Ich habe schon so viel von Graham Masterton gelesen und dachte dieser Autor könne mich nie wirklich enttäuschen. Doch leider hat mich dann dieser Roman negativ überrascht. Als Horror-Thriller bezeichnet hat dieser Roman so gut wie nichts von den Dingen aufzuweisen, die Masterton stark machen und auszeichnen.
Es geht um eine Frau namens Holly, die für das amerikanische Äquivalent des Jugendamts arbeitet. Hier sei auch gesagt, sie ist taub, was für die Geschichte wichtig ist. Bei einem Kontrollbesuch findet sie einen schwer misshandelten Jungen, von seinem Vater an den Rand des Todes geprügelt. Der Vater wird vor Gericht gezerrt und verflucht Holly. Daraufhin gehen viele Dinge in Hollys Leben, hauptsächlich beruflich, schief. Am Ende ist sogar ihr Leben und das ihrer Tochter in Gefahr.
Hört sich alles recht interessant an, ist es aber nicht. Denn in diesem Roman findet kein Horror statt. Dieser Roman liest sich eher wie ein seichter Thriller mit melodramatischen Elementen. Spannung kommt am Ende kurz auf, sonst habe ich mich aber sehr gelangweilt. Der Epilog ist noch mal ein kleiner Hammer, der aber am Ende unplatziert wirkt und das Buch nicht retten kann. Sehr schade, ich hoffe dies bleibt eine Ausnahme.