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Unsere gefrorenen Begierden. Was das Geld will
 
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Unsere gefrorenen Begierden. Was das Geld will [Gebundene Ausgabe]

Peter Torberg


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Aus der Amazon.de-Redaktion

Viele Autoren von Wirtschaftsbüchern neigen dazu, unter der geistigen Last zu leiden, über scheinbar einfache oder ungebildete Menschen zu schreiben, die im Monat mehr verdienen als sie selbst in einem Jahr. James Buchan scheint das gleiche Problem in Grün zu haben. Als britischer Autor mit einer ausgezeichneten Schulbildung, einem abenteuerlichen Geist, einem anspruchsvollen Geschmack und einem Großvater (John Buchan), der ein berühmter Romanschriftsteller war, müht er sich seit vielen Jahren als Korrespondent für die Financial Times ab -- eine edle Seele, gefangen in der finanziellsten aller Zeitungen.

Wie dieses Buch verdeutlicht, verabscheut er Geld mit einer vorrangigen Leidenschaft -- er träumt von einer Gesellschaft, die ohne Geld auskommt. Es wäre falsch, Buchan als einen Spinner abzutun, nur weil er vorgibt, die Reichtümer, die er in diesem Land vorfindet, zu verachten (während er eine erfolgreiche Karriere aufbaut, die sich auf Globetrotten und Spesenkonten gründet). Er sollte vielmehr als ein aufstrebender Ruskin oder Carlyle gesehen werden -- als einer dieser Abweichler, die den richtigen Ton des Ärgers und der Nostalgie treffen, ohne den Prozessen, die sie kritisieren, Einhalt zu gebieten, oder die Sache, für die sie eintreten, zu fördern. --David Brooks

Neue Zürcher Zeitung

Geld-Geschichten

zyk. Schopenhauer hat vom Geld gesagt, es sei das absolut Gute, die «menschliche Glückseligkeit in abstracto». Denn worauf immer jemand aus sei, Geld könne bei der Wunscherfüllung behilflich sein. Für den Abenteurer, Romanautor und ehemaligen Korrespondenten der «Financial Times» James Buchan enthält Schopenhauers Diktum den Kern einer Psychologie des Geldes, und sein Buch «Unsere gefrorenen Begierden» (von Angela Praesent und Peter Torberg vorzüglich übertragen, vom Verlag sorgfältig gestaltet) will die psychologischen Anfänge des Philosophen fortführen. Es mischt narrative Elemente mit essayistischen zu einer angenehm lesbaren Melange. Von den dreissig Silberlingen über die Tulpenkrise bis hin zu dem Finanzsystem des John Law erzählt Buchan symbolträchtige Episoden vom Mammon. Zur Atmosphäre des Buches gehört, dass der Text letztlich nichts klärt oder entwickelt, sondern sich in immer neue Geld-Geschichten verstricken lässt. Da diese Verstrickung dem Autor durchaus Schreiblust bereitet, kommt das letzte Kapitel «Geld: Ein Lebewohl» überraschend. Plötzlich wird hier mit dem Geld als dem Erzübel der Menschheitsgeschichte in einem mahnenden Ton abgerechnet, der unpassend und albern wirkt. So einfach kann man, nach allem, was war, mit dem Geld nicht Schluss machen.


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