tsavo" Legenden und Überlieferungen zusammenzutragen und eigene Erlebnisse auf seiner wissenschaftlichen Entdeckungsreise durch Ostafrika fesselnd darzustellen.
Ein unbedingtes Muß für jeden Afrikafan! Sehr empfehlenswert.
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