Helmet ist eine der einflussreichsten Bands der 90er Jahre gewesen. Sie prägten den Modern Rock entscheidend wie kaum eine andere Band, mit ihren groovigen Gitarrenriffs und den Jazzlastigen Rhythmen und Harmonien. Am Anfang spielten sie Noisecore, doch entwickelten mit den Jahren durch Hinzunahme von Jazzelementen einen unverkennbaren eigenen Stil der oft kopiert wurde (vor allem von Nu Metal-Bands wie Korn, Slipknot, Deftones) qualitativ aber nie erreicht, geschweige den übertroffen werden konnte.
Allerdings waren sie trotz ihres enormen Einflusses auf die moderne Rockszene nie richtig erfolgreich.
Nachdem die Band sich 1997/98 aufgelöst hatte, folgte 2004 mit dieser Best Of ein gerechtfertigter Rückblick auf die großartige Schaffenszeit Helmets. Und obwohl man als Fan sicherlich immer ein Grund zum beschweren findet (derundder Song fehlt, blabla) muss ich sagen das man mit diesen 21 Tracks einen sehr schönen Überblick über die Zeit von Strap It On bis Aftertaste kriegt. Da kann man auch verschmerzen das die EP Born Annoying vollkommen ausgelassen wurde. Schließlich findet man von jedem Album 5 Songs (außer Strap it on: 4 Lieder) und kriegt zusätzlich noch sehr seltene Tracks wie "Disagreeable" und "Just Another Victim" mit House of Pain(!), vom Judgment Night-Soundtrack! Deswegen dürfte selbst für den Fan der alle Alben hat diese Best Of eine sich lohnende Anschaffung sein.
Es wird einem einfach alles geboten z.B. die großen Hits "Unsung", "In the Meantime", "Milquetoast" und "Pure" und natürlich die ganzen anderen Brecher wie "Sinatra", "I Know", "Give It", "Repetition", usw.
Fazit: Für Einsteiger ist "Unsung: The Best Of Helmet (1991-1997)" sicherlich absolut empfehlenswert und ich rate auch dazu sich die Alben mal anzuhören, weil diese noch viele gute Songs enthalten und allesamt den Kauf wert sind. Auch Fans die schon alles von Helmet haben kann ich diese CD ans Herz legen wegen der zwei seltenen Tracks.
Helmet sollten sich 2004 neu gründen, allerdings blieb von der Original-Band nur Sänger/Gitarrist Page Hamilton übrig. Während "Size Matters" als Comeback etwas enttäuschte, steht der Riese spätestens seit "Monochrome" wieder fest auf beiden Beinen. Von daher: Auch da schon mal reinhören ;).