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Unsere Mütter, unsere Väter [Blu-Ray] [2 BDs]

Volker Bruch , Tom Schilling , Philipp Kadelbach    Freigegeben ab 12 Jahren   Blu-ray
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (151 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 18,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Volker Bruch, Tom Schilling, Ludwig Trepte, Katharina Schüttler, Miriam Stein
  • Regisseur(e): Philipp Kadelbach
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Studio Hamburg Enterprises (AL!VE)
  • Erscheinungstermin: 21. März 2013
  • Spieldauer: 270 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (151 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00B1UAK8K
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 453 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Eine epische Geschichte über Freundschaft und Erwachsenwerden in der dunkelsten Epoche unseres Landes.

Fünf Freunde und die Verabredung auf ein Wiedersehen. Fünf Menschen am Ende ihrer Jugend und mitten im Krieg. Und ohne eine Vorstellung von dem, was dieser Krieg mit ihnen und der Welt machen wird… Juni 1941, einige Tage vor dem Überfall auf die Sowjetunion: In Berlin treffen sich fünf Jugendfreunde, um Abschied zu nehmen: Wilhelm (Volker Bruch), überzeugter Soldat der Wehrmacht, Friedhelm (Tom Schilling), sein weniger überzeugter Bruder, die lebenslustige Greta (Katharina Schüttler), die Nazis für Spießer hält und davon träumt, ein UFA-Star zu werden, die ernste Charlotte (Miriam Stein), die fest an den Nationalsozialismus glaubt und sich zur Krankenschwester ausbilden lässt, um Volk und Führer zu dienen, und schließlich der Jude Viktor (Ludwig Trepte), der verzweifelt seine Eltern zu überzeugen versucht, Deutschland endlich zu verlassen. Sie verleben noch ein paar ausgelassene Stunden, bevor das Schicksal sie auseinander treibt.

Bonus: ZDF-History Dokumentationen zum Dreiteiler (2x 45 Min.), Audiokommentar mit Regisseur, Drehbuchautor, Dramaturgin, Redakteur und Produzent

Disc 1
Unsere Mütter, Unsere Väter - Eine andere Zeit (Teil 1)
Unsere Mütter, Unsere Väter - Ein anderer Krieg (Teil 2)

Disc 2
Unsere Mütter, Unsere Väter - Ein anderes Land (Teil 3)
ZDF-History Dokumentationen zum Dreiteiler

Unsere Mütter, unsere Väter
Unsere Mütter, unsere Väter
Unsere Mütter, unsere Väter
Unsere Mütter, unsere Väter
Unsere Mütter, unsere Väter
Unsere Mütter, unsere Väter
















Pressestimmen:


