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Unter Ketzern. Warum ich evangelisch bin
 
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Unter Ketzern. Warum ich evangelisch bin [Gebundene Ausgabe]

Arnd Brummer
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
  • Verlag: edition chrismon; Auflage: 1 (6. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869210885
  • ISBN-13: 978-3869210889
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 13,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 128.486 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine Werbung für gelebten Glauben" --(Sabine Menkens, DIE WELT, 09.09.2011)

Kurzbeschreibung

Arnd Brummer, Chefredakteur des Monatsmagazins „chrismon“, erzählt die aufregende Geschichte seiner Suche nach einer kirchlichen Heimat: Aufgewachsen in einer gut katholischen Familie, entdeckt er mit zehn Jahren Jan Hus, der abweichender Glaubenslehren wegen verbrannt worden war. Eine Zeit des Fragens und Zweifelns beginnt. Eine Predigt des damaligen Kurienkardinals Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI., erzürnt den jungen Intellektuellen so sehr, dass er aufbricht, um unter den Ketzern heimisch zu werden. Heimat ist, wo Fragen, Diskutieren, ja Zweifeln erlaubt ist. Ein leidenschaftliches Plädoyer für die evangelische Kirche.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Autor Arnd Brummer ist nach langen Jahren des Zweifelns und Suchens aus der katholischen in die evangelische Kirche gewechselt und ist in der evangelischen Wochenzeitung Chrismon als Chefredakteur tätig.

Konvertiten sagt man ja besondere Rechtgläubigkeit nach - sympathischerweise ist sich Brummer der Gefahr bewusst und reflektiert sie ein ums andere mal. Aber das Rechgläubigkeit in der evangelischen Kirche eben etwas ganz anderes ist als in der katholischen, das macht er eben auch sehr deutlich.

Als geborener (Babytaufe) evangelischer Christ finde ich den Lebensweg des Herrn Brummer faszinierend. Fast alle Katholiken, die ich kenne, haben sich wie er auf den Weg gemacht, weg von den engen Dogmen der Amtskirche, weg von der unglaubwürdigen Sexualmoral, aber wagen doch nie den letzten Schritt hin zur evangelischen Kirche, wo eigentlich vieles schon verwirklicht ist, was sie von ihrer eigenen Kirche erwarten. Dies führt am Ende zu Apathie, Desinteresse oder Unredlichkeit. Anders bei Herrn Brummer. Bei ihm blieb es nicht bei einer ständig wachsenden Distanz zu der Kirche, in die er hineingeboren wurde, sondern gleichzeitg gab es eine kontinuierliche Annäherung an die evagelische Kirche.

Im Buch verteidigt er seine neue theologische Heimat kämpferisch gegen Kritik aus den eigenen und fremden Reihen. Dass dies sofort wieder zu so einer eingeschnappten Reaktion, wie von meinem Vorkommentator "ct-honest" führt, ist bezeichnend. Die Stelle, die ihn besonders verärgert, muss man nach der Lektüre des gesamten Buches nämlich anders interpretieren. Brummer verteidigt immer wieder die katholische Basis, die Gemeinden, die Normal-Katholiken gegen die berechtigte Kritik an der katholischen Kirche und nennt immer wieder Beispiele praktizierter Nächstenliebe.

Ich finde dieses kämpferische evangelische Glaubensbekenntnis wichtig und ermutigend, da es nochmal klar macht, warum es die Reformation gegeben hat und warum es gut und richtig ist, in die evangelische Kirche einzutreten oder in ihr zu bleiben. Nein, der Papstbesuch hat mich da nicht eines Besseren belehrt.

Das ständige Reiben an der katholischen Kirche wird natürlich noch mehr Widerspruch auslösen, ist aber aus dem Lebensweg des Autors nachvollziehbar. Daraus resultiert wohl auch der defensiv wirkende Titel des Buches. Der interessantere Inhalt war für mich jedenfalls die klare und deutliche Herausarbeitung der wichtigsten Errungenschaften der evangelischen Kirche.

PS Warum kann man das Buch (Stand 23.9.) immer noch nicht bei Amazon kaufen?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Dieses Buch ist geschrieben anlässlich des Papstbesuchs im Jahr 2011. Schon lange wollte der vom Katholizismus zu einem kritischen Protestanten konvertierten Journalist Arnd Brummer dieses Buch schreiben, erzählen von seiner reformatorischen Erkenntnis und was er bei aller Kritik im Einzelnen an den 'Ketzern' positiv und echt evangelisch findet.

