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Unpopular Culture: Transforming the European Comic Book in the 1990s (Studies in Book and Print Culture)
 
 
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Unpopular Culture: Transforming the European Comic Book in the 1990s (Studies in Book and Print Culture) [Englisch] [Taschenbuch]

Bart Beaty
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 303 Seiten
  • Verlag: Univ of Toronto Pr; Auflage: illustrated edition (31. Dezember 2006)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0802094120
  • ISBN-13: 978-0802094124
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 16,1 x 2,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 429.116 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

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Bart Beaty
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Bart Beaty is an associate professor in the Faculty of Communication and Culture at the University of Calgary. 'Unpopular Culture not only makes a highly significant contribution to the field of comics scholarship, but also makes a major contribution to the field of cultural studies in general. The developments which it details and theorises represent the emergence of comics in Europe as an art form with an avant garde, experimental tendency. The scholarship is remarkable, and the book is groundbreaking.' - Ann Miller, School of Modern Languages, University of Leicester"

Kurzbeschreibung

In the last fifteen years or so, a wide community of artists working in a variety of western European nations have overturned the dominant traditions of comic book publishing as it has existed since the end of the Second World War. These artists reject both the traditional form and content of comic books (hardcover, full-colour 'albums' of humour or adventure stories, generally geared towards children), seeking instead to instil the medium with experimental and avant-garde tendencies commonly associated with the visual arts. Unpopular Culture addresses the transformation of the status of the comic book in Europe since 1990. Increasingly, comic book artists seek to render a traditionally degraded aspect of popular culture un-popular, transforming it through the adoption of values borrowed from the field of 'high art.' The first English-language book to explore these issues, Unpopular Culture represents a challenge to received histories of art and popular culture that downplay significant historical anomalies in favour of more conventional narratives. In tracing the efforts of a large number of artists to disrupt the hegemony of high culture, Bart Beaty raises important questions about cultural value and its place as an important structuring element in contemporary social processes.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Riyad Salhi TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
I. Kunst vs. Kommerz? Erzählerische Freiheit vs. schablonenhafte Genrekorsetts? Formales Experimentieren vs. 46-Seiten-Zwang? Ganz so einfach ist das nicht. Was Bart Beaty die "small press" nennt, ist so ambitioniert wie durchlässig. Spätestens seit Ende der 90er gibt es einen osmotischen Austausch zwischen großen Verlagen wie Dargaud und Casterman auf der einen und dem Nukleus freiheitlichen Comicschaffens bei L'Association auf der anderen Seite. Lewis Trondheim und David B. bewegen sich in beiden Welten, die sich - ohne dass dies unbedingt beabsichtigt war - gegenseitig befruchten. Doch es geht nicht in erster Linie um Verlagsgeschichte, sondern um ein Erzählen ohne feste Banden oder vorgestanzte Reflexe, somit um die feinen Unterschiede, die teilweise aber auch nicht zu leugnenden Annäherungen zwischen Art-Comics (nicht nur in Frankreich) und populären Erscheinungen von Franquin bis Morris. Weit gehend außen vor bleiben Überlegungen zur Dramaturgie der Bildgeschichte, zur Inszenierung in Panels, dafür arbeitet der Kanadier Haltungen und Positionen gegenüber dem Medium und der Leserschaft heraus, beleuchtet werden neue, sich verfestigende Strömungen in den 90ern (mehr Wagnis, mehr Kunst, weniger Einengung) und wie sie auf den Mainstream einwirken. Was Autoren wollen und was sie dafür tun, um sich abzugrenzen. Und immer wieder mit Pierre Bordieu als Begleiter - zuweilen wird etwas zu oft auf ihn verwiesen, aber das stört auch nicht unbedingt.

