Auch wenn die Autorin gleich zu Anfang des Buches davor warnt, es handele sich um kein Wissenschaftliches Buch, sondern um die Verarbeitung ihrer Erlebnisse, hätte dem Buch ein gewisse Sachlichkeit nicht geschadet. Sowohl die undifferenzierte Begriffserläuterung Skinhead gleich Nazi, wie auch Nazi gleich Gewalttäter und Gewalt gleich Unterschicht, trifft nicht verallgemeinernd zu.
Die Autorin hat einleitend nicht das Thema angesprochen welches sie wirklich abhandelt: die Herkunft des Aggressionspotenzials, am Beispiel von Naziskins!
Jedoch wird dadurch nicht!, die Herkunft von Rassismus erläutert und schon gar nicht ein Einblick in den Skinheadkult gewährt.In gerade einem Nebensatz wird erwähnt das es unpolitische Skins gibt und in einem anderen das nicht alle Nazis der Unterschicht entspringen. Von "intelektuellen" Nazis und Redelsführern keine Spur.Daher ist das Buch in keinster Weise repräsentativ für das Phänomen Ausländerfeindlichkeit oder Skinhead.
Sehr schön deutlich wird jedoch der Kreislauf vom geschlagenen Kind zum schlagenden Kind, jedoch ist der nicht (allein) den "Glatzen" als Volksgruppe immanent,sondern der Kreislauf der Gewalt schlechthin, so auch bekannt von behaarten unpolitischen prügelnden Eltern, als auch von anderen Extremisten oder Hooligans.
Somit sind Thema und Titel des Buches weit gefehlt.
Desweiteren erscheint es Stellenweise, als wolle die Autorin alles wovor sie die eigenen Kinder schützen will, in diesem Buch dämonisieren(Marylin Manson und Southpark fehlen zwar, aber gewundert hätte es mich nicht). Dabei scheinen sich die Befragten entweder mit der eigenen Materie nicht auszukennen oder die Recherche der Schreiberin war unzureichend. So werden Splattervideos,als real gedrehte Gewaltvideos von Morden,vorgestellt. Braindead ist also Wirklichkeit und die Zombis waren Marrokkaner? Peter Jackson ein Rassist? Wohl Kaum! gemeint sind wohl er sog. Snuff-videos oder Internetphänomene wie Bumfighting. Desweiteren ist die Sicht der Autorin äußerts bürgelich undsomit immer von oben herab auf die Unterschicht, was dazu führt das man nach dem Lesen, mit gutem Gefühl die eigenen mittelschichtigen Vorurteile bestätigt sieht, ohne wirklich in eine fremde Gedanken-/Lebenswelt abtauchen zu müssen.
Desweiteren werden so ziemlich alle Greueltaten der Täter ausgespart, um sie vor der Identifiezierung zu schützen. Im Kern ist das nicht verwerflich,jedoch wirken hier die Mörder,inbezug auf die ausführliche Beschreibung ihrer schrecklichen Kindheit, wie arme Putputs. Da hilft es auch nicht wenn die Autorin beschreibt,welche Angst sie Teilweise vor den Bösen Kerlen hatte, denn, da das Buch die Gewalttäter, irgendwie glaubwürdiger als seine Schreiberin erscheinen lässt,wundert man sich nicht, wenn diese vor jedem Angst hat, der zu arm ist, D&G Parfüm für 135,-Mark gegen Katzengeruch auf seinem Balkon zu verschütten!