Inspiriert von der vorhergehenden Rezension raffe ich mich auf, hiermit auch meine Eindrücke von diesem Buch wiederzugeben. Zugegeben, ich war erschrocken, als ich las, was in der vorhergehenden Rezension alles ans Licht gebracht wurde. Dass Flax auch mal mit chs geschrieben wurde, ist mir nicht aufgefallen, hingegen kann ich mir aber auch wirklich kein Kind vorstellen, das sich Willi Schwabes Rumpelkammer gern oder freiwillig angesehen hat. Und ob es sieben oder mehr Folgen aus dem Koboldland gab bzw. gibt, kann ich auch nicht sagen, da ich ohnehin nur drei kenne. Aber die drei haben gereicht, um mir schöne Erinnerungen daran zu bewahren. Und ich denke, genau darum geht es in dem Buch: Anstösse zur Erinnerung zu geben. Das ist dem Autor meiner Meinung nach hervorragend gelungen. Ob man dies einer Chronologie hätte unterordnen sollen, sei dahin gestellt. Und: Ja, auch ich denke, dass hier einige Ereignisse nicht berücksichtigt wurden, die aus meiner Sicht hätten erwähnt werden sollen. Aber das ist meine subjektive Meinung. Angesichts des Umfangs des Buches (und des Preises) war es sicher auch nicht möglich, alles zu berücksichtigen und jedem Leser zu entsprechen. rinnerungen sind immer subjektiv.
Das Buch ist ein aus meiner Sicht recht gelungener Mix aus Medienereignissen und Kindheitserinnerungen. Natürlich gibt es Stellen, die berühren mich überhaupt nicht (beispielsweise Bonanza ... das habe ich nie gesehen. Entweder war das vor meiner Zeit oder außerhalb der Reichweite unserer Antenne), andere dagegen sind wie aus meinem Gedächtnis kopiert. Oft hab ich während der Lektüre zu meiner Frau gesagt: "Du, weißt du noch...?" Und genau das, so denke ich, ist das Hauptanliegen des Buches. Keine Weltliteratur, aber sehr unterhaltsam und nett zu lesen.