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Unter Glatzen
 
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Unter Glatzen [Taschenbuch]

Christiane Tramitz
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Droemer Knaur (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426776367
  • ISBN-13: 978-3426776360
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.289.569 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christiane Tramitz
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Für ein Forschungsprojekt zum Thema Rechtsradikalismus hat die Psychologin Christiane Tramitz (Irren ist männlich) Dutzende Interviews mit Skinheads geführt. Warum werden Jugendliche zu Skinheads? Wie verlief ihre Kindheit? Was empfinden sie, wenn sie Menschen zu Tode prügeln? Das Buch nähert sich dem Phänomen auf zwei Ebenen, einer wissenschaftlichen und einer persönlichen.

Das Schreiben an Unter Glatzen bezeichnet Christiane Tramitz als Selbsttherapie. Sie wollte verarbeiten, was sie im Laufe ihrer Arbeit an Schockierendem erfuhr und was ihr buchstäblich an die Nieren ging. "Ich wurde die Skinheads nicht los", schreibt die Autorin. "Ihre Taten, ihr Verhalten, ihre Geschichten, ihre Biografien durchzogen mein Leben." Ausführlich beschreibt sie, wie sie seelisch und körperlich auf die Auseinandersetzung mit den rechten Gewalttätern reagierte: mit Albträumen, Hautausschlägen, Fieber. Dem Buch verleiht dies eine sehr persönliche Note. Leider verliert sich die Autorin hier zuweilen in Details.

Um so eindringlicher wirkt der Teil, in dem die Interviews mit den Skinheads dokumentiert sind. Hierin liegt die besondere Stärke dieses Buches: Es berichtet nicht nur über Skinheads, sondern es liefert die Innenansicht, lässt diese Menschen selbst zu Wort kommen. Es entsteht ein erschütterndes Bild von Gefühlsverrohung, Hass und Gewalt.

Die Aussagen ähneln sich frappierend. Fast alle Befragten stammen aus kaputten Familien, wurden als Kind vernachlässigt und geprügelt. Die Gewalt, die sie selbst erlebten, wendeten sie dann gegen andere. Tramitz beschreibt dies weitgehend ohne Wertung. Gleichwohl weiß sie um die Gefahr, falsches Mitleid zu wecken. Und lässt keinen Zweifel daran: Auch wenn Skinheads einst selbst Opfer gewesen sein mögen -- heute sind sie Täter. Ihr Gruppengeist speist sich vor allem aus Hass gegen Minderheiten: Ausländer, Behinderte, Obdachlose.

Tramitz verzichtet auf abschließende Theorien, auf statistische Ergebnisse ihrer Arbeit. Aber die von ihr geschilderten Biografien geben einen intensiveren Einblick in die düstere Welt der Skinheads, als es manch wissenschaftliches Datenwerk könnte. --Christoph Peerenboom -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Innenansichten der Neonazi-Szene

So eindringlich erzählt Christiane Tramitz von ihren Erfahrungen in der Welt der »Glatzen«, dass die Distanz der Leser ins Wanken gerät und man am eigenen Leib verspürt, was es heißt, ein Skin zu sein.

»Christiane Tramitz schreibt von ihrer ohnmächtigen Wut, ihrer Hilflosigkeit, der schleichenden Vergiftung ihres persönlichen Lebens durch das alltäglich gewordene Böse.« Michael Jürgs in der »Woche«


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist einfach traurig mit welcher Aroganz die Autorin über den Skinheadkult hinweg gesehen hat, wesentliche Punkte der Szene nicht eingebracht hat und ganz schlimm weiter das allgemeine Klische der Medien gefördert hat. Zumahl der Egoismus der Autorin der eigentlichen Begutachtung zusätzlich schadet. Wer sachlich und objektiv etwas über Skinheads erfahren will sollte es mit den Büchern von Klaus Farin (Archiv für Jugendkulteren Berlin) versuchen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht treffend... 18. Januar 2007
Von archibald
Format:Gebundene Ausgabe
Auch wenn die Autorin gleich zu Anfang des Buches davor warnt, es handele sich um kein Wissenschaftliches Buch, sondern um die Verarbeitung ihrer Erlebnisse, hätte dem Buch ein gewisse Sachlichkeit nicht geschadet. Sowohl die undifferenzierte Begriffserläuterung Skinhead gleich Nazi, wie auch Nazi gleich Gewalttäter und Gewalt gleich Unterschicht, trifft nicht verallgemeinernd zu.

