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Unsere Zukunft: Ein Gespräch über die Welt nach Fukushima
 
 
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Unsere Zukunft: Ein Gespräch über die Welt nach Fukushima [Gebundene Ausgabe]

Klaus Töpfer , Ranga Yogeshwar
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 233 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (26. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406629229
  • ISBN-13: 978-3406629228
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.909 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Buch muss man gelesen haben, um in unserer Zeit mit weniger Konsum, weniger CO2, weniger Luxus, weniger Fliegen und Autofahren weiterzukommen. Es lohnt sich." --Franz Alt, sonnenseite.com, 3. November 2011

Kurzbeschreibung

Ranga Yogeshwar, Physiker und Fernsehmoderator, und Klaus Töpfer, ehemaliger Umweltminister, UN-Direktor und im Frühjahr 2011 Co-Vorsitzender der Ethikkommission, sind auf der Suche nach einem Weg in die Zukunft. Der Leser nimmt teil an einer so lebendigen wie provozierenden Unterhaltung über die Existenzfragen unserer Epoche. Werden in zwanzig Jahren unsere Kinder die Bilder von Fukushima betrachten so wie wir heute die Bilder von Tschernobyl - mit der gleichen Bestürzung und Ratlosigkeit? Oder werden sie sagen: Wir haben unsere Lektion gelernt, damals ist das Tor zu einem neuen Zeitalter aufgestoßen worden? Wie soll unsere Gesellschaft im Jahr 2030 aussehen? Wie wollen wir leben? Ranga Yogeshwar und Klaus Töpfer sprechen über die gewaltigen Herausforderungen, vor die uns die Katastrophen der letzten Zeit stellen. Bis zu welchem Grad ist Technik noch beherrschbar? Wie viel CO2 brauche ich zum Glück? Wie weit tragen unsere Glaubenssätze von Wachstum, Fortschritt und Wettbewerb? Töpfer und Yogeshwar, die unterschiedlichen Generationen angehören, aber beide passionierte Familienväter sind, nehmen die Gelegenheit wahr, voneinander zu lernen - der Politiker vom Wissenschaftler und der forsche, mitreißende Fernsehaufklärer vom Altmeister in Nachhaltigkeitsfragen. Ihr Fazit: Die Energiewende lässt sich nicht isoliert betrachten, die Krisen der Energie-, Klima- und Sicherheitspolitik und die anhaltende "Kernschmelze" der Finanzsysteme hängen miteinander zusammen. Dennoch lautet ihr Plädoyer: Wir haben die einmalige Chance, die Welt und unser Verhalten zu verändern. Tun wir alles, um dem Diktat der Kurzfristigkeit entkommen!


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als ein geglücktes Aufeinandertreffen kann man dieses Buch durchaus bezeichnen. Ein Buch, dass nicht anderes abbildet als einen ausführlichen Dialog zweier Personen, die in verschiedener Weise Kompetenz und Ansehen mit in dieses Buch einbringen.

Der eine, als Politiker gestartet, Minister für Umwelt und Reaktorsicherheit, Leiter des Umweltprogramms der vereinten Nationen und nun Direktor des IASS und Vorsitzender der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung. Jahrgang 1938, somit auch einer, der im Lauf der Jahre eine auch energiepolitisch persönliche Entwicklung vollzogen hat (in dieser Frage aus einer noch ganz anderen Zeit stammend), der sich als kompetent erweisen hat für Reaktor- und Umweltfragen und, vor allem einer, der tatsächlich im oft lauten Getöse der vielen Meinungen etwas zu sagen hat.

Und der andere, einem breiten Fernsehpublikum durch seine bei weitem nicht nur unterhaltsame, sondern vor allem fundierte Wissensweitergabe bekannt. Physiker mit späterer Mitarbeit in der Nuklearforschung, am Cern und am Forschungszentrum Jülich. 1959 geboren, mithin ein Vertreter der jungen, bereits 'atomkritisch' geprägten Generation.

Beide setzen sich auf den knapp 230 Seiten des Buches im Dialog intensiv und einander eng zugewandt auseinander mit einer der Kernfragen der Zukunft des Planeten und der Menschheit. 'Wie kann man das verhindern?', fragt Töpfer zu Beginn des Gespräches sich, seinen Gesprächspartner und den Leser gleichermaßen. Eine atomare Katastrophe weltweiten Ausmaßes, wie sie letztlich durch das Reaktorunglück in Fukushima nun im Raume steht.