„Epos der Superlative" Süddeutsche.de

„Eine Zeitenwende für das deutsche Fernsehen.“ SPIEGEL online

„Der wichtigste TV-Film des Jahres.“ BILD.de

„Fantastisch besetzt, bewegend.“ Brigitte

„Sprengt Dimensionen“ TV Movie

„Schonungslos, toll gespielt, absolut sehenswert!“ TV Spielfilm

„Geht unter die Haut“ Freundin

Produktbeschreibungen

Fünf Freunde und die Verabredung auf ein Wiedersehen. Fünf Menschen am Ende ihrer Jugend und mitten im Krieg. Und ohne eine Vorstellung von dem, was dieser Krieg mit ihnen und der Welt machen wird...Juni 1941, einige Tage vor dem Überfall auf die Sowjetunion: In Berlin treffen sich fünf Jugendfreunde, um Abschied zu nehmen: Wilhelm (Volker Bruch), überzeugter Soldat der Wehrmacht, Friedhelm (Tom Schilling), sein weniger überzeugter Bruder, die lebenslustige Greta (Katharina Schüttler), die Nazis für Spießer hält und davon träumt, ein UFA-Star zu werden, die ernste Charlotte (Miriam Stein), die fest an den Nationalsozialismus glaubt und sich zur Krankenschwester ausbilden lässt, um Volk und Führer zu dienen, und schließlich der Jude Viktor (Ludwig Trepte), der verzweifelt seine Eltern zu überzeugen versucht, Deutschland endlich zu verlassen. Sie verleben noch ein paar ausgelassene Stunden, bevor das Schicksal sie auseinander treibt. Disc 1 Unsere Mütter, Unsere Väter - Eine andere Zeit (Teil 1)Unsere Mütter, Unsere Väter - Ein anderer Krieg (Teil 2)Disc 2Unsere Mütter, Unsere Väter - Ein anderes Land (Teil 3)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
153 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist wie mein Opa erzählte 19. März 2013
Format:DVD
Um es kurz zu sagen: der Film deckt sich im Kern in unglaublich vielerlei Hinsicht mit den Erzählungen meines Großvaters, der den Russlandfeldzug von Anfang bis zum Ende als Wehrmachtssoldat mitgemacht hat und mir davon berichtet hat, als ich ein Kind war. Es ist alles zu sehen, was ich aus seinen Erzählungen kannte: der Hurrapatriotismus, die wachsende Grausamkeit von allen Seiten, die menschliche Verzweiflung, die Selbstverständlichkeit mit der die meisten die Judenverfolgung hinnahmen, die Kameradschaft im Feld, die Angst davor zu sterben, die heimlich wachsende Erkenntnis der Sinnlosigkeit und Aussichtslosigkeit des Krieges und der Versuch, an Lügen zu glauben um der Wahrheit nicht in's Gesicht sehen zu müssen.

Ich empfinde den Film als längst überfälliges Werk, das die menschlichen Regungen, den Alltag, die Sternstunden und die Abgründe einer deutschen Generation zeigt, die in der Niederlage erkennen musste, dass ihr Patriotismus von den Nazis ausgenutzt worden war. Mein Großvater sagte mir, während des Krieges hätten die meisten seiner Kameraden immer geglaubt auf der Seite der Guten zu stehen.
Als dann nach dem Krieg laut ausgesprochen wurde, was in den KZ's geschehen war, wie in Russland, Polen und woanders gemordet worden war, als Deutschland in Trümmern lag und deutlich wurde wie viel Glauben und Hoffnung missbraucht worden war, begann man sich für sein Mitmachen insgeheim zu schämen. Mein Großvater sagte, er sei für Deutschland ausgezogen, hatte auf Hitler schwören müssen und hatte mit dem Hakenkreuz an der Brust gekämpft, obwohl er für die Nazis wenig übrig hatte. Und mit jedem glänzenden Sieg am Anfang, sagte er, hatten alle nur an Deutschland gedacht, aber eigentlich nur den Nazis geholfen. Jetzt, am Ende, lag alles offen. Wo war der Spiegel, in den man da nach dem Krieg noch genau schauen wollte ?

Oder um es aus der Erinnerung mit den Worten meines Großvaters zu sagen : "Bei uns gab es auch Helden, da haben sich auch viele aufgeopfert und viele sind gefallen. Aber Junge, für wen ? Nit für Deutschland ! Für Verbrecher ! Und aus uns Soldaten ham sie dann am Schluss auch Verbrecher gemacht !"

Diese Tragik dieser Generation darzustellen, ist die große Leistung des Films

Von daher : sehr verdiente fünf Sterne !
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46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amigo Del Sol TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
Fünf Freunde feiern im Juni 1941 ihren letzten Abend gemeinsam in Berlin, ehe es für sie in verschiedene Himmelsrichtungen geht. Die beiden Brüder Wilhelm (Volker Bruch) und Friedhelm (Tom Schilling) werden mit der Wehrmacht in Russland einmarschieren. Charlotte (Miriam Stein) wird ihnen in einem Feldlazarett weit hinter der Front folgen, denn sie hat sich freiwillig als Krankenschwester gemeldet. Die lebenslustige Greta (Katharina Schüttler) träumt davon ein UFA-Star zu werden, während ihr Freund Viktor (Ludwig Trepte) als Jude versucht seine Eltern von einer Flucht aus Berlin und aus Deutschland zu überzeugen. Nach diesem Abend trennen sich die Wege dieser fünf Freunde, mit dem Versprechen sich an Weihnachten wiederzusehen...

