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Unser Jahrhundert: Ein Gespräch
 
 
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Unser Jahrhundert: Ein Gespräch [Gebundene Ausgabe]

Helmut Schmidt , Fritz Stern
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nicht schon wieder! Gibt es denn außer Helmut Schmidt (oder Richard von Weizsäcker) wirklich niemanden, der kompetent und umfassend über das 20. Jahrhundert Auskunft zu geben vermag? Bei aller Wertschätzung ist der Altkanzler doch nun wirklich im vergangenen Jubeljahr anlässlich seines Neunzigsten mehr als ausführlich zu Wort gekommen. Doch gemach! Schließlich hat da ja noch ein Anderer am Gesprächstisch gesessen. Und was für einer.

Nicht ganz so alt an Jahren zwar, aber was Weisheit und Lebenserfahrung angeht, seinem Gesprächspartner in jeder Hinsicht ebenbürtig. Zudem als Sprössling einer deutsch-jüdischen Emigrantenfamilie und als führender US-Historiker sozusagen qua Geburt und Profession Experte für alles, was das zurückliegende Jahrhundert an Leben, Leiden und Lehren bereithielt. Dementsprechend handelt es sich bei dem Gespräch, das hier dokumentiert wird, um alles andere als um den Austausch von Höflichkeiten und das Schwelgen zweier Greise in den Erinnerungen an gute wie schlechte, alte Zeiten. Zwar ist Fritz Stern seinem unverhohlen bewunderten Gegenüber seit über drei Jahrzehnten in Freundschaft verbunden. Doch die Beziehung der Beiden ist nicht zuletzt aufgrund der geographischen Distanz dann doch nicht so innig, als dass der Eine den Anderen ohnehin in- und auswendig kennt. Davon kann der Leser profitieren. Denn so entspinnt sich eine äußerst lebhafte Diskussion, weit davon entfernt, sich gegenseitig nur mit Stichworten zu bedienen. Hier sitzen sich zwei Persönlichkeiten auf Augenhöhe gegenüber. Gleichermaßen belesen und eloquent, scheuen sie auch nicht davor zurück, dem Anderen Paroli zu bieten oder sogar in die Parade zu fahren – was sich ja insbesondere in Anbetracht der berühmt berüchtigten Apodiktik Helmut Schmidts in einem echten Disput kaum vermeiden lässt. Geradezu rührend andererseits, wie Fritz Stern in solchen Fällen den Freund behutsam aber bestimmt auf den Boden zurückholt, wenn sich der einmal verstiegen hat: wenn er beispielsweise das Hohelied auf den Keynesianismus des NS-Chefökonomen Hjalmar Schacht anstimmt oder über die genetische Disposition der Deutschen zum Massenmord sinniert.

Insgesamt eine ebenso spannende wie lehrreiche Geschichtsstunde, in der nicht nur die Vergangenheit Revue passiert, sondern auch die Probleme der Gegenwart nicht zu kurz kommen. – Arnold Abstreiter

Pressestimmen

"Dieses Buch ist ein echter Lichtblick: Zwei Menschen, ebenso gebildet wie gescheit, Altkanzler Helmut Schmidt und Historiker Fritz Stern, eine Art Waldorf und Statler des Geistes, sprechen, streiten und spekulieren über Sternstunden der Weltgeschichte." --Denis Scheck, Besprechung der Spiegel-Bestsellerliste, Der Tagesspiegel, 25. April 2010

"Sternstunden des politischen Dialogs. Ein anregendes Buch, das eine grosse Themenbreite abdeckt und von einem stupenden Wissen lebt. (...) Man folgt den beiden gebannt, hat von Satz zu Satz das Gefühl, wieder etwas gelernt, einen Zusammenhang, oder bisher ignorierten Aspekt erkannt zu haben." --Claudia Kühner, Tages-Anzeiger, 3. April 2010

"(...) die spannendste Neuerscheinung des Frühjahrs." --Regina Krieger, Handelsblatt, 19. März 2010

"Ein Musterbeispiel erlebter und erinnerter, reflektierter und erzählter Geschichte, dem man einen festen Platz an deutschen Schulen und Universitäten wünscht." --Gregor Schöllgen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Literaturbeilage zur Leipziger Buchmesse 2010, 17. März 2010

"(...) spannender und kurzweiliger als jedes Geschichtsbuch. Wir sagen Danke für dieses wunderbare, altersweise Vermächtnis in Buchform." --Stern, 25. Februar 2010

Kurzbeschreibung

"Fangen Sie an, Fritz" - mit diesem Satz beginnt ein Gespräch unter Freunden. Helmut Schmidt und Fritz Stern kennen sich seit vielen Jahren und haben sich im Sommer 2009 zusammengesetzt, um über Themen miteinander zu reden, die ihnen am Herzen liegen: Erfahrungen und Lehren aus der Geschichte, das gemeinsam erlebte Jahrhundert, Menschen, die ihnen begegnet sind.

Das Ergebnis ist ein ebenso anregendes wie kurzweiliges, freimütiges und nicht selten witziges Buch, in dem sich der Politiker und der Historiker die Bälle zuspielen, mal im Konsens, mal im Widerspruch, stets auf eine pointierte Darlegung ihrer eigenen Positionen bedacht. Das Spektrum der behandelten Fragen reicht von Bismarck bis Israel, vom Zweiten Weltkrieg bis zum Aufstieg Chinas, vom Rückblick auf die Ära Bush bis zu den überhöhten Boni für Banker - und auch die Anekdoten kommen nicht zu kurz. Zwei kluge alte Männer streifen durch das 20. Jahrhundert und die Welt von heute, und der Leser genehmigt sich eine Prise Weisheit.

Über den Autor

Helmut Schmidt, geb. 1918 in Hamburg, Bundeskanzler von 1974 bis 1982, ist seit 1983 Herausgeber der ZEIT.

Fritz Stern, geb. 1926 in Breslau, ist em. Professor für Geschichte an der Columbia University und Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels.
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