Was braucht es, damit ein sicherer, schneller und nachhaltiger Wandel in der ebenso Kernfrage der Menschheit, der Energiefrage, gelingt und das Atomzeitalter sicher beendet werden kann. Ein Wandel, den übrigens Töpfer selbst (durchaus selbstkritisch) in seiner Notwendigkeit auch sich auf die Fahnen nun schriebt, nachdem er zu Zeiten als Minister der Bundesregierung die Atomenergie durchaus mit vorangetrieben hat. Ein Wandel, der bei Töpfer spürbar angekommen ist und der einen tiefen gesellschaftlichen Wandel ebenso voraussetzt wie auch mit sich bringen wird. Und das weltweit. Ein Horizont, in dem längst noch nicht die 'Zeichen der Zeit' allgemein erkannt worden ist. An anderen Orten ist ein Atomausstieg noch lange nicht mehrheitsfähig.

Nicht nur bei einem Postulat aber verbleibt dieses Buch. Praktische Möglichkeiten werden intensiv erörtert und dies nicht nur plakativ, sondern en Detail, so dass der Leser im Verlauf der Lektüre einen durchaus breiten Einblick in bestehende alternative Energien, deren Technik und deren Einsatzmöglichkeiten im Energiewandel erhält.

Eine ebenso gute Ergänzung bieten beide Gesprächspartner auch in den persönlichen Stärken, die sie einbringen. Die Fachkenntnis Yogeshwars, die er in durchaus auch drängende und unbequeme Fragen ebenso zu kleiden vermag, wie in sachkundige Erläuterungen, tragen durchaus eine gehörige Portion Gesellschaftskritik und auch ein Drängen auf zeitnahe Umsetzung in sich.

Der in vielen Konferenzen und in mannigfaltiger Arbeit erfahrene Töpfer nimmt dies auf und führt dennoch die oft zähe Langsamkeit und komplizierte politische Konsensfindung ins Feld. Ein Spannungsbogen, der real existiert und mit dem intensiv gearbeitet werden muss, um reale, politische Veränderungen dauerhaft zu erreichen, die dann in Verbindung mit einer breiter, gesellschaftlicher Einsicht und Veränderungsbereitschaft den Weg in eine bessere Zukunft bahnen können.

Dieses kompetente Gespräch, dass weit über technische Einzelfragen hinausreicht, gehört mit zum Besten, was zum Thema Energiewende und Energiepolitik, aber auch Grenzen und Möglichkeiten der Gesellschaft zur Zeit auf dem Markt zu finden ist und lässt den Leser sachkundiger und mit einem deutlichen Wissen um zukünftige, auch persönliche, Notwendigkeiten zurück als vor der Lektüre.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Luise
Format:Gebundene Ausgabe
Katastrophen erschüttern unser tägliches Leben, sie prägen und verändern es. Eine der großen Katastrophen der letzten Jahre war der Super- Gau im Atomkraftwerk Fukushima in Japan. Wie unser Leben und unsere Umwelt sich nach Fukushima verändert haben, diskutieren Klaus Töpfer und Ranga Yogeshwar in Unsere Zukunft".

Mit dem ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer und dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar ist es dem Beck- Verlag einmal mehr gelungen zwei Persönlichkeiten zu einer Diskussion zusammen zu führen. Nach Unser Jahrhundert" in dem Altkanzler Helmut Schmidt und Historiker Fritz Stern über die großen Fragen des letzten Jahrhunderts diskutierten, ist Unsere Zukunft" der zweite (mir bekannte) Gesprächsband aus dem Verlag C.H. Beck.

Schnell entspinnt sich zwischen Töpfer und Yogeshwar ein hochinteressantes Gespräch, dem auch junge und mittelmäßig informierte Menschen, die ihre wenigen Infos nur aus den Nachrichten bezogen haben (so wie ich), gut folgen können. Zunächst erzählen beide von den Eindrücken, die Tschernobyl bei ihnen hinterlassen hat, welche Gefahren Atomenergie birgt und die große Verantwortung, die aus ihrer Verwendung erwächst. Von diesem Ausgangspunkt aus diskutieren die beiden über verschiedene alternative Energien und deren Leistungsfähigkeit, sie beschäftigen sich mit dem Konsumwahnsinn der westlichen Welt, sowie der Finanzkrise und versuchen die Frage Wie wollen wir leben?" zu beantworten. Darüber hinaus erfährt der Leser auch mehr über die Biografien von Töpfer und Yogeshwar. Beispielsweise klärt Klaus Töpfer endgültig warum er einst im Rhein schwamm...

