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"Unsere Opfer zählen nicht": Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg
 
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"Unsere Opfer zählen nicht": Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg [Gebundene Ausgabe]

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 444 Seiten
  • Verlag: Assoziation a; Auflage: 1., Aufl. (24. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935936265
  • ISBN-13: 978-3935936262
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 21,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 572.819 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ihre Kriegseinsätze kommen in den Geschichtsbüchern nicht vor, und ihre Gefallenen sind nirgends aufgelistet. An ihre Opfer erinnert kaum ein Monument und an den Bombenterror in ihren Städten keine Fernsehserie. Die meisten ihrer Zwangsarbeiter erhalten keine Entschädigung und die meisten ihrer Veteranen keine Kriegsrente. So hoch der Preis auch war, den die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg zahlte, so konsequent wurde er seitdem vergessen und verleugnet.
Millionen Soldaten aus Afrika, Asien, Südamerika und Ozeanien kämpften und starben in diesem Krieg, den der deutsche und der italienische Faschismus sowie der japanische Großmachtwahn verursacht haben. In Abessinien standen sich Afrikaner auf beiden Seiten der Front gegenüber, in Burma kämpften hunderttausend Soldaten aus West- und Südafrika gegen die japanischen Streitkräfte, in Frankreich Zehntausende Inder gegen die Wehrmacht. Brasilianer kamen in Italien zum Einsatz, Koreaner im Südpazifik. Von China über Vietnam bis nach Indonesi en und den Philippinen operierten einheimische Guerillatruppen gegen die alten Kolonialherren und die neuen Besatzer.
Viele Länder der Dritten Welt wurden zu Schlachtfeldern, andere lieferten Rohstoffe für die Kriegsproduktion. Millionen Menschen dienten den Krieg führenden Streitkräften als Lastenschlepper und Bauarbeiter, Pfadfinder und Küstenwächter, Aufklärer hinter feindlichen Linien und Bergungstrupps für verwundete Soldaten. Hunderttausende Frauen wurden Opfer sexueller Gewalt. Allein die Japaner verschleppten 200.000 Filipinas und Koreanerinnen in ihre Militärbordelle.
Die Hilfstruppen und Hilfsarbeiter aus der "Dritten" Welt wurden schlechter entlohnt, verpflegt, untergebracht und behandelt als ihre "Kameraden" aus der "Ersten". Streiks und Revolten gegen diese Ungleichbehandlung wurden mit brutaler Gewalt niedergeschlagen. Allerdings war die Dritte Welt nicht bloß Opfer in diesem Krieg. Antikoloniale Bewegungen im Nahen Osten (von Ägypten über Palästina bis in den Irak und d en Iran) und in Asien (von Indien und Burma bis Thailand und Indonesien) sympathisierten mit den faschistischen Mächten und stellten Hunderttausende Freiwillige für deren Krieg. 3000 Rekruten der von den Nazis ausgehobenen "Indischen Legion" ließen sich 1944 sogar in die Waffen-SS eingliedern und verübten Massaker an der französischen Zivilbevölkerung. Auch davon berichtet dieses Buch.
Auf der Basis langjähriger Recherchen der AutorInnen in über dreißig Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens werden die Folgen des Zweiten Weltkrieges für die Dritte Welt in diesem Buch erstmals aus Sicht von Betroffenen beschrieben.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Markus
Zuerst zum erzählerischen Teil: Wenn x-mal hintereinander bereichtet wird, wie mal dieser, mal jener Kolonialsoldat geschlagen, schlecht bezahlt usw wurde dann wird ist das nicht mehr informativ sondern wird langweilig.
Recht gut gelungen sind die Passagen über den mittleren Osten und die Kollaboration mit dem Achsenmächten, aber bei der Militärgeschichte tun sich z.T. erhebliche Schwachstellen auf.
Dass die Autoren nicht wissen, das ein Bren ein leichtes MG ist und dass auch eine leichte Panzerabwehrkanone im Dschungel ganz schön unhandlich ist und trotzdem stark genug um einen japanischen Panzer zu zerstören lasse ich ja noch durchgehen, aber dass wichtige Feldzüge ein oder zwei Jahre falsch datiert werden, ist kein Zeichen guter Recherche. Leider kommt es noch schlimmer.
Im Teil über die Philippinen werden die unglaublichsten falschen Behauptungen aufgestellt. Da wird ein Veteran mit den Worten zitiert, sie hätten seinerzeit veraltete Waffen gehabt, weil die Amerikaner aus Angst vor einer Revolte gegen die "Kolonialherren" die Filipinos nicht vernünftig bewaffnen wollten. Nicht nur dass diese Aussage totaler Humbug ist, sie widerspricht auch vorangegangen richtigen Aussagen der Autoren, wonach die Unabhängigkeit der Philippinen bereits seit Jahren beschlossene Sache war und sogar eine eigene philippinische Armee existierte. Und mit ein wenig Recherche hätte man sogar herausgefunden, dass die US Marines die in der Tat veralteten Gewehre, über die sich der philippinische Veteran beklagte noch ein Jahr später im Kampf gegen die Japaner einsetzten. Und das ist nicht alles. Nicht nur dass, General Mac Arthur angeblich den Filipinos die Kapitulation befohlen hat -er tat das Gegenteil-, nein es wird mehrfach behauptet die Amerikaner hätten sich nach dem japanischen Angriff von den Philippinen zurückgezogen und die Filipinos im Stich gelassen. Was angesichts einer See- und Luftblockade durch die Japaner natürlich barer Unsinn ist. Fast alle Amerikaner, die am 7. Dezember 1941 auf den Philippinen stationiert waren gingen in japanische Kriegsgefangenschaft.