Die Autorin hat einleitend nicht das Thema angesprochen welches sie wirklich abhandelt: die Herkunft des Aggressionspotenzials, am Beispiel von Naziskins!

Jedoch wird dadurch nicht!, die Herkunft von Rassismus erläutert und schon gar nicht ein Einblick in den Skinheadkult gewährt.In gerade einem Nebensatz wird erwähnt das es unpolitische Skins gibt und in einem anderen das nicht alle Nazis der Unterschicht entspringen. Von "intelektuellen" Nazis und Redelsführern keine Spur.Daher ist das Buch in keinster Weise repräsentativ für das Phänomen Ausländerfeindlichkeit oder Skinhead.

Sehr schön deutlich wird jedoch der Kreislauf vom geschlagenen Kind zum schlagenden Kind, jedoch ist der nicht (allein) den "Glatzen" als Volksgruppe immanent,sondern der Kreislauf der Gewalt schlechthin, so auch bekannt von behaarten unpolitischen prügelnden Eltern, als auch von anderen Extremisten oder Hooligans.

Somit sind Thema und Titel des Buches weit gefehlt.

Desweiteren erscheint es Stellenweise, als wolle die Autorin alles wovor sie die eigenen Kinder schützen will, in diesem Buch dämonisieren(Marylin Manson und Southpark fehlen zwar, aber gewundert hätte es mich nicht). Dabei scheinen sich die Befragten entweder mit der eigenen Materie nicht auszukennen oder die Recherche der Schreiberin war unzureichend. So werden Splattervideos,als real gedrehte Gewaltvideos von Morden,vorgestellt. Braindead ist also Wirklichkeit und die Zombis waren Marrokkaner? Peter Jackson ein Rassist? Wohl Kaum! gemeint sind wohl er sog. Snuff-videos oder Internetphänomene wie Bumfighting. Desweiteren ist die Sicht der Autorin äußerts bürgelich undsomit immer von oben herab auf die Unterschicht, was dazu führt das man nach dem Lesen, mit gutem Gefühl die eigenen mittelschichtigen Vorurteile bestätigt sieht, ohne wirklich in eine fremde Gedanken-/Lebenswelt abtauchen zu müssen.

