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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auf den Punkt,
Rezension bezieht sich auf: Unter Beschuss: Warum Deutschland in Afghanistan scheitert (Broschiert)
Hauptmann d.R. Lindemann schreibt das bisher stärkste Buch über die verzerrte deutsche Realität am Hindukusch. Seine Analyse ist nüchtern und scharf, alles andere als reißerisch oder oberflächlich. Kein Selbstmitleid, keine Selbstglorifizierung. Er versteht es höchst geschickt, seine persönlichen Erfahrungen mit dem politischen Gesamtbild zu verknüpfen und schreibt mit einer erfrischend prägnanten Sprache. Sein größter Vorteil aber ist seine Glaubwürdigkeit. Er ist kein Journalist, der eine "Story" schreiben will, kein Politiker, der irgendetwas rechtfertigen muss, kein "einfacher Fußsoldat", der nur seinen eigenen Horizont kennt, sondern ist als Reservist und Nachrichtenoffizier in der einzigartigen Lage, keine eigene Agenda verfolgen zu müssen und doch kompletten Einblick gehabt zu haben.Was Marc Lindemann hier abliefert, ist schlicht das beste Buch zum deutschen ISAF-Engagement. Wer nur ein einziges Buch zum Thema lesen möchte, es sollte dieses sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klare Kaufempfehlung,
Von Sachbuch-News.de (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Unter Beschuss: Warum Deutschland in Afghanistan scheitert (Broschiert)
In seinem 288 Seiten umfassenden Buch erläutert der Autor, der als Offizier selbst zweimal in Kunduz im Einsatz war, treffend und leicht verständlich die Knackpunkte des deutschen Afghanistan-Abenteuers. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass hier jemand ein Buch verfasst hat, dem es darauf ankommt, Zusammenhänge darzustellen, und diese plakativ und glaubhaft zu vermitteln, hierbei jedoch auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet. Das beginnt bei der Zusammenfassung der letzten acht Jahre. Wo sind die vorzeigbaren Erfolge? Warum geht es im Norden Afghanistans auf einmal "heiß" her? Wer sind diese Aufständischen, wer beschießt das deutsche Feldlager und vor allem: womit? Schnell und kompromisslos macht Lindemann klar, dass es sich um verschiedene Kräfte mit unterschiedlichen Motivationen handelt, die Qualität der Angriffe auf deutsche Soldaten jedoch stetig zunimmt. Weiterführend geht der Autor die politische und militärische Führung hart an, insbesondere der ehemalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung bekommt mehrfach sein Fett weg. Aber auch am ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Wolfgang Schneiderhahn lässt Lindemann kein gutes Haar. Doch der Rundumschlag geht noch weiter. Auch dem Entwicklungshilfeministerium und dessen ausführendem Arm, der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), wird totales Versagen attestiert.In der Sache hart und stets bereit zu ausführlicher und nachvollziehbarer Kritik, stellt sich Lindemann allerdings zu einhundert Prozent hinter die deutschen Soldaten. Diese, das macht er sehr deutlich, können nichts für die Fehler der Politik und müssen Tag für Tag im 5000 Kilometer entfernten Afghanistan mit den Auswüchsen einer überbordenden Bürokratie, einem friedliebenden Beamtenapparat in der Heimat und mit nicht kooperativen Mitarbeitern anderer staatlicher Stellen zusammenarbeiten. "Unter Beschuss" gehört in die Hände jedes interessierten Lesers, denn hier werden unbequeme Fakten zur Sprache gebracht und Missstände offen angeprangert. Der Ton ist bisweilen etwas ruppig und könnte so manchen Gutmenschen etwas verstören, doch der persönliche Standpunkt des Autors ist immer gekennzeichnet. Auf vergleichsweise wenigen Seiten zeichnet Marc Lindemann den Afghanistaneinsatz in seiner kompletten Breite, gewährt zum Teil auch persönliche Einblicke und ist mit der Bewertung nah am Puls der Zeit. Klare Kaufempfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Traurige Wahrheit über den Afghanistankrieg,
Von
Rezension bezieht sich auf: Unter Beschuss: Warum Deutschland in Afghanistan scheitert (Broschiert)
In seinem Buch "Unter Beschuss" schildert der Politologe und ehemalige Bundeswehroffizier Marc Lindemann sehr anschaulich, warum die Bundesregierung mit ihrer Afghanistanpolitik vollkommen versagt.Die Beschreibung des aktuellen Zustands und Erklärungen für dessen Entstehung sind schlüssig und fundiert. Nach zwei Einsätzen in Afghanistan kennt Lindemann die Situation vor Ort sehr genau und kann so die Entscheidungen der Regierung sehr gut und fachlich beurteilen. Dass das Buch von einem Soldaten und nicht von einem hauptberuflichen Schriftsteller geschrieben wurde, merkt man zwar, jedoch ist genau das die Stärke des Buches. Bei der oft sehr militärischen Argumentation zeigt Lindemann aber stets Verständnis für politische und gesellschaftliche Zusammenhänge. Er prangert die zögerliche Haltung der Regierung und vor allem ihr falsches Verständnis des Einsatzes an. In Afghanistan herrscht Krieg und Soldaten sind keine Aufbauhelfer mit G36. Ohne richtige Ausrüstung und Unterstützung können die Soldaten weder sich selbst, noch die afghanische Bevölkerung beschützen. Dieses Dahinplätschernlassen des Krieges hat den Afgahnen das Vertrauen und den Feinden den Respekt vor den Deutschen Soldaten am Hindukusch genommen. Die Verbitterung über dieses Verhalten veranschaulicht Lindemann in seinem Buch und macht es so zu einem Aufruf an die deutsche Gesellschaft und Politik endlich den Krieg ernstzunehmen und voll durchzusetzen. Dass die Bundeswehr in Afghanistan ist, ist ein Fakt, ob man es richtig findet oder nicht. Jetzt liegt es an der Politik dafür zu sorgen, dass die vielen Toten des Konflikts auf allen Seiten nicht umsonst waren. "Unter Beschuss" ist ein wichtiges Zeitdokument und Pflichtlektüre für Jeden, der fundiert über die Deutsche Beteiligung am Afghanistankrieg mitdiskutieren oder sich einfach nur eingehend informieren will. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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