Wie man sieht sind historische Fakten/Vorgänge oft klar erkennbar unglaublich schlecht recherchiert, was leider keine Überraschung ist. Die linke, anti-westliche Haltung der AutoInnen wird schon nach ein paar Seiten deutlich und sobald Amerika zum Thema wird, spring dem Leser der Antiamerikanismus regelrecht ins Gesicht. Den AutorInnen hat er wohl die Sicht auf die Fakten verstellt.
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Von Amazon bestätigter Kauf
Die 1400 dänischen Kriegstoten stehen in jedem Geschichtsbuch, die 1,1 Millionen Toten der Philippinen wird man dort vergeblich suchen.
Unsere Geschichtsschreibung ist europazentriert. Dass es Millionen von Menschen aus der sogenannten Dritten Welt waren, die mitgeholfen haben, den deutschen Nationalsozialismus,den italienischgen Faschismus und den japanischen Großmachtwahn zu besiegen, ist hier weitgehend unbekannt. Dass diese Menschen auch noch überaus schlecht behandelt, ja regelrecht diskriminiert wurden, findet ebenfalls in unserer Geschichtsschreibung keine Erwähnung. Diese Lücke schießen das Buch und die gleichnamige Ausstellung.
Die Texte des Buches sind leicht verständlich, obwohl sie wissenschaftlichen Standards vollends genügen.
Die Auswikrungen und die Folgen des Zweiten Weltkrieges für Afrika, Asien und Ozeanien werden dargestellt und dokumentiert.
Bemerkenswert ist auch, dass die Kollaboratuere der Nazis in der Dritten Welt ebenfalls benannt wwrden, so z.B. der Palästinenserführer el-Husseini, der Hitler bewunderte und die SS dabei unterstütze, Juden im Nahen Osten zu jagen. Arafat hatte ihn später als Helden bezeichnet.
Eines von vielen Themen, die das Buch behandelt.
Ein Muss für alle, die bereit sind, Geschichte auch über die Grenzen der europäischen Sichtweise hinaus anzunehmen und sich damit zu beschäftigen.
Als Historiker und Mittler der politischen Bildung, aber auch nur als Interessierter empfehle ich das Buch uneingeschränkt.
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Sehr informativ 3. März 2012
Von Leser
Ein wirklich gut lesbares und informatives Buch über ein oft unterschlagenes Thema. Das Buch ist sehr gut und ausführlich bebildert und seinen Preis wert.
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