Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch welches einen schönen und leichten Einstieg in die Geschichte gibt und mit brillianten Bilden und DVD besticht!!, 16. April 2009
Rezension: G. Schilling, L. L. Christensen Unser Fenster zum Weltraum
ISBN 978-3-527-40867-2, WILEY-VCH Verlag
Patrick Krei Berlin den 20.03.2009
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Mit dem Buch Unser Fenster zum Weltraum begeben sich die Autoren Schilling und Christensen auf eine spannende Entdeckungstour rund um das Teleskop und nehmen den Leser mit auf die Reise. Das Buch erscheint passend zum Internationalen Jahr der Astronomie 2009 (als offizielle Publikation der IAU) und wird durch die DVD Eyes on the Skies ergänzt. Es richtet sich sowohl an den interessierten Leser, als aber auch an Fachschaften der Astronomie und den Randdisziplinen, die die Geschichte des Teleskops noch mal auf Leben lassen bzw. erleben wollen.
Der Einfachheit und der Liebe zum Leser ist das Werk in 7 Kapiteln unterteilt, in denen man die Entwicklung vom einfachen Refraktor aus Galileis Zeit bis hin zu den Zukunftsfissionen des Teleskops verfolgen kann.
Was auffällt ist, dass ca. mehr als 60% des Buches aus Illustrationen besteht und nur knappe 40% aus textlicher Information. Trotzdem geht kein Detail verloren, denn diese hoch qualitativen Bilder, ergänzen den Text gut oder sollte man hier eher sagen die Bilder werden durch den Text hervorragend ergänzt?
Einleitend mit dem Vorwort von C. Cesarsky bekommt man einen kleinen Überblick über die Entwicklung des Teleskops und deren Studienobjekte bevor man in das erste Kapitel einsteigt.
Im ersten Kapitel (Ein neuer Blick in den Himmel) macht man dann den großen Sprung von ca. 400 Jahren zurück und bekommt gezeigt, wie die frühen Pioniere Mond und Sterne mit ihren Mitteln versuchten zu erkunden, auch stellt man sich die Frage wer in der Entwicklung des Teleskops der Erste war und wer es gen Himmel richtete. Außerdem bekommt man ein Gefühl wie groß die Konstruktionen im laufe der Jahre wurden. Und wie stark der Entdeckerdrang dieser Zeit war. Darüber hinaus bekommt man einen Einblick, wie Astronomie vor der Zeit des Teleskops war.
Das zweite Kapitel (Je größer desto besser) gibt einen Überblick warum die Teleskope, ins besondere aber Spiegelteleskope, immer Größer wurden und führt einen somit auf die Spur schwacher Objekte, wie Nebel und Galaxien. Leider etwas unglücklich platziert bekommt man in diesem Kapitel erst einen schematischen Überblick über die klassischen Teleskoparten und deren Funktionsweise (Refraktor / Spiegelteleskop).
Ehe man sich versieht ist man bei der Entwicklung des Teleskops schon im 20. Jahrhundert angekommen und wird mit bahnbrechenden Entdeckungen konfrontiert, wie die Entdeckung Hubbles 1923 von M31.
Abschließend mit sehr brillanten Bildern von großen Spiegelteleskopen (z.B. WIYN-Teleskop), stellt sich die Frage wie man diese noch verbessern kann und stößt so zu Kapitel 3 (Rettung durch neue Technologien). Hier wird die Entwicklung ab der Mitte des 20. Jahrhunderts behandelt, die auf Basis von digitalisierten Teleskopen beruht. Es werden die deutlichen Unterschiede zu den Vorgängern herausgearbeitet, wie Montierung, Aufnahme, Sensoren, Vernetzung sowie das Überlisten der Erdatmosphäre ect. . Viele verschiedene Giganten werden hier präsentiert zwei Highlights sind das Very Large Teleskope sowie das Paranal-Observatorium.
Im 4. Kapitel (Von Silber zu Silikon) wird ausführlich über die Astrofotographie gesprochen. Beginnend mit ersten Zeichnungen und Fotographien vom Mars und Mond übergehend zu den modernen CCD-Detektoren wird in diesem Kapitel auch das Geheimnis um die kosmische Farbenvielfalt der Aufnahmen gelüftet. Außerdem werden auch Fehlerquellen von Bildern besprochen. Abschließend mit einem Ausblick in die Zukunft schließt dieses Kapitel ab.
Im 5. Kapitel (Das Unsichtbare sichtbar machen) wird Radio sowie Gamma-Imaging vorgestellt sowie die Suche nach Neutrinos. Es dreht sich hier also um kosmische Strahlung aber auch um die Suche nach Gravitationswellen. Verschiedene Teleskope werden für diese Zwecke vorgestellt mit dem Ausblick auf kommendes im 21. Jahrhundert.