Diesem Buch rechne ich besonders hoch an, dass die Möglichkeiten zur Umstellung von Atomenergie zu alternativen Energien konkret benannt werden. Was kann getan werden, bzw. was wird bereits getan um Emissionswerte zu senken? Was kann der Staat veranlassen? Was kann jeder einzelne beitragen? Und obwohl sich beide gegen Atomenergie aussprechen, diskutieren sie ernsthaft die Vor- und Nachteile von alternativen Energien. Dies verleiht dem Buch zusätzlich Glaubwürdigkeit.

Unsere Zukunft" ist amüsant, kritisch, hinterfragend, es stellt neue Zusammenhänge her und verknüpft die alten miteinander um einen großen Gesamtzusammenhang zu schaffen. Klingt kompliziert, liest sich aber sehr gut! Ein wirklich gelungenes Buch!
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jürgens "Bücher" TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Unsere Väter haben die Ressourcen auf dem Planeten verschwendet, aber wir haben etwas verändert." (Jogeshwar S.112)
Das Gespräch beginnt zunächst mit den beiden großen Atomkatastrophen und den Konsequenzen für uns daraus. Für die Autoren ist nicht entscheidend der gesamte Ausstieg aus der Kernenergie, sondern der zügige Einstieg in die Energiewende (S.168). Auf die Kernenergie zu verzichten ist kein Problem, wenn wir dafür sorgen, dass wir alle 20 % weniger Energie verbrauchen. Dabei kann man auch auf "Intelligenten Stromverbrauch" achten, also ganz bewußt in Zeiten niedriger Stromnachfrage, selber den Strom nutzen. Die Autoren fordern, das bestehende System zu einem neuen Netzwerk von Nutzern und Anbietern umzubauen.

Sie zeigen nicht ein ungebremstes Wirtschaftswachstum wird unsere Probleme lösen, sondern eine kluge Energiewende wird den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.
Dabei zeigen die Autoren auch die Schwierigkeiten die in der Wirtschaft und in der Politik dadurch gegeben sind, dass die Zeitfaktoren zu kurz bemessen sind. Die Verkürzung der Entscheidungsmöglichkeiten geschieht durch die kurzen Fristen von den Quartalsberichten der großen Firmen und dem damit verbundenen Erfolgsdruck für die Manager. Auch der Zeithorizont in der Politik ist eigentlich zu kurz für eine langfristige Planung, da die Überlegungen zu wirtschaftlichen Veränderungen in der Gesellschaft auch vom Wahlkampfrythmus bestimmt werden. Töpfer weist darauf hin, dass in der Zukunft die Politik alleine von der Glaubwürdigkeit und von der Authenzität der handelnden Personen geprägt sein wird.
Als problematisch sehen beide Autoren den derzeitigen Lobbyismus an, da dieser einen sehr großen Einfluß auf die Politiker und ihre Entscheidungen ausübt. Dabei sehen sie bereits die grundsätzliche Konstellation als völlig unausgewogen an, da die Eltern, die Lehrer und Bürger selber keine Lobby haben!

Töpfer zeigt dem Leser, es gibt inzwischen in Deutschland ein neues Grundrecht: "Das Recht auf Konsum." Yogeshwar beschreibt es als:"Ich werde gemöchtet" ein neues Hemd, eine neue Hose, einen neuen Salzstreuer zu kaufen.
Yogeshwar zeigt dem Leser man muß seine Haltung zur Welt nicht durch Konsum, durch einen Materialismus zur Schau stellen. Geistiger Reichtum ist für ihn viel wertvoller als reiner materieller Besitz.
Die Autoren weisen darauf hin, dass bei uns jährlich 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden, davon alleine 15% in Orginalverpackungen(S.135)
Beide Autoren sind sich einig, es muß neue Denkmodelle geben um die Ressourcen des Planeten zu schonen und zeigen auch verschiedene Änderungsmöglichkeiten auf.

Fazit: Ein sehr lesenswertes Gespräch zu den großen Katastrophen, den entstandenen Abhängigkeiten von den großen Monopolisten, der neuen Orientierung hin zu einer vernünftigen Energiewende.
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