"Unsere Mütter, unsere Väter" gehört, wie sicherlich auch schon vielfach geschrieben, definitiv zu den besseren Weltkriegsaufarbeitungsfilmen. Ich persönlich würde ihn durchaus auf einer Ebene mit Filmen wie "Stalingrad", "Der Untergang" oder auch "Steiner - Das eiserne Kreuz" sehen, wobei Letzterer sicherlich mehr Action als Schauspielkunst zu bieten hatte. In einer Sache sind sich aber beide Filme sehr ähnlich, als Ein- und Überleitungen wurden historische Filmaufnahmen genutzt. Die vor allem auch bei "Steiner - Das eiserne Kreuz" seinerzeit zu einer Kontroverse geführt haben, weil die Originalvideos deutlich das ganze Leid dieses Krieges zeigten, was man seinerzeit wohl so noch nicht erwartet hatte.
Hat man in den vergangenen Produktionen noch auf überwiegend namenhafte Schauspieler gesetzt, so treten sie in "Unsere Mütter, unsere Väter" nur in Nebenrollen auf. Der Fokus des Ensembles liegt hierbei auf fünf, eher unverbrauchten Schauspielern, von denen ich persönlich nur Tom Schilling aus dem Film "Napola" kannte bzw. wahrgenommen hatte. Das hatte den angenehmen Vorteil, dass man als Zuschauer schon einmal völlig unvoreingenommen gegenüber den Protagonisten war und man wurde nicht enttäuscht. Alle fünf Hauptdarsteller liefern ein beeindruckendes Schauspiel ab.

Da ist Wilhelm, der die Blitzkriege gegen Frankreich und Polen miterlebt hat, quasi als Soldat der ersten Stunde und dementsprechend von der Stärke der Wehrmacht überzeugt ist und auch in seiner Familie daher ein entsprechendes Ansehen genießt, besonders gegenüber seinem Vater. Der im Laufe des Krieges allerdings jeglichen Illusionen beraubt wird. Sein Bruder Friedhelm ist hier anfangs mehr der Träumer und der einzige, der eine Ahnung davon entwickelt, was Krieg wirklich bedeutet. So ist er auch derjenige, der von allen Protagonisten die größte Entwicklung in allen drei Filmteilen nimmt und er vielleicht am Ende für diejenigen steht, die bis zur letzten Patrone kämpfen mussten, weil sie es einfach anders nicht mehr konnten oder wollten, denn dafür haben sie einfach zu viel Leid gesehen und es selber gebracht.
Charlotte nimmt eine ähnliche Entwicklung, allerdings in die andere Richtung. Als überzeugte Nationalsozialistin scheut sie auch vor Denunziationen nicht zurück. Aber spätestens als die Front immer näher rückt und Verwundeten immer mehr und immer schlechter versorgt werden, beginnt sich ihr Weltbild zu wandeln und alles woran sie geglaubt hat, gerät ins Wanken. Greta träumt von der großen Karriere und ihre Affäre mit einem verheirateten Gestapo-Mann bringt sie fast ans Ziel ihrer Träume - ehe sie von allen vielleicht den brutalsten Absturz erlebt. Viktor als Jude hat vielleicht von allen die schlechtesten Karten, schon von Anfang an - wie sollte es auch anders sein. Seine Entwicklung kann man im Grunde auf den blanken Wunsch einfach zu überleben herunterdividieren, denn das ist die einzige Chance die er wirklich hat. Denn dieser Film zeigt deutlich, dass die Juden auch in Osteuropa verhasst waren und dort als Übel für den Krieg gesehen wurden. Ein kleiner aber nachhaltiger Versuch der Macher, dieses Gut-Böse oder Schwarz-Weiß-Bildnis, dass sich immer wieder aufbaut zu untergraben, um damit dann zu zeigen, dass dieser Krieg nicht zwischen Gut und Böse unterschieden, sondern nur bei Leben und Tod einen Unterschied gemacht hat. Gleiches gilt übrigens auch in der späteren Inthronisierung von Ex-Nazis in den Verwaltungsapparat des Nachkriegsdeutschlands - auch ein Thema, dass so noch nicht im TV behandelt wurde.

