Willi Fährmann ist ein großartiger Erzähler. Wie kaum ein anderer schafft er es, Geschichte und Geschichten greifbar und erlebbar zu machen. Unter der Asche die Glut spielt während der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten und beschreibt eindringlich den Alltag der sogenannten kleinen Leute. Dabei betreibt Willi Fährmann nicht Schwarz-Weiß-Malerei - die Guten sind immer gut, die Bösen erkennt man bereits an der Nasenspitze - sondern seine Figuren sind viel differenzierter. Ein dicker Schmöker, den ich nicht aus der Hand legen konnte (Meine Frau übrigens auch nicht)Aus der Reihe um Christian Fink (Der Mann im Feuer, sie weckten das Morgenrot) der mittlere Band und meiner Ansicht nach der Beste.