Ich habe das Buch mit wachsender Begeisterung gelesen als einer, der evangelisch getauft ist, bewusst seine Konfirmation erlebt hat, in Kindheit und Jugend mit kaum etwas Katholischem in Berührung gekommen ist. Als einer, der ab 1973 "weil Menschen Menschen brauchen" (so die Werbung der EKHN für Primaner) ev. Theologie studiert hat und ab 1980 als Pfarrer gearbeitet und sich mindestens einmal im Monat über den katholisch- fundamentalistischen Kollegen geärgert hat.
Als einer, der über Jahrzehnte erlebte, wie alle ökumenischen Bestrebungen immer wieder im Sand verliefen, weil der Alleinvertretungsanspruch der katholischen Kirche für alles Christliche ungebrochen war.

Ich habe das Buch gelesen und wusste an manchen Stellen gar nicht mehr, ob da wirklich einer über meinen Glauben spricht, über die Kirche, der ich schon so lange angehöre und in deren Auftrag ich das Evangelium verkündige. So klar und radikal reformatorisch wurde da geschrieben von etwas, vom dem ich doch immer schon ein Teil war und sein sollte. Deshalb kann ich dieses Buch allen evangelischen Christen, Pfarrern und Ehrenamtlichen zur Lektüre nur empfehlen. Sie werden sich freuen und stolz sein können, mit ihrem Leben und ihrem Beitrag zum "Gottesdienst im Alltag der Welt" (vgl. Römer 12) Teil dessen zu sein, was Brummer so beschreibt:
"Reformatorische Theologie, zumal eine solche, die sich auf Martin Luther, auf Friedrich Schleiermacher oder die Großen der liberalen Theologie bezieht, kann nicht anders, als die befreiende Botschaft von der Liebe Gottes durch Jesus Christus in die Lebenswelten der Mitmenschen zu transportieren. Und die ihr verpflichteten Akteure wissen, dass es sich um nichts anderes handelt als um missionarischen Dienst gegenüber Leuten, die in den Sprachen und Bilderwelten der Gebildeten nicht mehr zu Hause sind oder es nie waren. Die Männer und Frauen der Kirche vollziehen ihren Auftrag höchst selten im Kontakt mit den gebildeten unter den Verächtern der Religion. Sie haben es weit häufiger mit den fühlenden, aber unwissenden Freundinnen, mit den sprachlosen Zugeneigten oder Indifferenten zu tun. Sie setzen Zeichen und entwerfen Allegorien, sie übersetzen die großen Erzählungen der Bibel- ja auch das - in die Bilderwelt der Massenmedien und ins Soap-Format. Und sie sind dabei oft sehr allein, mühen sich mit einzelnen Freiwilligen und hoffen, Trost und Liebe zu verbreiten.
Denn es geht ihnen mit Recht nicht um die Verbreitung von gelehrtem, kanonisierten Geschwätz, sondern um die Verkündigung der Liebe Gottes unter den Einsamen im Überfluss der Welt, unter den Traurigen inmitten der Spaßgesellschaft, unter den Überforderten im sozialen Stress der Alles-ist-möglich- Parolen.
Sie künden von einem Glaubenskern, in dem ein Gescheiterter den Eintritt Gottes in die menschliche Geschichte symbolisiert, ein Verhöhnter und Verspotteter, ein Verlachter und Missachteter (...) Wen es nicht interessiert, ob die Liebe Gottes in die Welt kommt, wer damit zufrieden ist, wenn die absolute Lehre, die betonierte Tradition heilig und unversehrt bleibt oder die Selbstheiligung der Selbstgerechten funktioniert, der schüttele sich vor Lachen über die armen Tröpfe von Pfarrern und Pfarrerinnen die ihren Dienst ernst nehmen, die sie sich - mit vielen Schwächen und Fehlern- aber engagiert und voller Sorge - auf die Menschen zu bewegen, sie bewegen und sich von ihnen bewegen lassen."

Ja, liebe evangelische Mitarbeiter im Weinberg Gottes, lasst Euch dieses streitbare Buch zur Ermutigung werden auf Eurem Weg. Und den katholischen Lesern sei gesagt: nehmt das Buch nicht als Angriff, sondern als Einladung.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kritisches Buch 24. Oktober 2011
Von Amazon bestätigter Kauf
Ein Buch, das einem Bekenntnis gleich zu setzen ist. Es zwingt einen dazu, über seinen eigenen Glauben nachzudenken. Es geht sehr kritisch mit dem katholischen Glauben um. Ich selber kann auch absolut nichts mit dem Papst oder dem Marienkult anfangen. Ich empfinde es fast als Lästerung, wenn sich ein Mensch als "Heiliger Vater" anreden läßt oder sich sogar selbst so bezeichnet. Ich achte jedoch meine katholischen Freunde und Mitbürger, die ihren Glauben ernst nehmen.
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