Gewollt war es von den Machern, dass sich alle Protagonisten in den verschiedenen Entwicklungsstadien immer mal wieder begegneten. Das wirkt phasenweise vielleicht etwas konstruiert, liefert aber eine nicht zu verachtene emotionale Komponente mit. Bemerkenswert fand ich es auch, dass der gesamte Krieg gegen Russland (1941 - 1945) in diesem Dreiteiler aufbereitet wurde. Angefangen mit dem Vorstoß der Wehrmacht kurz vor Moskau, über die Panzerschlacht bei Kursk bis hin zum jähen Ende irgendwo zwischen Berlin und der polnischen Grenze. Es wird gezeigt wie die Wehrmacht und Sonderkommandos immer brutaler gegen die Zivilbevölkerung vorgingen. Ganz nach dem Motto "Wir töten Sie, bevor sie uns töten" und daraus sich ein brutaler Partisanenkrieg entwickelte. Die Macher des Films zeigen ziemlich eindrucksvoll, wie sich hier eine Mördertruppe entwickelt hat.

Die Effekte in dieser TV-Produktion kann man definitiv als gelungen werten. Der Einsatz von Handkameras und einer schnellen Schnittfolge kennt man sonst nur aus Hollywood- oder internationalen TV/Serien-Produktionen. Der Zuschauer bekommt nicht den Eindruck "nur" zuzuschauen, sondern er ist förmlich mitten drin, wenn die Soldaten versuchen eine völlig sinnlose Telegrafenstation zurückzuerobern.
Was ich allerdings ein wenig vermisst habe, waren stellenweise die Aufnahmen aus Berlin, vor allem der obligatorische Fliegeralarm fehlte im Sinne der Authentizität. Auch die häufigen Standortwechsel waren als Zuschauer etwas verwirrend, spätestens dann, wenn mal Schnee lag und dann wieder nicht. So blieb bei mir leider auch der Eindruck haften, dass die Story vor allem zum Ende hin sehr gerafft wirkte. So fällt für mich vor allem der dritte Teil im Vergleich zu den ersten beiden Folgen hier etwas ab. Ob es hier noch die Option auf einen Directors Cut gibt, kann man bei einer TV-Produktion allerdings nicht zwingend erwarten.

Unterm Strich haben die ersten beiden Teile locker die 5-Sterne-Hürde genommen, der dritte Teil fällt aufgrund des Eindrucks, dass hier versucht wurde die Story zu raffen etwas ab, was bei fünf Handlungssträngen vielleicht auch einer zu viel war. Insgesamt ist "Unsere Mütter, unsere Väter" aber ein beklemmender, spannender und unerwartet authentischer Film. Vor allem nach den ersten beiden Teilen, war ein beklemmendes Gefühl bei mir definitiv vorhanden. Das ZDF scheint dies schon nach dem ersten Teil geahnt zu haben, so dass es bei der TV-Ausstrahlung direkt im Anschluss die obligatorische Aufklärungs- und Erklärungsdoku gab. Ich fand sie persönlich unnötig und man hätte sich dies fürs Ende des dritten Teils aufsparen können, denn somit wurde die bedrückende Story wieder verklärt und der Zuschauer fand sich doch wieder im Knoppschen-Augenzeugenberichten-Doku-Stil wieder, ohne das vorher Gesehene ersteinmal sacken zu lassen. Das fand ich nicht so gut, sollte aber den Eindruck des eigentlichen Film nicht schmälern - 5 Sterne für ein ziemlich intensives, authentisches und spannendes TV-Erlebnis.
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53 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur scheinbar authentisch 30. April 2013
Format:DVD
Es ist erstaunlich, wie positiv der ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ von vielen bewertet wird. Erklären läßt sich dies wohl nur durch die zweifellos guten schauspielerischen Leistungen der Darsteller und die Suggestivkraft der Bilder. Die Geschichte selbst und die Figuren sind jedoch alles andere als historisch authentisch, weil sie schlicht nicht repräsentativ für ihre Generation und allzu widersprüchlich gezeichnet sind. Heutige Sichtweisen und Wertungen werden in die Vergangenheit projiziert und überdies bestimmte Zusammenhänge verschwiegen, so daß insgesamt ein verzerrtes Bild der damaligen Wirklichkeit vermittelt wird.

