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Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde
 
 
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Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde [Taschenbuch]

Jan Fleischhauer
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (135 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 4 (2. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499624788
  • ISBN-13: 978-3499624780
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (135 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.703 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jan Fleischhauer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aktualisierte und erweiterte Ausgabe Eine Erkundung der linken Lebenswelten – persönlich, boshaft und sehr unterhaltsam. « Mit so viel Witz und scharfer Intelligenz hat sich noch keiner in Deutschland die Linke vorgenommen. » Roger Köppel, Die Weltwoche

Über den Autor

Jan Fleischhauer, geboren 1962 in Hamburg, Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie, danach Besuch der Henri-Nannen-Schule von Gruner + Jahr. Seit 1989 Redakteur beim SPIEGEL in wechselnden Funktionen, darunter stellvertretender Leiter des Wirtschaftsressorts und stellvertetender Leiter des Hauptstadtbüros. Von 2001 bis 2005 Wirtschaftskorrespondent in New York. Seit September 2008 Autor des SPIEGEL in Berlin. Er bloggt unter www.unterlinken.de.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
326 von 389 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht ausversehen 1. Juni 2009
Format:Broschiert
Eigentlich ist der Titel dieses Buches nicht richtig gewählt. Jan Fleischauer ist nicht aus versehen konservativ geworden, er ist nicht einmal konservativ, sondern outet sich eher als Liberaler. Was blieb ihm anderes übrig, hat er sich doch entgegen seiner linken Zeitgenossen mit seiner ideologischen Vergangenheit selbstkritisch und konsequent auseinandergesetzt. Wer so an die Sache herangeht, kann nicht wie die Mehrheit der Deutschen in einer linken Gedankenwelt seinen Frieden finden.

Daher bleibt er in seinem Buch auch nicht bei der Aufzählung linker Klischees stehen, sondern wirft einen aufmerksamen Blick hinter die Kulissen der linken Nächstenliebe, in der man sich selbst oft der Nächste ist. Er hat bemerkt, dass linke Vorstellungen von Wirtschaftspolitik verzweifelt versuchen ohne elementare Grundkenntnisse des Wirtschaftens auszukommen. Linke reden lieber über eine Welt finsterer Mächte, in der sie es sich behaglich als Opfer eingerichtet haben. Er muss feststellen, dass die verbissene Abneigung der Linken gegenüber dem Nationalsozialismus eher die Angst vor dem eigenen Spiegelbild ist. Die Parallelen zwischen Nationalsozialismus und Sozialismus beschränken sich nicht nur auf die Bezeichnung, nein, sie umfassen auch die politische Methodik und folgerichtig das mit Leichen gepflasterte Ergebnis. Auch kann er sehr gut belegen, dass Karrieren und Weltanschauungen von Bildungspolitiker und soziale Befindlichkeiten von Lehrern im deutschen Schulsystem inzwischen wichtiger sind als die Schüler. Nicht der Lernerfolg der Schüler und die Förderung ihrer Bildungschancen stehen im Vordergrund der bildungspolitischen Forderungen der Linken, sondern ein empirisch fragwürdiges Gleichheitsideal, gewürzt mit einer ordentlichen Portion Klientelpolitik. Immer wieder kann er belegen, dass sich hinter linker Betroffenheits- und Gerechtigkeitsrhetorik regelmäßig individuelle, nicht gerade selbstlose Belange verbergen, ein Phänomen, das sich entsprechend in der Wahl des sozialpolitischen Instrumentenkastens widerspiegelt. Pompös und häufig unwirksam, könnte man diesen umschreiben. Sehr schön arbeitet er heraus, wie selektiv die Wahrnehmung vieler Linker ist, wenn er beispielsweise die eigenartige Konzentration Linker auf den Nahostkonflikt anspricht und sich darüber wundert, dass andere oft gravierendere Konflikte und Menschenrechtsverletzungen keines Blickes gewürdigt oder gar unter den Teppich gekehrt werden.

Genau dieser bewusste Erkenntnisprozess und der wirklich gelungene Versuch ihn anhand von Literaturbelegen und Datenquellen nachzuzeichnen macht die Qualität dieses Buches aus. So gelungen die Polemik des Autors gegen linke Denkschablonen und Verhaltensmuster ist, er gibt sich nicht damit zufrieden, sondern macht sich auch die Mühe, diese Breitseite mit nachvollziehbarer Argumentationslogik und Datenmaterial zu unterfüttern.

