Zuerst zum erzählerischen Teil: Wenn x-mal hintereinander bereichtet wird, wie mal dieser, mal jener Kolonialsoldat geschlagen, schlecht bezahlt usw wurde dann wird ist das nicht mehr informativ sondern wird langweilig.
Recht gut gelungen sind die Passagen über den mittleren Osten und die Kollaboration mit dem Achsenmächten, aber bei der Militärgeschichte tun sich z.T. erhebliche Schwachstellen auf.
Dass die Autoren nicht wissen, das ein Bren ein leichtes MG ist und dass auch eine leichte Panzerabwehrkanone im Dschungel ganz schön unhandlich ist und trotzdem stark genug um einen japanischen Panzer zu zerstören lasse ich ja noch durchgehen, aber dass wichtige Feldzüge ein oder zwei Jahre falsch datiert werden, ist kein Zeichen guter Recherche. Leider kommt es noch schlimmer.
Im Teil über die Philippinen werden die unglaublichsten falschen Behauptungen aufgestellt. Da wird ein Veteran mit den Worten zitiert, sie hätten seinerzeit veraltete Waffen gehabt, weil die Amerikaner aus Angst vor einer Revolte gegen die "Kolonialherren" die Filipinos nicht vernünftig bewaffnen wollten. Nicht nur dass diese Aussage totaler Humbug ist, sie widerspricht auch vorangegangen richtigen Aussagen der Autoren, wonach die Unabhängigkeit der Philippinen bereits seit Jahren beschlossene Sache war und sogar eine eigene philippinische Armee existierte. Und mit ein wenig Recherche hätte man sogar herausgefunden, dass die US Marines die in der Tat veralteten Gewehre, über die sich der philippinische Veteran beklagte noch ein Jahr später im Kampf gegen die Japaner einsetzten. Und das ist nicht alles. Nicht nur dass, General Mac Arthur angeblich den Filipinos die Kapitulation befohlen hat -er tat das Gegenteil-, nein es wird mehrfach behauptet die Amerikaner hätten sich nach dem japanischen Angriff von den Philippinen zurückgezogen und die Filipinos im Stich gelassen. Was angesichts einer See- und Luftblockade durch die Japaner natürlich barer Unsinn ist. Fast alle Amerikaner, die am 7. Dezember 1941 auf den Philippinen stationiert waren gingen in japanische Kriegsgefangenschaft.
Wie man sieht sind historische Fakten/Vorgänge oft klar erkennbar unglaublich schlecht recherchiert, was leider keine Überraschung ist. Die linke, anti-westliche Haltung der AutoInnen wird schon nach ein paar Seiten deutlich und sobald Amerika zum Thema wird, spring dem Leser der Antiamerikanismus regelrecht ins Gesicht. Den AutorInnen hat er wohl die Sicht auf die Fakten verstellt.