Problematisch an dem Film ist vor allem, daß er nicht ansatzweise die prägenden Erfahrungen wiedergibt, die die deutschen Soldaten nach Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 machten. Der überraschende deutsche Vorstoß traf nämlich auf personell und materiell weit überlegene sowjetische Truppen, so daß die von der NS-Propaganda aufgestellte These, man führe einen Präventivkrieg, sich zu bestätigen schien. Die deutschen Soldaten kämpften also in dem Bewußtsein, einem sowjetischen Angriff gerade noch rechtzeitig zuvorgekommen zu sein.

Auf ihrem Vormarsch, vor allem im Baltikum und der Ukraine, wurden sie von großen Teilen der einheimischen Bevölkerung zunächst als Befreier vom kommunistischen Terror begrüßt. In zahlreichen Städten (etwa in Lemberg) fanden sie in Gefängnissen Tausende vom sowjetischen Geheimdienst NKWD ermordete politische Gefangene auf. Besonders brisant daran ist, daß die Einheimischen für diese Taten die mit den Kommunisten gleichgesetzte jüdische Bevölkerung verantwortlich machten, so daß es auch ohne deutsches Zutun zu schweren Pogromen kam. Auch hier schien fatalerweise die Wirklichkeit die NS-Propaganda zu bestätigen.

Eine andere prägende Erfahrung im Ostfeldzug der Wehrmacht war, daß gleich zu Beginn der Kampfhandlungen von sowjetischer Seite in Gefangenschaft geratene deutsche Soldaten (überwiegend Verwundete) bestialisch ermordet wurden, oft nach vorhergehender Folter und Verstümmelung. Im kurz darauf einsetzenden Partisanenkrieg im Hinterland der Front wurden auch immer wieder derartige Grausamkeiten dokumentiert.

All diese Dinge werden in dem Film unterschlagen. Stattdessen werden vollkommen unvermittelt deutsche Verbrechen wie die Vollstreckung des Kommissarbefehls (Liquidierung sowjetischer Politkommissare), Vernichtungsaktionen der SS-Einsatzgruppen gegen Juden, Erschießungen von Partisanen bzw. „Partisanenverdächtigen“ und ähnliches gezeigt. Es ist richtig, daß ein Film über den Rußlandfeldzug dies deutlich und in aller Drastik vorführt. Diese Verbrechen hat es ja tatsächlich gegeben. Es ist jedoch mehr als problematisch, gleich zwei der Hauptfiguren (Wilhelm und Friedhelm) als Vertreter der Wehrmacht unmittelbar in diese Vorgänge verstrickt zu präsentieren.

In Wirklichkeit waren der seriösen Forschung zufolge von während des gesamten Krieges etwa 18 Millionen deutschen Soldaten (einschließlich Angehörigen der Waffen-SS) allenfalls 5 Prozent an Kriegsverbrechen oder heute als Kriegsverbrechen gesehenen Handlungen beteiligt. Höhere Angaben dürften kaum realistisch sein. Durch den Film entsteht also ein vollkommen schiefes Bild. Zu bedenken ist dabei auch, daß die Judenvernichtung durch Erschießungskommandos und der Partisanenkrieg im Hinterland der Front überwiegend von SS- und Polizeiverbänden durchgeführt wurden, wobei sie von einheimischen Hilfstruppen unterstützt wurden. Die Wehrmacht war hieran nur am Rande beteiligt. Ebenfalls verschwiegen wird in dem Film, daß die Wehrmacht den verbrecherischen Kommissarbefehl nur zum Teil ausführte und ihn verbreitet sabotierte. Der Widerstand von unten führte schließlich sogar dazu, daß Hitler den von ihm erlassenen Befehl im Mai 1942 aufhob.

Auch sonst sind die Figuren wenig realistisch in ihrem Verhalten. Weshalb ausgerechnet der Ernst-Jünger-Leser Friedhelm innerlich Pazifist bzw. Antimilitarist nach heutigem Muster ist, obwohl er offenbar aus einem deutschnationalen Elternhaus stammt und sein Bruder Offizier ist, erschließt sich nicht. Noch weniger sein bewußter Versuch, nachts im Alarmposten mit Hilfe seiner glimmenden Zigarette feindliche Bomber auf die Stellung seiner Einheit aufmerksam zu machen und zum Angriff auf die eigene Truppe zu provozieren. Wäre er überzeugter Kommunist, könnte man eine solche Handlungsweise ja noch nachvollziehen. Aber so wie es dargestellt ist, ist das Ganze wenig plausibel.

