Dieses Gerät verdient wirklich die Bezeichnung Automat. Es ist unglaublich vielseitig, bedienfreundlich und leicht zu reinigen. Und dabei sieht es auch noch gut aus.
In der ersten Zeit habe ich mehrmals in der Woche damit Brot gebacken und wir verspeisten es frisch noch am selben Abend. Ich habe das auch schon früher, aber dann nur am Wochenende, da die Geschichte doch eher langwierig und aufwendig war. Gebacken wurde dann im Backofen.
Hier geht es viel einfacher: alles rein, Deckel zu - fertig. Durchschnittlich dauert ein Backvorgang 3 Stunden. Ich habe keine sehr guten Erfahrungen mit den Ultra-Schnell-Programmen gemacht. Sollte die Zeit wirklich mal knapp werden, benutze ich höchstens die Stufe schnell. Der Stromverbrauch ist natürlich höher als bei der Backmethode im Herd, weil das Gerät ja viel länger läuft, allerdings frisst es auch nicht ganz soviel wie der große Backofen.
Mittlerweile benutze ich wieder hauptsächlich Backmischungen, die sind preiswert und gut, und ich variiere sie durch zusätzliche Zugaben. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: angefangen mit Knoblauch oder Curry, Möhren und Äpfeln, getrocknete Tomaten und/oder Oliven, getrocknete Pilze, Nüsse, Körner und Kerne, Bier, Joghurt, Buttermilch, Sauerrahm... Am besten hat mit ein Vollkornbrot mit frischer, kleingewürfelter Paprika und Schinkenwürfeln geschmeckt. Da brauche ich dann nur noch Margarine drauf - frisch und warm und lecker.
Allerdings kann man bei Backmischungen, die die Hefe gleich mit drin haben, die Zeitvorwahl nur in einem begrenzten Rahmen nutzen. Meiner Erfahrung nach sind 2-3 Stunden bei Einsatz von kaltem Wasser kein Problem, länger lieber nicht.
Natürlich kann man auch mit den verschiedenen Mehlsorten experimentieren, mal ein Hirse-, Dinkel- oder Haferbrot backen. Dafür muss man dann aber gezielt einkaufen und meiner Erfahrung nach wird das teurer als günstige Backmischungen. Ich persönlich bin lieber kreativ und schau, was der Kühlschrank und die Küche hergibt.
Das Eigenprogramm benötigte ich noch nicht, da die vorhandenen Programme meiner Meinung nach alles abdecken. Ebenso wenig nutze ich das Programm zum Konfitüre kochen, das mache ich lieber ganz klassisch im Topf (Stromsparender!). Dagegen sehr gern nutze ich die Funktion zum Teig kneten. Ob Brötchenteig oder Pizzateig, ehe ich alle klassischen Utensilien zusammen habe und mir den entsprechenden Ort zum Gehenlassen gesucht habe, nutze ich lieber die Einfachheit des Backmeisters.
Messlöffel und Messbecher haben eine sehr feine Maßeinteilung für genaues Abmessen auch ohne Waage.
Das Gerät macht nur mäßig Lärm, der 10malige Piepston stört etwas, gerade wenn man per Zeitvorwahl nachts bäckt. Der Geruch, der früh durchs Haus zieht, entschädigt aber für so manches.
Der Backmeister steht gut und sicher und bewegt sich kaum vom Fleck. Ich selber empfinde die Teile des Gerätes als warm, aber nicht heiß. Der Deckel öffnet und schließt sehr leichtgängig, die Tasten sind groß genug und leicht zu bedienen.
Das Einsetzen und Entfernen der Backform stellt keine große Hürde da und auch die Reinigung ist kinderleicht; nur der Kneter ist etwas knifflig, aber je besser man ihn vorher eingefettet hat, je weniger bleibt hängen.
Gewöhnungsbedürftig ist die Form des Brotes, erinnert an ein zu klein geratenes viereckiges Kastenbrot. Die Laibform ist nicht möglich. Außerdem bleibt ein Loch vom Kneter, das sollte man beim Aufschneiden berücksichtigen.
Nachträglich einzufüllende Zutaten müssen besonders vorsichtig und umsichtig eingefüllt werden. Durch den relativ großen Spalt zwischen Backform und Behälter besteht die Gefahr, dass etwas daneben fällt und auf dem Heizelement landet.
Sehr empfehlenswert ist der Rezeptteil der sonst auch sehr nützlichen Bedienungsanleitung. Hier findet man Auswahl, Anregung und Gelingarantie, ohne zusätzliche Ausgabe für ein Kochbuch.