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Unser täglich Brot [Blu-ray]


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Produktinformation

  • Regisseur(e): Nikolaus Geyrhalter
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Alamode Film (AL!VE)
  • Erscheinungstermin: 20. Mai 2011
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 92 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004FPCG2G
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.551 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Unser Täglich Brot" ist eine filmische Meditation über die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion. Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen zeigt der Film Orte, an denen Nahrungsmittel produziert werden: Für Fahrzeuge optimierte, surreale Landschaften; sterile Räume in funktioneller, industrieller Architektur, für logistischeffiziente Abläufe entwickelt. Eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Indem Nikolaus Geyrhalter der Frage "Woher kommt unsere Nahrung?" verselbständigt hat? Und er zeigt die industrielle Nahrungsmittelproduktion als Spiegelbild unseres Wertkanons: viel, einfach, schnell, wenige produzieren für uns alle. "Unser Täglich Brot" gibt dem Zuschauer Einsicht in die Orte, die sich unserem Alltag verschließen. Er liefert Einblicke, dort, wo Verdrängung die Regel ist und liefert Erkenntnis.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Erbarmungslos direkte Dokumentation über die Art und Weise, wie heutzutage Lebensmittel hergestellt werden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: DVD .

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

177 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von -scapegoat- am 26. April 2007
Format: DVD
Unser Brot natürlich handgeknetet, unsere Milch handgemolken, frisch von der Weide aus artgerechter Tierhaltung und den Joghurt handgerührt mit soeben gepflückten Erdbeeren...

Ein erfreuliches Bild, welches uns die Werbung täglich zig Male zu vermitteln versucht.

Der Mensch integriert in einen Kreislauf, an dem jeder von uns in irgendeiner Weise Teil hat (/haben muss).

Was wirklich dahinter steckt, versucht dieser Film aufzudecken. Nicht, indem er anklagt, den Zuschauer mit Zahlen und Fakten bombardiert, sondern allein die Bilder für sich sprechen lässt.

Kommentarlos werden entfremdende, bizarre Bilder von Maschinen und Fließbändern aneinander gereiht, irgendwo dazwischen Tiere, Pflanzen und der Mensch. Letzteres wirkt völlig deplaziert in der automatisierten Nahrungsmittelproduktion.

Für den Ton sorgen die Maschinengeräusche, monoton und ohrenbetäubend, wenige Minuten später das noch lautere Schweinegequieke und Hühnergeschrei. Allerdings wirken diese in der industriellen Welt noch individuell und lebendig, bis auch hier ein geschlachtetes Tier dem anderen gleicht.

Schnell, sauber und vor allem ertragreich.

Vom Salat über Eier bis zum tiefgefrorenem Huhn, vom Keimling, bis zum rot-glänzenden Apfel, vom soeben geschlüpften Küken zum Chicken-Nugget - welchen Weg unsere Nahrung zum verzehrfertigen Produkt bereits hinter sich hat, und welche Rolle der Mensch dabei überhaupt noch spielt, wird in fast schon ästhetisch anmutenden Bildern verdeutlicht.

Bilder, die nicht denen der Werbung entsprechen, sondern kühl, steril und vielleicht ein Denkanstoß.
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117 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dr. Paul Versaeg TOP 1000 REZENSENT am 31. Oktober 2007
Format: DVD
Gestern bin ich zufällig beim trägen Herumzappen auf der Couch über (und in) diesen Film gestolpert. Eine sehr heftige Erfahrung die ich - als jemand, der bis vor kurzem noch meinte in Sachen "Filmkunst" schon alles gesehen zu haben - in dieser entwaffnenden Eindringlichkeit hier machte.

Den kommentar- und interviewlosen Reihungen von O-Ton-Szenen einer grotesken und hinsichtlich maximaler Effizienz bis ins kleinste Detail ausgeklügelten Industrielandschaft kann sich wohl kein Mensch entziehen, der nicht vollkommen abgestumpft ist und noch einen Funken Skepsis unserem modernen Lebenswandel gegenüber im Leib hat.

Es sind die Konfrontationen, die diesen Film weitab jeglicher "political correctness" und ohne die Chance auf ein Happy-End so besonders werden lassen. Als Zuschauer habe ich überdeutlich realisiert, daß es tierischem Leben im Fleischbusiness nicht im geringsten besser geht als den Pflanzen, die in einer entfremdeten Umgebung der Massenverwertung zugeführt werden.

Eine mutige Entscheidung, diese Dokumentation nicht nur im Kino sondern auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ungeschnitten und zu prominenter Sendezeit (28.10.2007, ORF2, 23:00 und 4.11.2007, 3SAT, 21:15) einer breiten und womöglich unvorbereiteten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nicht wenige Menschen werden hier binnen 92 Minuten ihre Position am Ende der Nahrungskette überdenken.

Ich müßte "Unser täglich Brot" an sich uneingeschränkt meinen Bekannten, Arbeitskollegen und sogar Schülern im Unterricht "Natur&Technik" empfehlen, befürchte aber vor allem bei Letzteren durchaus einige traumatische Erlebnisse - insbesondere angesichts einer FSK-Empfehlung von 12 Jahren.
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56 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lothar Hitzges am 13. September 2007
Format: DVD
Der Film beginnt in einem Schlachthof und endet dort. Eine vollautomatische Trommel wird zur Endstation der Rinder. In riesigen Fabriken bewegen endlose Laufbänder alle Arten von lebenden und toten Tieren. Selbst die hier arbeitenden Menschen wirken, gleich den Tieren, als dem maschinellen Rhythmus untergeordnete Wesen. Alles ist sauber und die Klingen sind rasiermesserscharf. Hier ist der Tod zur Industrie geworden. Geburt, Aufzucht und Transport folgen dem gleichen Gesetzen, viel Maschine, wenig Mensch und dem Tierprodukt, das was es unbedingt braucht.

Die Bilddokumentation kommt ohne gesprochenen Text aus. Der Kontext der Szenenabläufe spricht für sich. Unsere Nahrung wurde klammheimlich industrialisiert. Wir essen Fließbandeier, Retortenhähnchen, Melkmaschinenmilch, Reiseschweine und Kettensägenkühe. Nirgendwo klafft Werbung und Realität weiter auseinander als bei unseren Lebensmitteln. Warum?
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von R. Rudek am 23. Oktober 2008
Format: DVD
Der Film wirkte auf mich faszinierend und abstoßend zugleich.
Faszinierend ist der kommentarlose und damit nahezu wertfreie Gleichmut, mit dem die Bilder gezeigt werden. Es ist wie ich finde Gleichmut und keine Gleichgültigkeit, denn wem das Thema gleichgültig ist, der zeigt solche Bilder nicht oder sieht sie nicht an. Und es gehört Mut dazu, in unserer derzeitigen Gesellschaft einen solchen Film zu drehen. Diese Bilder kommentarlos stehen zu lassen fällt bestimmt auch nicht jedem leicht.
Abstoßend im Film ist die automatisierte Lieblosigkeit, die Unaufmerksamkeit und das teilweise fehlende Mitgefühl, welche den lebenden Nahrungsmitteln, ob Pflanzen oder Tiere, zuteil wird.
Das ist aber keine Abwertung der Menschen, die in diesem Industriezweig arbeiten, denn auch ich bin als Konsument nicht frei von Sünde. Im Gegenteil.
Der Film macht jedenfalls deutlich, wie der Mensch in einer Big Brother-&-Geiz ist geil-Gesellschaft selbst zur Maschine mutiert. Und doch ist da ein Funke Hoffnung...im Film...im Zuschauer...
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