Man muß sich klarmachen, daß die Deutschen damals fast alle Patrioten waren (wie die Menschen in so ziemlich jedem anderen Land). Es spielte letztlich keine Rolle, wie man in den Krieg hineingeraten war. Wenn so eine Auseinandersetzung erst einmal im Gange ist, geht es für jede Seite nur noch darum, sich zu behaupten und Freiheit und Unabhängigkeit des eigenen Landes zu bewahren. Es ist keineswegs so, daß nur die Anhänger des NS-Regimes im engeren Sinne sich einen deutschen Sieg wünschten. Auch diejenigen, die dem System distanzierter gegenüberstanden, wollten den Krieg auf keinen Fall verlieren. Dies gilt selbst für die Mehrzahl derjenigen, die dem deutschen Widerstand gegen das NS-Regime angehörten.

Die Motivation, Deutschland zu verteidigen, war allgemein hoch. Und gerade auf dem Kriegsschauplatz im Osten war so ziemlich jedem deutschen Soldaten klar, daß man hier gegen ein bösartiges Terrorsystem kämpfte, das bereits viele Millionen Menschen auf dem Gewissen hatte und nicht nur für Deutschland, sondern für Europa insgesamt eine massive Bedrohung darstellte, die es abzuwehren galt. Nicht ohne Grund kämpften an der Ostfront mehrere hunderttausend Freiwillige aus ganz Europa auf deutscher Seite (Franzosen, Niederländer, Skandinavier u.a.), ebenso wie mindestens eine Million Russen, Ukrainer, Letten, Esten, Litauer usw.

Letzteres wäre kaum möglich gewesen, wenn sich die Wehrmacht nicht im allgemeinen gegenüber der einheimischen Zivilbevölkerung ähnlich korrekt verhalten hätte wie in Westeuropa. Getrübt wurde das ansonsten gute Verhältnis im Osten allerdings durch die Unterdrückungspolitik der deutschen Zivilverwaltung und der SS (insbesondere die Aushebung von Zwangsarbeitern) und den sich entfaltenden Partisanenkrieg, in dem es zu für diese Art Krieg typischen Exzessen auf beiden Seiten kam. Letztlich verhielten sich die an diesen Kämpfen beteiligten Wehrmachtsteile aber nicht anders als andere Armeen in vergleichbarer Lage (etwa amerikanische Truppen im Korea- und Vietnamkrieg oder französische im Algerienkrieg).

Die Härte der Kämpfe, die Angst und Verzweiflung der Soldaten und die extremen Bedingungen insbesondere des Kriegswinters 1941 werden in dem Film durchaus eindrucksvoll und treffend wiedergegeben. Man macht sich jedoch falsche Vorstellungen, wenn man davon ausgeht, die deutschen Soldaten hätten nur widerwillig den Kampf geführt. Die Kampfmoral und die Widerstandskraft der deutschen Truppen, denen praktisch immer eine gewaltige zahlen- und materialmäßige Übermacht gegenüberstand, war trotz allem gerade an der Ostfront erstaunlich hoch, was auch von den Gegnern anerkannt wurde. Desertiert sind nur sehr wenige. Insofern ist die Entwicklung Wilhelms eher untypisch, wenn auch vielleicht nicht vollkommen unmöglich.

Sehr seltsam und unglaubwürdig ist schließlich auch die Figur der Charlotte, deren Schuldigwerden doch ziemlich konstruiert wirkt. Daß sie einerseits persönlich mit einem Juden (Viktor) befreundet ist, dann aber gezielt nach einem ersten Verdacht in den Sachen der von ihr ausgesuchten einheimischen Hilfsschwester Lilija herumsucht, sie als Jüdin identifiziert und meldet (auch wenn sie es recht schnell bereut), ist doch ziemlich unglaubhaft. Wieso sollte ein realer Mensch sich so verhalten? Hier ging es wohl darum, die idealistische Krankenschwester, die sich freiwillig zum Lazaretteinsatz an die Front meldet, auf keinen Fall zu positiv darzustellen.