Desweiteren werden so ziemlich alle Greueltaten der Täter ausgespart, um sie vor der Identifiezierung zu schützen. Im Kern ist das nicht verwerflich,jedoch wirken hier die Mörder,inbezug auf die ausführliche Beschreibung ihrer schrecklichen Kindheit, wie arme Putputs. Da hilft es auch nicht wenn die Autorin beschreibt,welche Angst sie Teilweise vor den Bösen Kerlen hatte, denn, da das Buch die Gewalttäter, irgendwie glaubwürdiger als seine Schreiberin erscheinen lässt,wundert man sich nicht, wenn diese vor jedem Angst hat, der zu arm ist, D&G Parfüm für 135,-Mark gegen Katzengeruch auf seinem Balkon zu verschütten!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Trügerisches Bild 24. Februar 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe mir dieses Buch zugelegt für eine Studienarbet, die ich über das Thema Skinheads schreiben sollte. Ich hatte schon vorher von dem Buch gehört und wusste also, um was es in diesem Buch gehen würde: um rechtsextremisisch veranlagte Skinheads. So habe ich es also als Grundlage genommen für den Teil meiner Arbeit, der sich mit dieser Gattung befasste. Und ich muss sagen, für diesen Zweck war das Buch wirklich informativ und z T. auch erschreckend tiefgängig. Es zeichnete sich durch das gesame Buch hindurch einzelne Charakterzüge von rechtsextremitischen Skins aus, und die Erziehung lief auch bei vielen nach dem gleichen schema ab. Entweder wurden sie zu Hause geschlagen, missbraucht oder verachtet. Sie konnten ihre Wut nicht zu Hause raus lassen, also wurden sie anderen Menschen gegenüber gewalttätig usw. usf.
Was mich an diesem buch aber schockiert hat, ist die Unreflektiertheit, mit der Frau Tramitz über die Skinhead - Szene berichtet. Ich selbst bin ein Punk, und habe seit einigen Jahren (auf Grund der Nähe zwischen Punks und Skins) viel mit Skinheads am Hut. Ich interessiere mich privat für das Thema und hab auch einige Freunde aus deren Kreisen, geh auf die gleichen Konzerte wie Skinheads, und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Typ von Skinhead, der in diesem Buch die Hauptrolle einnimmt wesentlich in der Minderheit in der Skin - Szene ist. (Belegt worden ist das auch noch durch die Untersuchung die Klaus Farin in seinem Buch "Die Skins" angestrengt hat). Frau Tramitz erwähnt gerade mal in einem halben Satz und mit einer kleinen Fußnote, dass es überhaupt noch andere, nicht rechtsextreme Skinheads gibt.
Wenn jemand sich wirklich ausführlich mit dem Thema Skinheads beschäftigen möchte, dann kann auch ich nur die Bücher vom Klaus Farin weiter empfehlen. Dieser Mensch hat wirklich Ahnung von dem was er schreibt!
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irreführender Titel
Wer meint, Informationen über die Welt der Skins zu erhalten, sieht sich über weite Strecken getäuscht: Wir erfahren stattdessen sehr viel über die Autorin,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juni 2007 von Tom Kadi
stark vereinfacht...
Also erst mal Respekt vor der Autorin für die geleistete Feldarbeit. Ich kann mir vorstellen, dass das alles andere als immer einfach war, und ich glaube ihr auch, dass sie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2005 von SilverSurfer
.
Lesenswerte Innenansichten zum Thema Skinhead. Es handelt sich zum grösstenteil um wiedergegebene Interviews die aber dennoch einen interessanten Einblick in die... Lesen Sie weiter...
Am 20. Februar 2004 veröffentlicht
inhaltlich spannend
Lassen wir mal das Thema Skinhead vs. Nazi dahingestellt sein, tiefgründig ist das Buch allemal. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2003 von Herr Häckel
Intellektuelle Bildzeitung
Wenn man den Titel des Buches als Maßstab nimmt müsste es eigentlich 0 Sterne geben, ist in der Schule auch so: Thema verfehlt, 0 Punkte! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. November 2003 von "mave77"
Schlechter Titel!
Wer ein Buch über Nazis schreibt, sollte das auch im Titel darstellen. Die Frau hat keinen Schimmer!
Am 8. August 2003 veröffentlicht
Falscher Titel
Christiane Tramitz hatte keine Begegnungen mit Skinehads, sondern mit Nazis. Absolute Verzerrung der Skinheadbewegung. Lesen Sie weiter...
Am 19. Juni 2002 veröffentlicht
les es durch
Das klingt erstmal gut: Eine Psychologin trifft vorbestrafte Skins und redet mit ihnen über ihre Persönliche Geschichte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2001 von insel154@aol.com (Timo)
Ein zweifelhaftes Vergnügen
Das Buch ist gut geschrieben und sicherlich informativ. Sehr negativ ist jedoch der Umgang mit dem Begriff "Skinhead" und das Verhältnis zu den Nazis zu bewerten. Lesen Sie weiter...
Am 31. Juli 2001 veröffentlicht
Unmenschliche Klischees
Das Buch ist eines der schrecklichen, oberflächlichen, zeitgeistigen Bücher. Da wird versucht schnelles Geld zu machen. Lesen Sie weiter...
Am 15. Juli 2001 veröffentlicht
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