Linientreue Linke werden hieran zu knabbern haben, weshalb es auch nicht weiter verwunderlich ist, dass Fleischauers negative Rezensenten hier in aller Regel nicht mehr als ihre rhetorischen Zähne fletschen, statt sich an der Substanz des Buches abzuarbeiten. Sie sind letztlich ein Spiegelbild des linken Umgangs mit Kritik. Dass sich die Mehrheit der Deutschen auch im Zeitalter nahezu grenzenlos verfügbarer Sachinformationen immer noch links einordnet, ist wahrlich kein Qualitätsmerkmal ihrer weltanschaulichen Positionen, sondern Ausdruck der Tatsache, wie sehr ideologischer Konformitätsdruck und geistige Faulheit unseren politischen Alltag bestimmen.
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93 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Treffer versenkt! 31. Mai 2009
Format:Broschiert
Endlich, möchte man ausrufen, endlich ein Tabubrecher, der es wagt, was noch keiner gewagt hat. Der es wagt, die unfassbare Behauptung aufzustellen, dass "links" nicht automatisch mit "gut" gleichzusetzen ist. Der es wagt, die Betroffenheitsapostel, die Gleichstellungsbewegten (Gleichstellung von Frauen, Behinderten, Linkshändern, Biertrinkern, Ostwestfalen), die Verheißungsprediger anzugreifen.

Endlich ein sachlicher Blick auf die Realitäten unseres Gemeinwesen, auf die Defizite und die Stärken. Endlich eine Entzauberung des ewigen linken Lieds von der Benachteiligung fast aller gesellschaftlichen Gruppen gegenüber jeweils fast allen anderen. Endlich ein Plädoyer gegen Gleichmachung dessen, was nicht gleich ist (z.B. im Schulwesen). Endlich eine Abhandlung darüber, dass Umverteilung zwar wünschenswert sein mag, in einer globalisierten Welt aber im nationalen Alleingang nicht möglich und die Verheißung eines solchen Alleingangs dementsprechend utopistisch ist.

Ja, ätzend ist vieles geschrieben. Und dennoch sachlich. Beispiel gefällig? Fleischhauer berichtet über das Beauftragtenwesen (Gleichstellung, Behinderte, Schwule, Lesben und, und, und). Und darüber, dass Guido Westerwelle einst erklärt habe, demnächst werde man noch einen Radfahrerbeauftragten brauchen. Woraufhin Westerwelle von der Hamburger Radfahrerbeauftragten angeschrieben wurde, er solle sich gefälligst nicht über sie lustig machen.

Politisch unkorrekt ist das Ganze. Und wie! Warum Zuwanderung eigentlich per se gut sein soll, wie es viele Linke perzipieren, fragt Fleischhauer. Und - das ist die stärkste Stelle des Buches - er beschreibt, welche gesellschaftliche Spaltung uns droht, wenn es nicht gelingen sollte, die Zuwandererkinder besser zu integrieren und auszubilden. Anstatt immer nur mit Verständnis, Gesundbeten und sozialer Hängematte zu arbeiten.

Sicher, vieles ist nicht nur wissenschaftlich, ist ein wenig oberflächlich. Dennoch gelingt es dem Autoren das linke Weltbild mit all seinen Tabus, Denkverboten und vermeintlichen Selbstverständlichkeiten durch zielgenaues, schmerzhaftes Hinterfragen im Handstreich zu Fall zu bringen, mit einer Leichtigkeit, dass man fast schreiben möchte: "mit links"!

Wunderbar zum Beispiel die Passage über die Betroffenheitspolitik: "Vor der Beschäftigung mit den Produktionsbedingungen des Proletariats kam die Analyse der persönlichen Beziehungsverhältnisse, neben die gesellschaftliche Realität trat die "gefühlte" Wirklichkeit: Unter Menschen, die "mit dem Herzen denken" (Konstantin Wecker) bedarf es nicht länger der mühsamen Auseinandersetzung mit Argumenten, um sich über die Wichtigkeit eines Vorhabens zu verständigen, nun reichte schon, dass man sich "mitbetroffen" (...) fühlte, damit das Problem als politisch bedeutsam anerkannt war. Tatsächlich ist die eigene Beziehung zum politischen Gegenstand damals erstmals zu einem wesentlichen Kriterium für die Relevanz von Themen und Ereignissen geworden; was keine Emotionen hervorzurufen vermag, gilt seitdem als nebensächlich und nicht weiter verhandlungswürdig. Oder wie es die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth zum Jahreswechsel in einem Spiegel-Gespräch sagte: "Wie soll ich zum Beispiel Sozialpolitik machen, wenn ich nichts empfinde?""

Danke, Jan Fleischhauer, für diese Polemik! Das beste und schwungvollste politische Buch des Jahres!
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85 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Dieses Buch ist für mich nicht nur das Buch des Jahres sondern des Jahrzehnts. Eigentlich ein Generationsbuch, denn es behandelt den Einfluss linker Ideologie auf die gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands von den 60er Jahren bis in die Gegenwart.
Dabei wird ein großer Themenbereich behandelt, z.B. Sozialstaat, Antisemitismus, Strafrecht, Ausländer-/Integrationspolitik, Faschismus und noch ein paar mehr.

Der Leser wird bei nahezu jedem Kapitel ein Aha-Erlebnis haben. Viele Dinge in unserer Gesellschaft, die man selbst bereits festgestellt hat, sich aber nicht unbedingt bis ins letzte erklären konnte, werden in einen Gesamtzusammenhang gebracht. So entsteht eine mehr als gelungene Analyse unserer Gesellschaft.