Geradezu absurd ist schließlich die Szene, in der die eigentlich todgeweihte Lilija in sowjetischer Uniform wieder auftaucht und einen Rotarmisten gerade noch davon abhält, Charlotte zu vergewaltigen bzw. die Vergewaltigung abbricht. Sinngemäß mit den Worten, die Sowjetsoldaten kämen als „Befreier“ und seien „keine Vergewaltiger“ – ganz als hätte es sich nur um seltene Einzelfälle gehandelt. Hier ist die Grenze zur Geschichtsklitterung vollends überschritten. Für mich ein negativer Höhepunkt des Films. Viel schlimmer hätte man die etwa 2 Millionen von Rotarmisten vergewaltigten deutschen Frauen und Mädchen, von denen viele nicht überlebten, nicht verhöhnen können.

Die Absicht des Drehbuchschreibers, die Figur der Charlotte so darzustellen, war wohl, die tatsächliche oder vermeintliche Wirkung der antisemitischen Propaganda während der NS-Zeit vorzuführen und ihr als besonders scharfen Kontrast die edelmütige und keinesfalls auf Rache sinnende Lilija gegenüberzustellen. Charlotte muß natürlich – zumindest für einen kurzen Moment – dem „Gift des Antisemitismus“ erliegen, sonst wäre sie nach Ansicht der Macher des Films keine typische Deutsche der Zeit. Lesen Sie weiter... ›
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5.0 von 5 Sternen Der Film überhaupt
Der Deutsche Film der den Deutschen Weltkrieg aus sicht der Teilnehmer zeigt und wiedergibt. Ein muss für jeden . Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von gregor gamradt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehenswert
Da ich nach dem Krieg geboren wurde, konnte ich mir so annähernd vorstellen, wie es der früheren Generation
im Krieg ergangen ist. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von A.Lü veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Top Film
Der Film ist wirklich gut. Erst habe ich widerwillig mitgeschaut, da ich die ständigen Kriegsfilme (besonders über den zweiten Weltkrieg) satt habe. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von Carina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unerwartet gelungen
Abgesehen von einer für deutsche Verhältnisse ungewohnt aufwendigen und auch in vielen Bereichen sehr hochwertig umgesetzten Inszenierung (Schauspieler, Kulisse,... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von Alter Tobi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super gemacht!!!
Ich bin begeistert von diesem Film. Vorallem weil er sich neutral hält und alle Seiten zeigt. Nicht nur die "böse" deutsche Seite im 2. Weltkrieg.
Vor 3 Tagen von BlackWorld veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen für einen deutschen Mehrteiler echt gut gemacht
Ich habe den Mehrteiler im TV gesehen und bin stark beeindruckt.
Sehr gut gemacht,stark gespielt,gute Besetzung,muß man sich öfter ansehen
Vor 4 Tagen von M. Weiß veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein sehr bewegender Film
Eine sehr emotionale Geschichte über 5 Freunde im dritten Reich. Dieser Film sollte wachrütteln.
Auf alle Fälle ist dieser Film immer wieder sehenswert.
Vor 4 Tagen von bernd veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Super! Trilogie macht echt Spaß! Wenige unauthentische Szenen!
Tolle Schauspieler, tolle Kulisse, super Film für einen Nichtkinofilm!

Die Authentizität ist ja bekanntlich bei deutschen Kriegsfilmen zum Zweiten Weltkrieg... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von Peter Mustermann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super Film
einfach topp. Super authentisch gemacht. Wird auf jedenfall einer meiner Kult Filme. Und auf Blu Ray ne super Bild/Ton Qualität
Vor 7 Tagen von Timo Schoettle veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bewegender Film
Man muss mit Kritik leider rechnen, wenn man das Geschehen aus Deutscher Sicht zeigt.
Aber es gab in letzter Zeit zu Übertriebene und schlechte Kriegsfilme aus Alliierter... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Tagen von S. Wolff veröffentlicht
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