II. Comics - das Wort "Graphic Novel" kommt kaum vor - werden zwar auch visuell-ästhetisch und narrativ untersucht, wichtiger sind dem Kanadier jedoch die Erscheinungsformen der jeweiligen Publikationen: Vom Format bis zur Papierqualität, ob Schwarz-Weiß oder koloriert, ob in Kleinstauflage oder für die Massen, ob dekonstruiert oder geradlinig, ob mit Versatzstücken jonglieren oder Altbewährtes neu erzählen. Als Bewegung, gar als verdecktes Marketingkonzept gibt es Comic-Kunst erst seit den frühen Neunzigern, so Beaty, und seine Beweisführung ist einleuchtend und stupend in Worte gefasst. Ein besonderes Augenmerk gilt den Leitfiguren und Vielschreibern (Trondheim, Sfar), ihren befreundeten Begleitern (David B., Guibert), den Antipoden (Van Hamme) und schillernden Außenseitern (Neaud, Baudoin). Lewis Trondheim ist das siebte und letzte Kapitel gewidmet. Allein schon deswegen lohnt sich der Kauf, denn insbesondere seine Anfänge und die ersten Erfolge bis hin zu seinen biographischen Einlassungen und dem Donjon-Komplex werden kenntnisreich dargestellt.

III. Eine Anekdote zu Trondheim: Auf der Frankfurter Buchmesse 2008 - im Comic-Forum - kamen nur drei Männer, um sich von ihm eine Zeichnung in die deutsche Ausgabe von "Die Insel Bourbon - 1730" zu zeichnen. Einer davon war ich. Niemand sonst. Das mag daran liegen, dass die wenigsten Menschen wissen, wie er aussieht, statt dessen rennen Mädchen von 12 bis 18 Jahren in Scharen zu blutjungen Manga-Autorinnen. Danach saß Trondheim mit seinem Kaffee alleine da. In Paris wäre das wohl nicht passiert.

IV. Als ich diese Studie las - dieses Buch ist nicht weniger als das - wurde mir überdeutlich klar: Ich weiß nichts über Comics. Alles nur ein zaghaftes Kratzen an der Oberfläche. Beaty zeigt uns die Welt der Comic-Magazine wie Strapazin und Lapin, die ein wichtiger Startpunkt sind für Karrieren der unterschiedlichsten Art, nennt die wichtigsten Anthologien. Er stellt uns die diversen Festivals vor, nicht nur jenes in Angouleme, sondern auch in der Schweiz und in Portugal (der Comic-Salon in Erlangen findet keine Erwähnung).

V. Nicht nur die Comic-Szene in Frankreich, auch Italien und Skandinavien und Deutschland spielen eine Rolle, und somit kommen Autoren/Zeichner wie Anke Feuchtenberger, Martin tom Dieck und Atak darin vor, und zwar nicht nur als lediglich Genannte, sondern als Vertreter einer neuen, elaborierten, originellen Art des Erzählens in Wort und Bild.

VI. Für Menschen, die das Werk von Trondheim verfolgen und zurück verfolgen wollen, ist diese Arbeit unverzichtbar. Aber auch für alle anderen, die endlich Klarheit bekommen wollen, wann das denn anfing mit der Kunst und der Kunstbehauptung im europäischen Comic, sie werden an diesem Titel nicht vorbei kommen. Hier ist keine Seite unnütz, kein Absatz verfängt sich im akademischen Niemandsland. Doch es hätten noch mehr Seitenbeispiele aus besprochenen Werken sein können.
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Amazon.com:  1 Rezension
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Groundbreaking, challenging, essential 30. September 2007
Von Charles Hatfield - Veröffentlicht auf Amazon.com
Format:Taschenbuch
Beaty's book is both encouraging and, from this scholar's POV, genuinely challenging to the current scholarship in comics. The focus is on contemporary European comics, in particular the European alternative press, as a field of cultural production. Beaty applies Pierre Bourdieu's ideas about taste, distinction, and cultural capital in an original and provocative way, with far-reaching implications for the study of not only European comics but also comics cultures everywhere, as well as Cultural Studies at large.

The style, though at times unavoidably dense, is fitting to the subject and generally quite accessible; more important, the range of examples and depth of analysis is startling. Here is truly a new lens for the study of comics production, and a wonderful map, by the way, to genres of European comics hitherto unstudied in English. English-language scholarship will have to engage European comics from a different angle from now on!
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