Die Geschichte einer Liebe, die bis zum Tod und darüber hinaus hält, wird in diesem Buch erzählt. In manchen Passagen vergisst man, dass die Akteure schon ein wenig älter sind und gerade in diesem Moment wird einem bewusst, wie zeitlos die Liebe ist. Ich wurde einige Male neidisch auf soviel Zärtlichkeit und Hingabe, die Markus und Monika auch nach soviel Ehejahren für einander empfinden. Eine Liebesgeschichte wie man sie selten erzählt bekommt. Die Geschichte des Verfalls, des Verfalls eines Gedächtnisses und gleichzeitig einer Gesellschaft, auch das wird in diesem Buch erzählt. Mir hat besonders dieser Gegensatz gefallen , der Zusammenbruch einer Gesellschaft, der sicherlich mit sehr viel Angst und Schmerz gerade für ältere Menschen verbunden war und der langsame Verfall des Gedächtnisses von Monika, ein scheinbares Innen und Außen. Die Angst und den Schmerz den die Menschen empfunden haben, hatten weniger mit irgendwelchen Ideologien als mit Veränderung zu tun. Je älter ein Mensch wird, desto weniger mag er Veränderungen. Aber alles um Monika herum verändert sich, das soziale Umfeld und das gesellschaftliche Gefüge. Die bedrückende Angst , die sie dabei empfindet, hat mir so manches mal einen Schauer über den Rücken laufen lassen, so plastisch lassen uns die Tagebucheinträge an ihrem Inneren teilhaben. Die innere Stärke die Markus aus seiner Liebe zu Monika schöpft ist unermesslich. Er muss die Balance zwischen dem Innen und Außen halten, dabei hat er sich aber so schnell wie irgend möglich an das neue gesellschaftliche Gefüge anpassen müssen. z.B Sein Kampf mit dem neuen Kassensystem und die soziale Vereinsamung die er erlebte, haben meinen Respekt und Hochachtung bekommen. Zum Schluss möchte ich auch all denen das Buch empfehlen, die wie ich, die Alzheimer-Krankheit nur aus den Medien kennen. Der Einblick den der Autor gewährt ist sehr sensibel und aufschlussreich. Es ist kein medizinisches Buch , sondern ein sehr menschliches!
Schön das solche Geschichten erzählt werden,
Danke Petra aus Köln