Im 6. Kapitel (Jenseits Unseres Planeten) ist der Blick auf die Weltraumteleskope gerichtet wobei der Focus auf dem Hubble-Weltraumteleskop liegt. Man bekommt hier ein surreales Gefühl von Größe und Unendlichkeit vermittelt. Weitergehend mit dem Spitzer-Teleskop und Satelliten wird auch die Welt der extraterrestrischen Strahlung erschlossen. Einige Ergebnisse sind hier mit spektakulären Aufnahmen zu sehen. Abschließend mit WMAP wird die Geburtsstunde unseres Universums und doch auch die Endlichkeit wieder gespiegelt.
Den Blick in die Ferne ermöglichen Teleskope in unterschiedlicher Weise aber ob man an den Grenz technischer Möglichkeiten angelangt ist wird im 7. Kapitel (Was bringt die Zukunft) im größerem Maße angeschnitten als zuvor. Überragende und sehr interessante, wenn nicht gleich auch für den Laien schier unmögliche Konstruktionen werden vorgestellt und mit computergenerierten Bildern illustriert. Auch auf Fragen, wie Gibt es entfernt Leben wird eingegangen. Letztlich schließt das Buch mit einem Blick auf die Hobbyastronomen ab.
Zu der DVD ist nicht viel mehr zu sagen, als das sie das Buch gut ergänzt und in mancher Hinsicht auch noch weiter ins Detail geht. Unterteilt ist sie wie das Buch in die sieben Abschnitte. Sie ist auf Deutsch mit Untertiteln in 21 verschiedenen Sprachen. Leider ist die Sprachqualität sehr schwankend, dieser kleine Abstrich ist aber in Hinblick auf die Informationsfülle zu verkraften.
Ich kann das Buch nur Empfehlen, Einerseits wegen des guten Rückblicks auf die Entwicklung des Teleskops und die Steigerung der Leistung andererseits auch wegen den sehr schönen Aufnahmen. Auch die DVD ist rund um Gelungen und mit 59 Minuten hat sie eine moderate Länge. Das Preis Leistungsverhältnis ist okay mit der Sicht auf die DVD sogar sehr gut. Dieses Buch sollte in keinem Astronomie Regal fehlen. Es ist ein gelungener Blick in die Geschichte mit einem Ausblick in die Zukunft Und auch hier gilt Der Himmel verliert nichts von seiner Faszination.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schöne Aufmachung, sprachlich zweifelhaft, 23. Februar 2009
Das Buch ist inhaltlich und von der Aufmachung her überzeugend. Ein wirklich schöner Band, wunderbare Bilder, auch verständlich geschrieben. Für die etwas ambitioniertere Leserschaft ist der Stil möglicherweise etwas gar einfach gehalten. Etwas störend wirken für mich die an Zeitschriften erinnernden grossen Zitate aus dem Fliesstext, die auf fast jeder Textseite auftauchen. Positiv dann aber wieder die in Kasten gesetzten präzisierenden Informationen zu einzelnen Aspekten. Für all das vergäbe ich gerne 4 bis 5 Sterne!
Aber: Sprachlich hält das Buch denn doch nicht, was es sonst verspricht. Ob unsorgfältige Korrektur, unsorgfältige Übersetzung oder vielleicht einfach zu grosse Eile bei der Publikation rechtzeitig auf das Jahr der Astronomie der Grund ist, kann nur der Verlag beantworten.
Jedenfalls sollten Fehler wie auf S. 36, letzter Satz erster Absatz: »Die Astronomie würde noch immer an (sic!) ihrem Stand einiger, bereits vor Jahren gemachter, einfacher Beobachtungen verharren« oder S. 39, zweiter Absatz: »Das Hale-Teleskop [...] hat uns unübertreffliche Ansichten von Planeten, Sternenhaufen [statt Sternhaufen, aber das ist vielleicht ein Detail, Anm. des Rezensenten], Nebel (sic!) und Galaxien geschenkt« in einer solchermassen aufgemachten Publikation nicht stehen bleiben. Es gäbe noch weitere Beispiele zu nennen.
Mag sein, dass ich bei der Durchsicht des Buches gerade zufälligerweise auf Fehler gestossen bin. Dennoch...
Warten auf eine zweite, gründlich durchgesehene Auflage und deshalb (vorerst) nur 2 Sterne. Schade!!
Im Übrigen gilt das Gleiche für das am selben Tag im selben Verlag erschienene Buch »Verborgenes Universum« (Christensen, Fosbury, Hurt), das ausserdem auch von derselben Übersetzerin wie das vorliegende bearbeitet wurde.
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