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Scott Hahn findet- mehr gegen seinen Willen-biblische Begründungen für alle katholischen Lehren, mit denen er sich befasst.
Spannend ist vor allem, wie dieser Mann, der doch ziemlich amerikanisch und von sich selbst eingenommen ist, auf der Suche nach der Wahheit nicht umhin kommt, einen für ihn sehr unangenehmen und schwierigen Weg zu gehen. Viele Freunde verliert er, als er seiner Überzeugung folgt- und sein ganzes Weltbild ändert sich.
Informativ sind die biblischen begründungen an sich. Hahn fordert die Katholiken auf, sich mehr mit der Bibel zu beschäftigen, und so den Schatz, den sie selbst in ihrer Kirche un ihrer Liturgie haben, immer wieder neu zu entdecken.
Selbst wenn dieses Buch "unverschämte" Rom-Werbung betreibt, so finde ich den Ansatz in Ordnung.
Liest man die Hetze der radikalen Protestanten gegen Katholiken, denen man immer wieder Nichtverständnis biblischer Glaubensaussagen unterstellt, dann ist dieses Buch die gelungene Antwort darauf.
Polemsich ist das Buch nicht, aber es räumt mit "protestantischen Vorurteilen" auf. Dies mag nicht so stark auf Europa zutreffen, aber für die USA zeichnet Hahn ein realistisches Bild.
Allerdings habe ich auch einige Kritikpunkte, die ich nicht verschweigen möchte:
1. So stört mich vor allem Hahns dreimal gebrachte Behauptung, dass die Katholische Kirche entweder „teuflisch" oder „die absolute Wahrheit" ist. Belege für diese sehr schwerwiegende Aussage bleiben allerdings aus. Da einige Aktionen der Kirche sicherlich nicht die Bezeichnung „absolute Wahrheit" tragen sollten, müsste sie laut Hahn teuflischen Ursprungs sein, was sie allerdings definitiv nicht ist (die wird im Buch auch gut aufgezeigt).
2. Des weiteren hätte ich mir einige Bibelstellen mehr gewünscht, welche die Katholische Lehre stützen. In Bezug auf „Papsttum", „Abtreibung und Verhütung", sowie bei den Sakramenten geschieht dies in angemessenem Maße. Vor allem aber Maria und die Heiligen bleiben relativ unbehandelt.
3. Außerdem fehlt dem Werk meiner Ansicht nach ein Literaturverzeichnis. Zwischen den Zeilen deutet Hahn zwar immer wieder gute Bücher und Webseiten an (die praktisch alle meine uneingeschränkte Empfehlung verdienen), doch eine Zusammenstellung am Schluss fehlt, damit sich der Leser auch von der Richtigkeit von Hahns Aussagen überzeugen kann.
Fazit: Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch mit einigen kleinen Schwächen!
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