Ich möchte das Buch jedem ans Herz legen, auch und vor allem Linken, die sich ein wenig Offenheit gegenüber anderen Meinungen bewahrt haben. Sie werden sich zunächst freuen, denn der Autor beschreibt die zahlreichen Erfolge, die Linke in unserer Gesellschaft erreicht haben. Doch Ihnen wird schnell ein Spiegel vorgehalten und nicht wenige werden erkennen müssen, welch falsche Voraussetzungen und Schlüsse sie in der Vergangenheit erlegen waren. Ja, so etwas kann, ja muss schmerzhaft sein.

Hinweis an die Leser der Leseprobe: Die Leseprobe ist ein Teil des Einleitungskapitels. Dieses ist, ich will man sagen "flappsiger" geschrieben als der Rest des Buches. In den "echten" Kapiteln kommen harte Fakten auf den Tisch.

Bevor ich das Buch in die Hand genommen habe, hatte ich die Befürchtung, der Autor macht es sich vielleicht einfach. Man kennt sowas: Ein Autor nennt nur die ihm gelegenen Fakten, verschweigt die Erkenntnisse, die gegen seine Überzeugung stehen und alles Neutrale wird kritiklos in die gewünschte Richtung gedeutet.
Umso positiver war die Überraschung, dass hier das Gegenteil der Fall ist: Der Autor gibt sich sehr viel Mühe um seine Thesen zu belegen, beruft sich auf zahllose nachprüfbare Quellen und diskutiert Gegenmeinungen. So soll es sein, bravo!

Aber keine Angst, das Buch ist keine langweilige wissenschaftliche Abhandlung. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, dem Werk trotz seiner Ausführlichkeit auch Unterhaltungswert mitzugeben. So folgten nach Absätzen fachlicher Schilderungen ironische oder nicht selten böse Bemerkungen, die die Argumente der "Linke" ins lächerliche ziehen.

Einige werden diese sprachlichen Auflockerungen sicherlich zum Anlass nehmen um dem Autor Unsachlichkeit vorzuwerfen, was aufgrund der massiven Übermacht der sachlichen Abschnitte aber nicht korrekt wäre.

Irgendwie habe ich sogar das Gefühl, dass der Autor beim Schreiben der Auflockerungen den meisten Spaß hatte. Denn ihm war klar, dass er damit den einen oder anderen Linken zum Schäumen bringen wird.
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Gutes für wenig Geld
Ich habe das Produkt so erhalten, wie es in der Beschreibung aufgeführt war. Nach wenigen Tagen war das günstige Buch ohne Mängel bei mir. Keine Beanstandungen :)
Vor 5 Tagen von Jana veröffentlicht
Schlecht.
Die pomadige Von und zu Guttenbergfrisur ist nicht mehr ganz so hipp, hat er geändert, die Brille inzwischen in neuem Dobrinthstyle, die Sprache etwas ausgefeilter, inhaltlich... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von Ishtar veröffentlicht
Sehr schoenes Buch
Als jemand der in einem antiautoritaeren Kinderladen erzogen wurde, mit 3 schon ein Schild am Kinderwagen hatte "Amis raus aus Vietnam" und der während seines Studiums als... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Links veröffentlicht
Die Linken im Fadenkreuz
Man sagt ja, dass ehemalige Raucher oft die militantesten Nichtraucher werden. Ähnlich scheint es auch dem Autor zu gehen, der, nachdem er sein halbes Leben bei den Linken... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von karin1910 veröffentlicht
schnell, böse, unterhaltsam, wohltuend
Au weh. Das hat einigen richtig weh getan dieses Buch, das wunderbar unterhaltsam geschrieben ist, niemals oberlehrerhaft wird und mit vielen Märchen, Legenden und Mythen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von feligonde veröffentlicht
Endlich auf den Punkt gebracht!
Jan Fleischhauer hat eine ähnliche Kindheit verbracht wie ich, umgeben von Moral und Gutmenschentum, daher weiß ich genau, wovon er spricht! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Krause veröffentlicht
Prima , ein "DDR-Gefangener" kann es nur loben...
Ein gutes Buch, welches Fakten vermittelt, die heutzutage gern verschwiegen werden.
Wer 40zig Jahre, zwangsweise, unter linken "Herrschaften" leben musste, mit... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von H. Dräger veröffentlicht
Gut gelungen
Ich möchte mich nicht lange aufhalten- dieses Buch ist wirklich gut gelungen und gibt die Realität unter Linken wieder. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Armin Bürger veröffentlicht
Das hat Deutschland gebraucht ! Eine Aufklärung.
Eine Aufklärung über die Linken. Das Beste daran: Die SPD bekommt wirklich ihr Fett weg, den sie unterscheidet sich keineswegs von den den restlichen Roten ! Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Cooly veröffentlicht
Unter Linken
Gehört hatte ich ja aus meinem Freundeskreis schon einiges über dieses Buch, meistens positives. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Stefan Wolf veröffentlicht
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Kriminalfälle während des Zweiten Weltkrieges 0 29.12.2011
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